ECO spezial [2020.11.05]
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Katalogzettel
| Titel | ECO spezial [2020.11.05] |
| Titelzusatz |
Baustelle Erinnerung: Swietelsky und die „Straße der SS“ |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Bornemann, Dieter [Moderation]
ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2020.11.05 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Wirtschaft ; Reportage ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-20661 |
Information
Inhalt
[Senderinformation] 75 Jahre nach Kriegsende stellen sich immer mehr heimische Firmen ihrer NS-Vergangenheit und dies nicht nur zu den Gedenktagen rund um das November-Pogrom. So hat zum Beispiel die Voestalpine in Linz ein eigenes Museum, um ihre Geschichte als ehemalige Hermann-Göring-Werke aufzuarbeiten. Auch Baufirmen wie Porr oder Strabag haben dieses dunkle Kapitel ihrer Firmengeschichte in den letzten Jahren von Historikern durchleuchten lassen.
Doch immer wieder werden Firmen von ihrer Vergangenheit überrascht – wie zum Beispiel die Baufirma Swietelsky. Der Vorstand des Unternehmens wurde erst durch Recherchen des Wirtschaftsmagazins ECO darauf aufmerksam gemacht, dass der heute drittgrößte Baukonzern Österreichs massiv vom NS-Regime profitiert hat.
Swietelsky hat 1942 an der sogenannten „Straße der SS“ mitgearbeitet: Einer 2000 Kilometer langen Straße von Berlin bis tief in die besetzten Sowjetgebiete. Für den Bau hat Swietelsky jüdische Zwangsarbeiter eingesetzt: Sklaven des 20. Jahrhunderts, deren Arbeitskraft man so lange ausbeutete, bis sie starben. „Das Fundament der Firma Swietelsky beruht auf Arisierung und Zwangsarbeit“, fasst der Historiker Rudolf Leo zusammen, was er in Akten des österreichischen Staatsarchivs dazu gefunden hat. Der Vorstand von Swietelsky hat inzwischen eine Historikerkommission mit der Aufarbeitung der Gründungsgeschichte des Unternehmens beauftragt.
Doch immer wieder werden Firmen von ihrer Vergangenheit überrascht – wie zum Beispiel die Baufirma Swietelsky. Der Vorstand des Unternehmens wurde erst durch Recherchen des Wirtschaftsmagazins ECO darauf aufmerksam gemacht, dass der heute drittgrößte Baukonzern Österreichs massiv vom NS-Regime profitiert hat.
Swietelsky hat 1942 an der sogenannten „Straße der SS“ mitgearbeitet: Einer 2000 Kilometer langen Straße von Berlin bis tief in die besetzten Sowjetgebiete. Für den Bau hat Swietelsky jüdische Zwangsarbeiter eingesetzt: Sklaven des 20. Jahrhunderts, deren Arbeitskraft man so lange ausbeutete, bis sie starben. „Das Fundament der Firma Swietelsky beruht auf Arisierung und Zwangsarbeit“, fasst der Historiker Rudolf Leo zusammen, was er in Akten des österreichischen Staatsarchivs dazu gefunden hat. Der Vorstand von Swietelsky hat inzwischen eine Historikerkommission mit der Aufarbeitung der Gründungsgeschichte des Unternehmens beauftragt.