Otto Neurath - Der rote Elefant
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Katalogzettel
| Titel | Otto Neurath - Der rote Elefant |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Neurath, Otto [Gefeierte Person]
ORF 3 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2021.01.31 [Sendedatum] 2020 [Jahr des Copyright] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Portrait ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-22625 |
Information
Inhalt
[Senderinformation] ORF III zeigt am Soontag, dem 31. Jänner ein neues Portrait von Otto Neurath, der auch als Urheber der Piktogramme gilt.
Im Wiener Kreis war Otto Neurath (1882-1945) der radikale Anti-Philosoph. Er war überlebensgroß, polterte streitlustig durchs Leben und unterschrieb seine Briefe gern mit einem trompetenden Elefanten. Im Roten Wien der 1920er Jahre war der Nationalökonom, Wissenschaftstheoretiker und Arbeiter- und Volksbildner der bunte Hund, Chef der Siedlerbewegung und des Wirtschaftsmuseums, darüber hinaus die „große Lokomotive“ hinter der „Einheitswissenschaft“, ein Abenteurer und Revoluzzer im Großformat.
1919 wurde Otto Neurath in München als Mitarbeiter der Räteregierung zu Festungshaft verurteilt und - dank der Fürsprache von Otto Bauer (1881-1935) und Karl Renner (1870-1950) - nach Österreich abgeschoben. Nach 1934 konnte er in Österreich nicht mehr leben. 1940 gelang ihm eine aberwitzige Flucht vor den Nazis über den Ärmelkanal in einem gekaperten Rettungsboot. Im englischen Exil erhielt Neurath mit über 60 Jahren seinen ersten Lehrauftrag an der Universität von Oxford. Sein Misstrauen gegenüber der Sprache führte dazu, dass er eine eigene Bildersprache entwickelte, einen direkten Vorläufer der Zeichen, die uns heute durch Flughäfen und Apps führen. Durch diese Bildzeichen erreichte er internationale Bekanntheit, die bis heute reicht.
Am 22. Dezember 2020 jährte sich der Todestag Otto Neuraths zum 75. Mal.
Im Wiener Kreis war Otto Neurath (1882-1945) der radikale Anti-Philosoph. Er war überlebensgroß, polterte streitlustig durchs Leben und unterschrieb seine Briefe gern mit einem trompetenden Elefanten. Im Roten Wien der 1920er Jahre war der Nationalökonom, Wissenschaftstheoretiker und Arbeiter- und Volksbildner der bunte Hund, Chef der Siedlerbewegung und des Wirtschaftsmuseums, darüber hinaus die „große Lokomotive“ hinter der „Einheitswissenschaft“, ein Abenteurer und Revoluzzer im Großformat.
1919 wurde Otto Neurath in München als Mitarbeiter der Räteregierung zu Festungshaft verurteilt und - dank der Fürsprache von Otto Bauer (1881-1935) und Karl Renner (1870-1950) - nach Österreich abgeschoben. Nach 1934 konnte er in Österreich nicht mehr leben. 1940 gelang ihm eine aberwitzige Flucht vor den Nazis über den Ärmelkanal in einem gekaperten Rettungsboot. Im englischen Exil erhielt Neurath mit über 60 Jahren seinen ersten Lehrauftrag an der Universität von Oxford. Sein Misstrauen gegenüber der Sprache führte dazu, dass er eine eigene Bildersprache entwickelte, einen direkten Vorläufer der Zeichen, die uns heute durch Flughäfen und Apps führen. Durch diese Bildzeichen erreichte er internationale Bekanntheit, die bis heute reicht.
Am 22. Dezember 2020 jährte sich der Todestag Otto Neuraths zum 75. Mal.