zurück

Menschen im Gespräch [2018.05.07]

Mediathek

Dieses Medium ist nur vor Ort im Publikumsbetrieb der Österreichischen Mediathek verfügbar.

Katalogzettel

Titel Menschen im Gespräch [2018.05.07]
Titelzusatz Kleinfamilie ist überlastet
Urheber/innen und Mitwirkende Tazi-Preve, Mariam Irene [Interviewte/r]
Rehusch, Ingrid [Moderation]
ORF Radio Wien [Sendeanstalt]
Datum 2018.05.07 [Sendedatum]
Schlagworte Gesellschaft ; Interview ; Radiosendung-Mitschnitt
Typ audio
Format DFMP2 [Dateiformat: MP2]
Sprache Deutsch
Signatur E53-02992

Information

Inhalt

[Sendungsinformation]
In „Menschen im Gespräch“ erzählt die Politologin Mariam Irene Tazi-Preve, warum sie Familienforschung betreibt, wie sie selbst den Druck erlebt hat, der auf Müttern lastet, und warum wir uns von den gängigen Idealen befreien sollten.
„Familie ist politisch“, sagt die gebürtige Tirolerin bestimmt. Der Staat sei schließlich an Nachwuchs interessiert, und würde deshalb auch viel in die Steuerung und Lenkung von Familien investieren - basierend auf dem Kleinfamilienmodell. Aber nicht nur gesetzliche Absicherungen und Förderungen wären es, die uns vom familiären Idyll träumen lassen. Auch die Propagierung durch Filme, Bücher, Magazine und vielem mehr tue sein übrigens dazu. Demgegenüber stünden Scheidungs- und Trennungsraten und individuelles Leid.
Mit ihrer Forschungsarbeit und mit ihrem Buch „Vom Versagen der Kleinfamilie“ will Mariam Tazi-Preve vor allem Müttern, aber auch Vätern den Druck nehmen, sich persönlich verantwortlich und schuldig zu fühlen, wenn sie den gesellschaftlichen - und oft auch den eigenen - Erwartungen nicht gerecht werden. „Einer oder zwei Menschen sind zu wenig, um ein Kind zu erziehen“, ist sie überzeugt. Das Ideal der romantischen Liebe sei damit sowieso kaum kompatibel, und das überhöhte Mutterbild resultiere in Überlastung. Die Folge wären unglückliche Mütter und neurotisierte Kinder.
Daher rät sie jungen Eltern, vom Glauben an das Ideal der Kleinfamilie abzufallen und sich somit vom Druck, funktionieren zu müssen, zu befreien. Stattdessen sollten sie den Spruch, demzufolge man ein Dorf braucht, um ein Kind zu erziehen, beherzigen: „Man muss Familie anders denken, erweitert sehen. Idealerweise findet man im Freundes- und Familienkreis Menschen, die die Verantwortung mittragen.“ Den Müttern schließlich wünscht Mariam Irene Tazi-Preve, „dass sie aufhören, sich schuldig zu fühlen.“

Download


Metadaten
Mediathek Logo