Lust auf's Leben - Kultur aus allen Richtungen [2016.07.03]
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Katalogzettel
| Titel | Lust auf's Leben - Kultur aus allen Richtungen [2016.07.03] |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Huemer, Michael [Moderation]
ORF Radio Oberösterreich [Sendeanstalt] |
| Datum |
2016.07.03 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Musik ; U-Musik ; Radiosendung-Mitschnitt |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP2 [Dateiformat: MP2] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E53-01657 |
Information
Inhalt
[Senderinformation] Michael Huemer hat im Hörfunk-Archiv recherchiert und entdeckt, dass in den Jahren von 1970 bis 1978 eine Sendung mit dem Titel „Fremde unterwegs“ regelmäßig ausgestrahlt wurde. Einige Hörfunkbänder sind erhalten geblieben und stehen noch immer in den Regalen. Sie wurden vom damaligen Leiter der Unterhaltungsabteilung, Haymo Pockberger, produziert und präsentiert. Brigitte März machte sich in „Fremde unterwegs“ auf die Reise, gab sich als „Französin“ aus und befragte Einheimische in Österreich.
Es sind durchaus ernste Fragen, die die radebrechende französische Studentin den Passanten stellte, beispielsweise was ein „Einspänner“ oder ein „Sautanz“ ist, um was es sich bei einem „Gspritzen“ oder bei dem Wort „Schuhplatteln“ handelt. Und sie bekommt immer freundliche und durchaus recht eindrucksvolle Antworten.
Walter Netzsch
Walter Netzsch hat diese Statements der Einheimischen interpretiert und kommentiert. Er gehörte zu den bedeutendsten bayerischen Kabarettisten aus dem Bereich der Evangelischen Kirche und war einer der Begründer des „Kirchentags-Kabaretts“. 1946 kam er als Autor zum Bayerischen Rundfunk, wo er sich als Regisseur, Moderator und Schauspieler einen Namen machte. Der Querdenker Netzsch wurde als geistiger Sohn von Karl Valentin angesehen.
Brigitte März
Seine Partnerin Brigitte März liebte ebenso Nonsens. Ihre Spezialität waren Reportagen mit verstecktem Mikrophon. Gleich bei ihrer ersten Großreportage machte sie bittere Erfahrungen. Bei einem Beitrag zu der kritischen Sendung „Wie weit ist’s von der Hand in den Mund“ – hier ging es um Preisvergleiche – wurde sie im erstbesten Geschäft vor die Tür gesetzt. Sie hat mit Bauern und Einzelhändlern hitzige Debatten geführt, wobei ihr einige Male Prügel angeboten wurden. Die gebürtige Münchnerin ließ sich aber von derlei Widerständen nicht beirren.
Es sind durchaus ernste Fragen, die die radebrechende französische Studentin den Passanten stellte, beispielsweise was ein „Einspänner“ oder ein „Sautanz“ ist, um was es sich bei einem „Gspritzen“ oder bei dem Wort „Schuhplatteln“ handelt. Und sie bekommt immer freundliche und durchaus recht eindrucksvolle Antworten.
Walter Netzsch
Walter Netzsch hat diese Statements der Einheimischen interpretiert und kommentiert. Er gehörte zu den bedeutendsten bayerischen Kabarettisten aus dem Bereich der Evangelischen Kirche und war einer der Begründer des „Kirchentags-Kabaretts“. 1946 kam er als Autor zum Bayerischen Rundfunk, wo er sich als Regisseur, Moderator und Schauspieler einen Namen machte. Der Querdenker Netzsch wurde als geistiger Sohn von Karl Valentin angesehen.
Brigitte März
Seine Partnerin Brigitte März liebte ebenso Nonsens. Ihre Spezialität waren Reportagen mit verstecktem Mikrophon. Gleich bei ihrer ersten Großreportage machte sie bittere Erfahrungen. Bei einem Beitrag zu der kritischen Sendung „Wie weit ist’s von der Hand in den Mund“ – hier ging es um Preisvergleiche – wurde sie im erstbesten Geschäft vor die Tür gesetzt. Sie hat mit Bauern und Einzelhändlern hitzige Debatten geführt, wobei ihr einige Male Prügel angeboten wurden. Die gebürtige Münchnerin ließ sich aber von derlei Widerständen nicht beirren.