Nahaufnahme [2018.03.11]
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Katalogzettel
| Titel | Nahaufnahme [2018.03.11] |
| Titelzusatz |
Muster kehren wieder |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Herzog, Alice [Moderation]
Eminger, Stefan [Interviewte/r] [GND ] ORF Radio Niederösterreich [Sendeanstalt] |
| Datum |
2018.03.11 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Interview ; Radiosendung-Mitschnitt |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP2 [Dateiformat: MP2] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E53-02791 |
Information
Inhalt
[Sendungsinformation]
In der Nacht von 11. auf 12. März 1938 sind Truppen der deutschen Wehrmacht in Österreich einmarschiert. Damit erfolgte der „Anschluss“ an Hitler-Deutschland. Zeithistoriker Stefan Eminger vom Landesarchiv Niederösterreich in St. Pölten erzählt in der Radio Niederösterreich-„Nahaufnahme“ von der jahrelangen Unterwanderung durch die NSDAP von oben und von unten, auf Regierungsebene und auf lokaler Ebene, in Vereinen und Verbänden. Nur so konnte in Österreich der „Anschluss“ und die Machtübernahme der Nationalsozialisten innerhalb von Stunden geschehen.
„Es war ein enormer Einschnitt. Es hat sich tatsächlich sehr viel verändert. Gleich am Abend des 11. März sind ab 20.00 Uhr Fackelzüge und Freudenkundgebungen veranstaltet worden, aber es gab auch schon die ersten Ausschreitungen", schildert Eminger in der Radio Niederösterreich-„Nahaufnahme.“
„Dann war da die andere Seite der Bevölkerung, die politisch anders Denkenden, die der neuen Zeit mit Skepsis und Angst entgegengesehen haben, obwohl das volle Ausmaß zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht klar war“, so Eminger. Der Zeithistoriker erzählt von der Ohnmacht der damaligen Bundesregierung unter Kanzler Kurt Schuschnigg, dem ersten Auftritt Adolf Hitlers in St. Pölten und den sofortigen Maßnahmen der neuen Machthaber gegenüber politisch anders Gesinnten und Juden.
80 Jahre danach mahnt Eminger: „Geschichte wiederholt sich zwar nie eins zu eins, aber es gibt gewisse Schemata und Muster, die wiederkehren, wie Fremdenhass oder Antisemitismus, und dagegen muss man sehr früh vorgehen.“
In der Nacht von 11. auf 12. März 1938 sind Truppen der deutschen Wehrmacht in Österreich einmarschiert. Damit erfolgte der „Anschluss“ an Hitler-Deutschland. Zeithistoriker Stefan Eminger vom Landesarchiv Niederösterreich in St. Pölten erzählt in der Radio Niederösterreich-„Nahaufnahme“ von der jahrelangen Unterwanderung durch die NSDAP von oben und von unten, auf Regierungsebene und auf lokaler Ebene, in Vereinen und Verbänden. Nur so konnte in Österreich der „Anschluss“ und die Machtübernahme der Nationalsozialisten innerhalb von Stunden geschehen.
„Es war ein enormer Einschnitt. Es hat sich tatsächlich sehr viel verändert. Gleich am Abend des 11. März sind ab 20.00 Uhr Fackelzüge und Freudenkundgebungen veranstaltet worden, aber es gab auch schon die ersten Ausschreitungen", schildert Eminger in der Radio Niederösterreich-„Nahaufnahme.“
„Dann war da die andere Seite der Bevölkerung, die politisch anders Denkenden, die der neuen Zeit mit Skepsis und Angst entgegengesehen haben, obwohl das volle Ausmaß zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht klar war“, so Eminger. Der Zeithistoriker erzählt von der Ohnmacht der damaligen Bundesregierung unter Kanzler Kurt Schuschnigg, dem ersten Auftritt Adolf Hitlers in St. Pölten und den sofortigen Maßnahmen der neuen Machthaber gegenüber politisch anders Gesinnten und Juden.
80 Jahre danach mahnt Eminger: „Geschichte wiederholt sich zwar nie eins zu eins, aber es gibt gewisse Schemata und Muster, die wiederkehren, wie Fremdenhass oder Antisemitismus, und dagegen muss man sehr früh vorgehen.“