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Liebe war es nie

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Katalogzettel

Titel Liebe war es nie
Titelzusatz dokFilm
Urheber/innen und Mitwirkende Sarfaty, Maya [Regie] [GND ]
Citron, Helena [Interviewte/r]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2021.01.24 [Sendedatum]
2020 [Jahr des Copyright]
Schlagworte Gesellschaft ; Dokumentarfilm ; Konzentrationslager ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-22496

Information

Inhalt

[Senderinformation] Eine unglaubliche, aber wahre Liebesgeschichte zwischen einem SS-Offizier und einer jüdischen Gefangenen. Eine Liebe, die in Auschwitz beginnt und 30 Jahre später in einem Wiener Gerichtssaal ihr Ende findet.

Die Jüdin Helena Citron ist jung, schön und lebenshungrig als sie nach Auschwitz-Birkenau deportiert wird. Dort ist der österreichische SS-Unterscharführer Franz Wunsch bald von ihrer Schönheit und ihrer schmeichelnden Gesangsstimme betört.

Zwischen den beiden entflammt eine verbotene Liebe - umgeben von Gaskammern, Erniedrigung und brutalster Gewalt. Auch Wunsch geht rücksichtlos gegen andere Häftlinge vor, Helena und deren Schwester Rosa, kann er aber vor dem Krematorium bewahren. Für die beiden Kinder von Rosa gibt es keine Rettung. Eine Wunde, die lebenslang in Rosas Herzen klafft.

Unter dem ständigen Risiko aufgedeckt und exekutiert zu werden, hält die Beziehung des Liebespaars zweieinhalb Jahre lang, bis zur Befreiung von Auschwitz.

Dreißig Jahre später sehen Helena Citron und Franz Wunsch einander in einem Wiener Gerichtssaal wieder – sie als Zeugin, er als Angeklagter. Soll Helena den Mann retten, der sie gerettet hat, oder von seinen Schandtaten berichten, denen Unzählige zum Opfer gefallen sind?

Maya Sarfaty gelingt es, die unglaubliche Geschichte mit gebotener Distanz zu erzählen und den handelnden Personen dennoch nahe zu kommen. Sie bedient sich dazu eines Tricks, den sie Franz Wunsch abgeschaut hat. Dieser schnitt das Gesicht seiner Geliebten aus Fotos aus, um es in Postkartenidyllen wieder einzusetzen und sich die Fiktion einer Liebe in glücklicheren Tagen zu konstruieren.

Genauso stellt nun auch Sarfaty Szenen der gefährlichen Liebschaft im Lager von Auschwitz nach. Was für Wunsch Ausdruck seiner in die Zukunft gerichteten Sehnsüchte war, ist für Sarfaty das Mittel, um Erinnerungen lebendig werden zu lassen.

Ehemalige Mithäftlinge, erzählen mit Abscheu, mit Anteilnahme oder sogar mit etwas Neid von der Liebesaffäre. Der damalige Staatsanwalt und einer der Schöffen berichten von der Begegnung des einstigen Paars beim Prozess in Wien.

Helena Citron hat schließlich das letzte Wort: „Liebe war es nie.“

Der Film hat den Frank Lowy Award am DocAviv Festival 2020 in Tel Aviv gewonnen und wurde als israelischer Beitrag für den Auslandsoscar eingereicht.

In Zusammenarbeit mit dem ORF aus Mitteln des Film/Fernseh-Abkommens, hergestellt.

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