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Gegen den Befehl - Zivilcourage am Ende des Zweiten Weltkriegs

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks zeit.geschichte

Katalogzettel

Titel Gegen den Befehl - Zivilcourage am Ende des Zweiten Weltkriegs
Urheber/innen und Mitwirkende ORF 3 [Sendeanstalt]
Datum 2021.05.08 [Sendedatum]
2020 [Jahr des Copyright]
Schlagworte Gesellschaft ; Dokumentation ; Zweiter Weltkrieg ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-24239
Gesamtwerk/Reihe zeit.geschichte

Information

Inhalt

[Senderinformation] Die zivile Ungehorsam einiger Weniger rettete Menschen das Leben und in einigen Fällen auch Einfluss auf den Verlauf der Geschichte.

Die ORF-III-Neuproduktion zeigt drei außergewöhnliche Ereignisse zu Ende des Zweiten Weltkriegs, die eines gemeinsam haben: zivilen Ungehorsam Einzelner, der da und dort über Leben und Tod entschied und in manchen Fällen auch über den weiteren Verlauf der Geschichte. Im Frühjahr 1945 dringen Alliierte Truppen auf weiter Front in das Gebiet des „Deutschen Reichs“ vor. Damit beginnt eine Phase, in der das nationalsozialistische Regime noch einmal die Gewalt eskalieren lässt. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs werden auch in Österreich noch zigtausende Menschen durch fanatische Nationalsozialisten ermordet: KZ-Häftlinge, Kriegsgefangene, Politische Gefangene, Deserteure, kriegsmüde Zivilisten und andere mehr.

Zwischen all den Verbrechen und Verbrechern der Kriegsendphase gibt es aber auch Menschen, die sich dem NS-Terror widersetzen. Am Hauptplatz von Amstetten sollten zu Kriegsende 15 abgestürzte Amerikaner zu Tode geprügelt werden. Die sogenannte „Amerikaner-Schlägerei von Amstetten“ wurde von Leopold Asböck - eigentlich Ortsgruppenleiter - gegen den Befehl des SS Kommandanten beendet und die Gefangenen gerettet.

Heinrich Leherbauer erlebte als 17-jähriger Luftschutzpolizist in Graz den Abschuss eines US-Piloten mit. Laut Weisung hätte der Pilot „auf der Flucht“ erschossen werden sollen. Sein Vater hat den gefangen genommenen Piloten aber freigelassen.

In den USA ist ein Ereignis unter dem Namen „The strangest Battle“ in die Geschichte eingegangen: auf Schloss Itter in Tirol fand eines der seltsamsten Gefechte der Endphase des Zweiten Weltkriegs statt. Ein Major der Deutschen Wehrmacht entschied sich, Einheiten der US-Armee zur Verteidigung des Schlosses gegen Angriffe der Waffen-SS zu bitten. Freund und Feind kämpften plötzlich Seite an Seite. Im Schloss waren bedeutende französische Politiker und Prominente gefangen, wie der ehemalige Premierminister Daladier oder die Schwester von Charles de Gaulle.

In der Dokumentation werden bis dato noch nie veröffentlichte historische Filmaufnahmen der US-Armee in Farbe gezeigt. Sie zeigen den Krieg eindringlich wie kaum ein anderes Zeitdokument. Expertinnen und Experten berichten von neuen Forschungsergebnissen nach jahrelangen Recherchen in verschiedenen Archiven und vor Ort. Und die vielleicht letzten Zeitzeugen erzählen von der Kriegsendphase, als das NS-Regime noch einmal zu Mordbefehlen aufrief.

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