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Panzerschokolade - Crystal Meth bei der Wehrmacht

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks zeit.geschichte

Katalogzettel

Titel Panzerschokolade - Crystal Meth bei der Wehrmacht
Urheber/innen und Mitwirkende Pfeifer, Andreas [Moderation]
ORF 3 [Sendeanstalt]
Datum 2021.03.21 [Sendedatum]
2015 [Jahr des Copyright]
Schlagworte Gesellschaft ; Zweiter Weltkrieg ; Dokumentation ; Sucht ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-23535
Gesamtwerk/Reihe zeit.geschichte

Information

Inhalt

[Senderinformation] Durch eine Droge fühlten sich die Soldaten und Kommandanten der deutschen Wehrmacht unbesiegbar.

Drogen für den Sieg: 1940 galt das Metamphetamin Pervitin als Wunderwaffe für den „Blitzkrieg“. Einige Siege waren nötig, bis das Mittel dem Opium-Gesetz unterstellt wurde. In den Feldzügen der Wehrmacht 1939/40, deren enorm schneller Erfolg den Mythos vom „Blitzkrieg“ gebar, kämpften unzählige deutsche Soldaten unter Drogeneinfluss. Vor allem die Piloten und die Besatzungen gepanzerter Fahrzeuge, also die beiden Speerspitzen im „Gefecht der verbundenen Waffen“, nahmen chemische Hilfsmittel, die sie ganz offiziell von ihren Vorgesetzten bekamen.

Den Wehrmachtssoldaten wurde Pervetin verabreicht; schon bald wurden gesundheitliche Schäden bemerkbar.

Sie hießen „Stuka-“ oder „Göring-Pillen“ und „Panzerschokolade“, trugen den Markennamen Pervitin, enthielten aber vor allem eines: Metamphetamin. Also jenen synthetischen Wirkstoff, der heute als Crystal Meth bekannt ist. Da Pervitin im industriellen Maßstab und ganz offiziell von pharmazeutischen Fabriken hergestellt wurde, vor allem den Temmler-Werken, war es bedeutend reiner als die berüchtigte Szenedroge heute. Bis in die obersten Ränge der Wehrmacht galt das Mittel um die Jahreswende 1939/40 als Wunderwaffe. Walther von Brauchitsch, als Oberbefehlshaber des Heeres einer der vier höchsten Soldaten des Dritten Reiches, ordnete beispielsweise an: „Die Erfahrung des Polenfeldzuges hat gezeigt, dass in bestimmten Lagen der militärische Erfolg in entscheidender Weise von der Überwindung der Müdigkeit einer stark beanspruchten Truppe beeinflusst wird.“

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