Hoamatsound [2017.06.25]
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Katalogzettel
| Titel | Hoamatsound [2017.06.25] |
| Titelzusatz |
Wilfried - die Kratzer im Lack |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Steinherr, Loucaz [Moderation]
ORF Radio Oberösterreich [Sendeanstalt] Wilfried [Gesang] [GND] |
| Datum |
2017.06.25 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Musik ; U-Musik ; Radiosendung-Mitschnitt |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP2 [Dateiformat: MP2] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E53-02209 |
Information
Inhalt
[Sendungsinformation]
Geboren ist er in Bad Goisern - seine Musik ist aber weit über die Grenzen Oberösterreichs bekannt. Auf seinem 19. Album „Gut Lack“ steht aber nicht nur die Musik im Vordergrund.
Die Schrift auf der CD-Hülle ist in den Lack eingekratzt - ebenso der Name des Künstlers: Wilfried. Seit mehr als 40 Jahren hat sich das charakteristische Kratzen seiner Stimme in die österreichische Musikgeschichte gesungen. Und irgendwie passt der Stil des Albumcovers gut zur Stimme.
Bereits in jungen Jahren habe ihn Musik berührt, erzählt Wilfried Scheutz im Hoamatsound-Interview mit Loucaz Steinherr - sogar buchstäblich. Und dieses Musikalische Selbstverständnis, dass zuhause „aus jeder Ritze Musik kommt“ hat auch auf seinen Sohn Hannibal abgefärbt. Der zusammen mit dem Papa das Album produziert und eingespielt hat.
Durch die innige Verbindung hat Hannibal auch ganz schön viel gefordert, schwärmt der stolze Vater von der Zusammenarbeit. Diese Intimität ist auch auf den elf sehr reduziert aufgenommenen Stücken auf „Gut Lack“ zu hören - einem Album, in dem sich zwischen den Noten- und Textzeilen ganze Welten auftun.
In der 21. Ausgabe der Sendung erzählt Wilfried, warum er sich von seiner Schallplattensammlung mit über 6.000 Exemplaren getrennt hat, von der Produktion des Albums und wie sehr er an den einzelnen Songs und Texten getüftelt hat.
Natürlich schmerzt den Musiker, dass er aus gesundheitlichen Gründen in nächster Zeit nicht live mit den neuen Songs auf der Bühne stehen wird.
Das Album klingt dennoch kraftvoll und ohne jede Spur von Wehleidigkeit. Ganz im Gegenteil: es strotzt nur so vor „Coolness“. Kurz: es hod an Lack.
Austropop-Urgestein Wilfried ist tot
Wilfried Scheutz ist am Sonntag im Alter von 67 Jahren im Krankenhaus Lilienfeld seinem Krebsleiden erlegen. Der Sänger, der in Pressbaum (Bezirk St. Pölten) gelebt hatte, war durch Hits wie „Ziwui, ziwui“ berühmt geworden.
Scheutz war erst 23 Jahre alt, als ihm mit „Woodpecker’s Music“, „Mary, oh Mary“ und „Ziwui, ziwui“ sozusagen ein Hattrick gelang. Dieser große Erfolg ging nicht spurlos an ihm vorüber, wie er in einem seiner Interviews erzählte: „Wenn einer sagt, dass so ein Megaerfolg wie ich ihn damals hatte, nicht dein Leben durcheinander bringt, dann lügt er wie gedruckt“, so der ehemalige EAV-Sänger, der am 24. Juni 1950 in Bad Goisern (Oberösterreich) geboren worden war und zu den Begründern des Austropop zählt.
Wilfried Scheutz begründete in den 1970er Jahren mit Hits wie „Ziwui, ziwui“ und „Mary, oh Mary“ die Austropop- und Dialektwelle mit
Niederlage und Neuorientierung war der letzte Platz beim Eurovision Song Contest im Jahr 1988. „Da haben mich alle - auch die Leute, mit denen ich am besten befreundet war - wie eine heiße Kartoffel fallen lassen. Das hat mich dann dazu bewogen, mich mit mir auseinanderzusetzen.“ Besondere Freude hatte Scheutz damit, dass sein Sohn Hanibal ebenfalls ins Musikgeschäft eingestiegen ist. Mit ihm hat er auch sein letztes Album mit dem Titel „Gut Lack“ produziert.
Öffentlicher Umgang mit Krebserkrankung
Gemeinsam mit seiner Frau Marina Tatic gründete er in seiner Wahlheimat Pressbaum die Vereinsmeierei, einen Kulturverein mit Kulinarik. Mit seiner Krebserkrankung ging er von Anfang an öffentlich um und er hatte bis zum Schluss nicht den Mut verloren. „Mich macht glücklich, wie herzlich die Leute jetzt in der Katastrophe mit mir umgehen, in der ich mich befinde - und es ist eine Katastrophe, man braucht sie nicht wegreden. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich versuche aus dem, was mir im Moment widerfährt, das Positive zu ziehen“, so Wilfried in seinem letzten Interview mit noe.ORF.at. Am Sonntag starb er am späten Nachmittag im Alter von 67 Jahren im Krankenhaus Lilienfeld.
