In memoriam Elfriede Ott
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Katalogzettel
| Titel | In memoriam Elfriede Ott |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Schwarz, Otto [Gestaltung]
[GND
]
Hirzenberger, Hakon [Gestaltung] [GND ] Kinsky, Nikolaus [Sprecher/in] ORF 3 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2019.06.15 [Sendedatum] 2019 [Jahr des Copyright] |
| Schlagworte | Theater ; Portrait ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-23079 |
Information
Inhalt
[Senderinformation] Als vielseitige Schauspielerin hat sich Elfriede Ott mit viel Witz und Humor über Jahrzehnte hinweg in die Wiener Theaterseele gespielt. Am 12. Juni, einen Tag nach ihrem 94. Geburtstag, ist sie gestorben.
Ihr gelang als erster Frau in eine reine Männerdomäne einzudringen: in das Wiener Nachkriegskabarett. Dort dominierten Karl Farkas und Ernst Waldbrunn die Bühnen, und Elfriede Ott schaffte es, mit diesen Titanen auf Augenhöhe zu spielen. Obwohl sie lange im ernsten Fach reüssieren wollte, machte sie eine Karriere in der Komödie und im Kabarett. Über das Burgtheater führte ihr Weg in das Theater in der Josefstadt, vor die Kamera und zu ihrer wichtigen Rolle als engagierte Nachwuchsförderin.
Alle Seiten des Wiener Temperaments abdeckend, brillierte „die Ott“ - wie sie von ihren Bewunderern liebevoll genannt wurde - in Kultserien wie „Die liebe Familie“ oder österreichischen Filmklassikern, wie zuletzt „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“ aus dem Jahr 2010. Nach und nach wurde sie zu einer Publikumsikone mit einer bis zuletzt großen Fangemeinde.
Dieser Nachruf behandelt auch ihr großes Trauma: im Zweiten Weltkrieg fiel ihr Bruder, und als ihre Eltern beschlossen, zur Erholung zum Irrsee zu fahren, ereignete sich bei der Anreise ein tödlicher Eisenbahnunfall, bei dem ihr Vater ums Leben kam - er hatte versucht, sie vor einem heranfahrenden Zug von den Schienen zu stoßen. Elfriede Ott wurde im Leben wie auf der Bühne zur guten Seele, die die Welt um sie herum beglückte.
Ihr gelang als erster Frau in eine reine Männerdomäne einzudringen: in das Wiener Nachkriegskabarett. Dort dominierten Karl Farkas und Ernst Waldbrunn die Bühnen, und Elfriede Ott schaffte es, mit diesen Titanen auf Augenhöhe zu spielen. Obwohl sie lange im ernsten Fach reüssieren wollte, machte sie eine Karriere in der Komödie und im Kabarett. Über das Burgtheater führte ihr Weg in das Theater in der Josefstadt, vor die Kamera und zu ihrer wichtigen Rolle als engagierte Nachwuchsförderin.
Alle Seiten des Wiener Temperaments abdeckend, brillierte „die Ott“ - wie sie von ihren Bewunderern liebevoll genannt wurde - in Kultserien wie „Die liebe Familie“ oder österreichischen Filmklassikern, wie zuletzt „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“ aus dem Jahr 2010. Nach und nach wurde sie zu einer Publikumsikone mit einer bis zuletzt großen Fangemeinde.
Dieser Nachruf behandelt auch ihr großes Trauma: im Zweiten Weltkrieg fiel ihr Bruder, und als ihre Eltern beschlossen, zur Erholung zum Irrsee zu fahren, ereignete sich bei der Anreise ein tödlicher Eisenbahnunfall, bei dem ihr Vater ums Leben kam - er hatte versucht, sie vor einem heranfahrenden Zug von den Schienen zu stoßen. Elfriede Ott wurde im Leben wie auf der Bühne zur guten Seele, die die Welt um sie herum beglückte.