Lange Nacht [2017.10.28]
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Katalogzettel
| Titel | Lange Nacht [2017.10.28] |
| Titelzusatz |
Verehrt und angespien - Eine Lange Nacht über den künstlerischen Grenzgänger Hanns Heinz Ewers |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Brömsel, Sven [Gestaltung]
Höhne, Rita [Regie] Deutschlandradio Kultur [Sendeanstalt] |
| Datum |
2017.10.28 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Kultur ; Portrait ; Radiosendung-Mitschnitt |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP2 [Dateiformat: MP2] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E53-02455 |
Information
Inhalt
[Sendungsinformation]
Hanns Heinz Ewers (1871- 1943) gehört zwischen 1900 und 1930 zu den schillerndsten Literaten in Deutschland. Seine Schilderungen menschlicher Abgründe verstören die Zeitgenossen bei Lesungen bis zu Ohnmachtsanfällen. Nicht zu Unrecht wird er als ‚Stephen King des wilhelminischen Kaiserreichs‘ bezeichnet. Der Roman ‚Alraune‘ wird zu seinen Lebzeiten eine halbe Million Mal verkauft und fünfmal verfilmt. Neben seinem literarischen Werk, das in über 20 Sprachen übersetzt wird, macht sich Ewers einen Namen als Filmpionier. ‚Der Student von Prag‘ aus dem Jahre 1913 wird zum Kinoereignis und schreibt Filmgeschichte. Die Popularität seiner Werke wird mit Abenteuern in fernen Kontinenten, Exzessen und einem wüsten Leben befeuert. Schlummernde Dämonen werden zu ständigen Begleitern des rastlosen Geistes, formen ihn zum Grenzgänger par excellence. Der Reiz des Diabolischen treibt ihn schließlich in die Arme der Nationalsozialisten. Doch diese können mit dem Judenfreund und dekadenten Dandy nichts anfangen und verbrennen seine Bücher.
Hanns Heinz Ewers (1871- 1943) gehört zwischen 1900 und 1930 zu den schillerndsten Literaten in Deutschland. Seine Schilderungen menschlicher Abgründe verstören die Zeitgenossen bei Lesungen bis zu Ohnmachtsanfällen. Nicht zu Unrecht wird er als ‚Stephen King des wilhelminischen Kaiserreichs‘ bezeichnet. Der Roman ‚Alraune‘ wird zu seinen Lebzeiten eine halbe Million Mal verkauft und fünfmal verfilmt. Neben seinem literarischen Werk, das in über 20 Sprachen übersetzt wird, macht sich Ewers einen Namen als Filmpionier. ‚Der Student von Prag‘ aus dem Jahre 1913 wird zum Kinoereignis und schreibt Filmgeschichte. Die Popularität seiner Werke wird mit Abenteuern in fernen Kontinenten, Exzessen und einem wüsten Leben befeuert. Schlummernde Dämonen werden zu ständigen Begleitern des rastlosen Geistes, formen ihn zum Grenzgänger par excellence. Der Reiz des Diabolischen treibt ihn schließlich in die Arme der Nationalsozialisten. Doch diese können mit dem Judenfreund und dekadenten Dandy nichts anfangen und verbrennen seine Bücher.