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Nahaufnahme [2017.10.08]

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Katalogzettel

Titel Nahaufnahme [2017.10.08]
Titelzusatz Über die Trachten der Promis
Urheber/innen und Mitwirkende Herzog, Alice [Moderation]
Tostmann, Gexi [Interviewte/r] [GND ]
ORF Radio Niederösterreich [Sendeanstalt]
Datum 2017.10.08 [Sendedatum]
Schlagworte Unterhaltung ; Interview ; Radiosendung-Mitschnitt
Typ audio
Format DFMP2 [Dateiformat: MP2]
Sprache Deutsch
Signatur E53-02407

Information

Inhalt

[Sendungsinformation]
In der „Nahaufnahme“ stellt Radio Niederösterreich jeden Sonntag Personen mit Niederösterreich-Bezug vor. Zur Oktoberfest- und Wiesenzeit hat Alice Herzog mit Trachtenbotschafterin Gexi Tostmann gesprochen.
Gexi Tostmann war selbst viele Jahre Unternehmerin in ihrem eigenen Trachtenbetrieb und versteht sich immer schon als leidenschaftliche Botschafterin für Trachten. In Niederösterreich ist sie für die Trachtensammlung des Heimatwerks und im Vorstand der Volkskultur Niederösterreich engagiert.
Seit Jahrzehnten macht Gexi Tostmann sich für Trachten stark, kleidet Königshäuser ebenso ein, wie Prominente: „Tina Turner hat sich ein ganz tolles Miederdirndl ausgesucht – sie war so unkompliziert und lieb,“ erzählt sie im Gespräch mit Alice Herzog. „Bis auf Norwegen haben wir bereits alle Königshäuser Europas mit Trachten eingekleidet.“
Gexi Tostmann freut sich über den Trend zu Dirndl und Lederhose
„Ich habe nichts gegen Kitsch“
„Ich gehöre nicht zu den ganz strikten Trachtenbewahrern. Bei einer Tracht, die lebt, ist immer auch Mode spürbar“, so Gexi Tostmann in der Radio Niederösterreich-„Nahaufnahme“. Im Gespräch mit Alice Herzog erzählt sie von ihren Eltern, die gleich nach dem Krieg mit einer Trachtenmanufaktur begonnen haben, obwohl damals nicht alle der Meinung waren, dass es der günstigste Zeitpunkt dafür war. Sie selbst versteht Tracht immer schon unabhängig von ideologischen Strömungen und freut sich durchaus über den Boom, den Dirndl und Lederhose seit einigen Jahren erleben. „Ich habe nichts gegen Kitsch“, so Tostmann im Interview, „fast in jeder Tracht ist irgendetwas kitschig und denken wir an Weihnachten, das ist doch auch alles Kitsch und trotzdem mögen wir es.“
Gexi Tostmann ist immer ihren eigenen Weg gegangen: Als Unternehmerin, ganz ohne Schneiderlehre („Ich war vom Handarbeiten befreit, weil ich zwei linke Hände hatte“), als studierte Volkskundlerin, die sich in ihrer Jugend auch für die Friedens- und Anti-Atombewegung engagiert hat („Das war Pflicht damals“) und als Inhaberin ihrer eigenen Trachtenproduktion, die gerne auch gegen den Strom geschwommen ist („Unternehmensberater hatten keine Freude mit mir“).

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