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Klosterneuburg - Ein Stift an der Donau

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Katalogzettel

Titel Klosterneuburg - Ein Stift an der Donau
Urheber/innen und Mitwirkende Bogensberger, Thomas [Gestaltung] [GND ]
Lang, Angelika [Sprecher/in] [GND ]
ORF 3 [Sendeanstalt]
Datum 2019.04.22 [Sendedatum]
2018 [Jahr des Copyright]
Schlagworte Kultur ; Architektur ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-23059

Information

Inhalt

[Senderinformation] Malerisch an der Donau und vor den Toren Wiens gelegen, ist das Stift Klosterneuburg seit jeher ein Anziehungspunkt und beliebtes Ausflugsziel. Hier, wo die Schulklassen zu Leopoldi zum Fasslrutschen herkommen, liegt auch ein geistiges Zentrum, das die Menschen aus dem Umland prägt.

Kurz nach der Hochzeit soll Leopold Markgraf von Österreich anno 1105 mit seiner Frau Agnes auf der Burg am Kahlenberg bei Wien gewesen sein, als ein Windstoß Agnes’ Schleier in Richtung des alten Römerkastells Arrianis davontrug. Neun Jahre später, also 1114, soll Leopold diesen Schleier bei der Jagd unversehrt an einem Hollunderbusch gefunden haben, und an dieser Stelle den Grundstein für eine Kirche gelegt haben. 1133 jedenfalls holte er auf Empfehlung des Passauer Bischofs den Orden der Augustiner Chorherrn nach Neuburg um das neu gegründete Kloster zu übernehmen: Kloster-Neuburg.

900 Jahre später ist die in der Ukraine geborene deutsch schreibende Dichterin Marjana Gaponenko Autorin ‚in residence’ im Stift Klosterneuburg, um in der altehrwürdigen, von vielen Studierenden besuchten, Stiftsbibliothek einen Kriminalroman zu schreiben. Sie trifft einen anderen Leopold: den Polier des Stiftes, den ‚Maulwurf des Stiftes’ wie sie ihn nennen wird („er kennt die geheimsten Wege in den alten Mauern“). Und sie trifft Thaddäus, der als junger Augustiner Chorherr seit kurzem Pfarrer von Langenzersdorf ist. Sie wird sie fragen, was ein Priester so den ganzen Tag lang macht. Diese Frage interessiert auch Marjana Gapenenkos Roman-Kommissar, der einen nicht ganz einfachen Fall zu lösen hat: wohin fällt der Schleier, wo spielt sich das Leben der Chorherrn ab. Es sind die Menschen, die mit dem Kloster zu tun haben, die diese Spur legen. Marjana Gaponenko wird ihnen mit Herrn Taddäus’ und Herrn Leopolds Hilfe begegnen: den Schülern der Weinbauschule und des Gymnasiums, deren Religionslehrer Herr Tassilo ist, den Sängerinnen und Sängern der Schola von Herrn Meinrad, der außerdem als Gefängnisseelsorger in Korneuburg auf der anderen Seite der Donau ist, dem Bibliothekar und Hüter der 300.000 Bücher der Stiftsbibliothek, Martin Haltrich.

Wenn Marjana Gaponenko ihren Roman-Kommissar in der Bibliothek auf Recherche über den Alltag der Chorherren schickt, tauchen neben dem historischen, heiligen Leopold mit seinem Herzoghut und seinem Feiertag, an dem die Kinder zum Fasslrutschen nach Kloisterneuburg kommen, auch Personen aus der Geschichte auf. Z.B. der historische Probst Floridus (Floridsdorf) und Probst Gaudenzius (Gaudenzdorf) - sie haben mit ihrem Einsatz Wien geprägt.

Ist nun die Geschichte mit dem Schleier eine Legende? In der Schatzkammer des Stiftes ist der Schleier zu besichtigen und der siebenarmige Leuchter aus der Gründungszeit der Stiftkirche, der seit dem Mittelalter sambucus (Holunderbaum) heißt, findet sich auch im Brunnenhaus des Kreuzgangs.

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