Die Wiener Semmel - Eine kleine Kulturgeschichte
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Katalogzettel
| Titel | Die Wiener Semmel - Eine kleine Kulturgeschichte |
| Titelzusatz |
aus der Reihe "Wiener Schmankerl" |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Schukoff, Nadeschda [Gestaltung]
Couzyn, Victor [Sprecher/in] [GND ] 3sat [Sendeanstalt] |
| Datum |
2015.12.21 [Sendedatum] 2012 [Jahr des Copyright] 2015 [Jahr des Copyright] |
| Schlagworte | Kultur ; Ernährung ; Nahrung ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-23000 |
Information
Inhalt
[Senderinformation] Im scheinbaren Widerspruch zu modernem Ernährungsbewußtsein ist die von Hand gestaltete knusprige Kaisersemmel aus weißem Mehl nach wie vor in der Beliebtheit an erster Stelle, sei es zum Frühstück, zur Jause oder zum Abendessen. Eng verbunden mit der Kulturgeschichte Wiens, mit den Kaffeehäusern der Stadt, die 2011 zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe erhoben wurden, erzeugen die Wiener Bäcker heute noch auf traditionelle Weise die Kaisersemmel.
Die Semmel, ob Kaisersemmel oder Langsemmel, ist ein so typisches österreichisches Gebäck, dass das Wort sogar in die deutsche Sprache (die unserer nördlichen Nachbarn) übersetzt werden muss - weil unter "Brötchen" versteht man in Wien doch etwas anderes.
Eine launig erzählte Kulturgeschichte der Semmel während der letzten hundertzwanzig Jahre zeigt nicht nur gesellschaftlichen Wandel sondern auch die Entwicklung des kulinarischen Verhaltens: Essen um satt zu werden oder Genuss am Geschmack war früher eine Frage der Klassenzugehörigkeit. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war die Semmel meist nur am Sonntag oder zu Festtagen auf dem Tisch, dann kam die Ära des "Alles, was man kaufen kann" und ist in letzter Zeit wieder eine Frage geworden. Neben ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen (oder Geboten? Wie ist das nun mit dem weißen Mehl? oder mit der Butter und dem Salz?) zählt heute wieder Geschmack und Genuss.
Die Semmel, ob Kaisersemmel oder Langsemmel, ist ein so typisches österreichisches Gebäck, dass das Wort sogar in die deutsche Sprache (die unserer nördlichen Nachbarn) übersetzt werden muss - weil unter "Brötchen" versteht man in Wien doch etwas anderes.
Eine launig erzählte Kulturgeschichte der Semmel während der letzten hundertzwanzig Jahre zeigt nicht nur gesellschaftlichen Wandel sondern auch die Entwicklung des kulinarischen Verhaltens: Essen um satt zu werden oder Genuss am Geschmack war früher eine Frage der Klassenzugehörigkeit. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war die Semmel meist nur am Sonntag oder zu Festtagen auf dem Tisch, dann kam die Ära des "Alles, was man kaufen kann" und ist in letzter Zeit wieder eine Frage geworden. Neben ernährungswissenschaftlichen Erkenntnissen (oder Geboten? Wie ist das nun mit dem weißen Mehl? oder mit der Butter und dem Salz?) zählt heute wieder Geschmack und Genuss.