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Radio Tirol Trommelfell [2017.06.25]

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Katalogzettel

Titel Radio Tirol Trommelfell [2017.06.25]
Urheber/innen und Mitwirkende Patscheider, Gretl [Interviewte/r]
ORF Radio Tirol [Sendeanstalt]
Datum 2017.06.25 [Sendedatum]
Schlagworte Unterhaltung ; Gesellschaft ; Radiosendung-Mitschnitt
Typ audio
Format DFMP2 [Dateiformat: MP2]
Sprache Deutsch
Signatur E53-02210

Information

Inhalt

[Sendungsinformation]
Innsbruck, Tarrenz, Serfaus – Aufrichtig, tiefgründig, unterhaltsam und absolut geerdet – so erlebten die zahlreichen Zuhörer Gretl Patscheider beim Finale der sechsten Staffel der Zeitzeugen am Montagabend im Casineum des Casinos Innsbruck.
Die Oberländerin erwies sich dabei als redegewandte Gesprächspartnerin, die in der für sie so typischen Art ihre Worte bewusst, unmissverständlich und ebenso humorvoll wählte, als sie ihre bewegte Lebens- und Erfolgsgeschichte im Talk mit Bernhard Aichner schilderte. „A bissl nervös war i schon“, gestand sie nachher. Die Zuhörer merkten davon gar nichts. Im Gegenteil.
Leidenschaft, Begeisterung und Emotion prägten Patscheiders Mimik und Gestik beim Zeitzeugen-Gespräch.
Die „Reca-Gretl“, so ihr liebevoller Spitzname in Anlehnung an den Namen ihres einstigen Reca-Fliesenimperiums in Imst – (entstammt dem Kürzel ihres Kindernamens Rettenbacher und des ehemaligen, zweiten Ehemannes Canal) – ließ die Zuhörer tief blicken: ihre Kindheit am Bauernhof in Sautens, als viertes von acht Kindern, über die ersten Versuche und Schikanen als ambitionierte Unternehmerin bis zu den herben Enttäuschungen auf dem Polit-Parkett, ihre zwei gescheiterten Kurzzeit-Ehen und zwei Kindern bis zu der mittlerweile 37 Jahre dauernden und glücklichen Ehe – mit Franz Patscheider – samt den zwei Töchtern Pia und Eva.
Patscheider zeigte sich als seit 1979 aktive und strikte Paradeunternehmerin ebenso wie als Vollblut-Familienmensch. Bernhard Aichner zitierte Patscheiders Mitarbeiter: „Eine tolle, rasante und fesche Frau mit Handschlagqualität und großem Herz“ – so schätzten diese sie und das sei das Geheimnis ihrer wirtschaftlichen Erfolge, die bis heute im Fliesencenter Tirol (FCT) sichtbar sind.
Das Kapitel Politik sprach sie ebenso klar an. Ihre Erfahrungen und Enttäuschungen als Kämpferin in der „Wir Tiroler VP“ für mehr Akzeptanz der Frauen in der Volkspartei und die Machtspiele, „bei denen die Frauen das Opfer waren und nur als Zugpferde bei der Wahl benötigt wurden“, sei für sie beendet. „Ich bin nicht für die Politik geboren“, lautet ihre persönliche Schlussfolgerung.
Als ambitionierte Landwirtin und mit Gatte Franz leidenschaftliche Züchterin von Hochlandrindern in Tarrenz schließe sich für sie der Kreis – einst Sautens, heute Tarrenz. „Das ist mein Hobby, das ist ehrlich, das liebe ich.“

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