Geboren ist er in Bad Goisern - seine Musik ist aber weit über die Grenzen Oberösterreichs bekannt. Auf seinem 19. Album „Gut Lack“ steht aber nicht nur die Musik im Vordergrund.
Die Schrift auf der CD-Hülle ist in den Lack eingekratzt - ebenso der Name des Künstlers: Wilfried. Seit mehr als 40 Jahren hat sich das charakteristische Kratzen seiner Stimme in die österreichische Musikgeschichte gesungen. Und irgendwie passt der Stil des Albumcovers gut zur Stimme.
Bereits in jungen Jahren habe ihn Musik berührt, erzählt Wilfried Scheutz im Hoamatsound-Interview mit Loucaz Steinherr - sogar buchstäblich. Und dieses Musikalische Selbstverständnis, dass zuhause „aus jeder Ritze Musik kommt“ hat auch auf seinen Sohn Hannibal abgefärbt. Der zusammen mit dem Papa das Album produziert und eingespielt hat.
Durch die innige Verbindung hat Hannibal auch ganz schön viel gefordert, schwärmt der stolze Vater von der Zusammenarbeit. Diese Intimität ist auch auf den elf sehr reduziert aufgenommenen Stücken auf „Gut Lack“ zu hören - einem Album, in dem sich zwischen den Noten- und Textzeilen ganze Welten auftun.
In der 21. Ausgabe der Sendung erzählt Wilfried, warum er sich von seiner Schallplattensammlung mit über 6.000 Exemplaren getrennt hat, von der Produktion des Albums und wie sehr er an den einzelnen Songs und Texten getüftelt hat.
Natürlich schmerzt den Musiker, dass er aus gesundheitlichen Gründen in nächster Zeit nicht live mit den neuen Songs auf der Bühne stehen wird.
Das Album klingt dennoch kraftvoll und ohne jede Spur von Wehleidigkeit. Ganz im Gegenteil: es strotzt nur so vor „Coolness“. Kurz: es hod an Lack.
Austropop-Urgestein Wilfried ist tot
Wilfried Scheutz ist am Sonntag im Alter von 67 Jahren im Krankenhaus Lilienfeld seinem Krebsleiden erlegen. Der Sänger, der in Pressbaum (Bezirk St. Pölten) gelebt hatte, war durch Hits wie „Ziwui, ziwui“ berühmt geworden.
Scheutz war erst 23 Jahre alt, als ihm mit „Woodpecker’s Music“, „Mary, oh Mary“ und „Ziwui, ziwui“ sozusagen ein Hattrick gelang. Dieser große Erfolg ging nicht spurlos an ihm vorüber, wie er in einem seiner Interviews erzählte: „Wenn einer sagt, dass so ein Megaerfolg wie ich ihn damals hatte, nicht dein Leben durcheinander bringt, dann lügt er wie gedruckt“, so der ehemalige EAV-Sänger, der am 24. Juni 1950 in Bad Goisern (Oberösterreich) geboren worden war und zu den Begründern des Austropop zählt.
Wilfried Scheutz begründete in den 1970er Jahren mit Hits wie „Ziwui, ziwui“ und „Mary, oh Mary“ die Austropop- und Dialektwelle mit
Niederlage und Neuorientierung war der letzte Platz beim Eurovision Song Contest im Jahr 1988. „Da haben mich alle - auch die Leute, mit denen ich am besten befreundet war - wie eine heiße Kartoffel fallen lassen. Das hat mich dann dazu bewogen, mich mit mir auseinanderzusetzen.“ Besondere Freude hatte Scheutz damit, dass sein Sohn Hanibal ebenfalls ins Musikgeschäft eingestiegen ist. Mit ihm hat er auch sein letztes Album mit dem Titel „Gut Lack“ produziert.
Öffentlicher Umgang mit Krebserkrankung
Gemeinsam mit seiner Frau Marina Tatic gründete er in seiner Wahlheimat Pressbaum die Vereinsmeierei, einen Kulturverein mit Kulinarik. Mit seiner Krebserkrankung ging er von Anfang an öffentlich um und er hatte bis zum Schluss nicht den Mut verloren. „Mich macht glücklich, wie herzlich die Leute jetzt in der Katastrophe mit mir umgehen, in der ich mich befinde - und es ist eine Katastrophe, man braucht sie nicht wegreden. Dafür bin ich sehr dankbar. Ich versuche aus dem, was mir im Moment widerfährt, das Positive zu ziehen“, so Wilfried in seinem letzten Interview mit noe.ORF.at. Am Sonntag starb er am späten Nachmittag im Alter von 67 Jahren im Krankenhaus Lilienfeld.