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Wuchteln, Schmäh, Politsatire - Geschichte des österreichischen Kabaretts ; Teil 2 von 3

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Titel Wuchteln, Schmäh, Politsatire - Geschichte des österreichischen Kabaretts ; Teil 2 von 3
Urheber/innen und Mitwirkende ORF 3 [Sendeanstalt]
Datum 2020.12.29 [Sendedatum]
Schlagworte Humor ; Kabarett ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-22011

Information

Inhalt

[Senderinformation] Teil 2: 1945 - 1961

1945 ist der Zweite Weltkrieg endlich zu Ende. Wien liegt in Trümmern, doch Österreich hat schon eine provisorische Regierung und entsteht aus der Asche der Bomben wieder auf. So, wie sich die ersten Lebenszeichen der Freiheit unter der alliierten Besatzung zeigen, regt sich auch die Kabarettszene - Simpl, Werkl, Literatur am Naschmarkt und Lieber Augustin öffnen wieder ihre Pforten. Auch die überlebenden Größen der Szene kehren wieder nach Wien zurück. Hermann Leopoldi, Karl Farkas oder Gerhard Bronner treten wieder auf.

Der Umgang des Landes mit seiner eigenen Täterschaft im Nationalsozialismus ist fragwürdig. Schon 1948 sind alle offiziellen Entnazifizierungs-Maßnahmen de facto zu Ende. Die Wehrmachtsgeneration bestimmt den Blick auf die Vergangenheit. Ein Zustand, der von den eben heimgekehrten Kabarettisten und Kabarettistinnen immer wieder bissig kommentiert wird. Farkas übernimmt in den 50ern die künstlerische Leitung des Simpl und bringt es zu neuer Blüte, sowohl auf der Bühne, als auch im Fernsehprogramm mit seinen berühmten Bilanzen. In seinem Ensemble ist auch Fritz Muliar.

Zum eher unpolitischen Unterhaltungskabarett im Simpl gesellt sich in den 1950er Jahren das „namenlose Ensemble“; ihm gehören Gerhard Bronner, Carl Merz und Helmut Qualtinger an. Letzterer trifft mit seinem Ein-Personen-Stück „Der Herr Karl“ mitten in die Seele der österreichischen Nachkriegsgeneration und schreibt damit Fernsehgeschichte. Kein anderes Stück Kabarettgeschichte fängt den Zeitgeist seiner Entstehung so präzise und schonungslos ein. Doch das mit Carl Merz geschrieben Stück löst auch einen Skandal aus. Viele fühlen sich darin vorgeführt.

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