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Nahaufnahme [2018.12.16]

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Katalogzettel

Titel Nahaufnahme [2018.12.16]
Urheber/innen und Mitwirkende Kammerlander, Hans [Interviewte/r] [GND ]
Perle, Rainer [Moderation]
ORF Radio Tirol [Sendeanstalt]
Datum 2018.12.16 [Sendedatum]
Schlagworte Unterhaltung ; Sport ; Interview ; Radiosendung-Mitschnitt
Typ audio
Format DFMP2 [Dateiformat: MP2]
Sprache Deutsch
Signatur E53-03588

Information

Inhalt

[Sendungsinformation]
Der Südtiroler Extrembergsteiger besucht anlässlich des neuen Kinofilms „Manaslu-Berg der Seelen“ Rainer Perle in der Radio Tirol Nahaufnahme und lässt dabei seine größten Erfolge und Tragödien Revue passieren.
Der Manaslu in Nepal wurde für Hans Kammerlander 1991 zum Schicksalsberg. Innerhalb weniger Stunden verlor er dort durch einen Absturz und einen Blitzschlag zwei seiner besten Freunde.
Dieser tragische Schicksalsschlag auf einem Achttausenderberg hätte auch Kammerlander fast in den Wahnsinn getrieben und sollte bei ihm tiefe Wunden hinterlassen. Nie wieder wollte er eigentlich auf diesen Berg zurückkehren. Warum er dies für den Kinofilm dennoch tat, wird er in der Nahaufnahme genauso erzählen, wie von seinem außerordentlichen Bergsteigerleben mit 50 Erstbesteigungen und 60 Alleinbegehungen, mit der schnellsten Besteigung des Mount Everest über die Nordroute und der ersten Skiabfahrt vom Everest-Gipfel. Er hat auch als erster die zweithöchsten Gipfel aller sieben Kontinente bestiegen.
Hans Kammerlander war ein Rekordjäger. Schneller Aufstiege und riskante Skiabfahrten waren seine Spezialität. In der Nahaufnahme äußert er sich aber kritisch zu vielen heutigen Expeditionen, die mit viel Geld organisiert werden und bei denen Gipfelsiege über ein Menschenleben gestellt werden. Kammerlander nimmt aber auch Stellung zu seinem eigenen größten Fehler: ein verhängnisvoller Autounfall unter Alkoholeinfluss kostete einem jungen Mann vor fünf Jahren das Leben.
Thema sind aber auch seine vielen soziale Projekte. So hat er inzwischen in Nepal 24 Schulen gegründet, ein Frauen- und Kinderkrankenhaus, ein Kinderhaus für 40 Waisen und vieles mehr. Auch Hans Kammerlander verlor als zehnjähriger Bub seine Mutter. Aufgewachsen auf einem Bergbauernhof ohne Strom, fließend Wasser und ohne Zufahrt bestieg er bereits als Volksschüler heimlich seinen ersten Dreitausender.

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