Lust auf's Leben - Kultur aus allen Richtungen [2016.08.07]
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Katalogzettel
| Titel | Lust auf's Leben - Kultur aus allen Richtungen [2016.08.07] |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Huemer, Michael [Moderation]
ORF Radio Oberösterreich [Sendeanstalt] |
| Datum |
2016.08.07 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Musik ; U-Musik ; Politische Musik ; Radiosendung-Mitschnitt |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP2 [Dateiformat: MP2] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E53-01684 |
Information
Inhalt
[Senderinformation] Sommerreprisen in „Lust aufs Leben“
Im Rahmen der Reihe „Lust aufs Leben Sommerreprisen“ werden an vier Augustsonntagen Produktionen wiederholt, die bei den Hörern das meiste Echo gefunden haben. Die erste Sendung passt noch zur Fußball-EM: Ungewöhnliches von und über Nationalhymnen.
Die erste Sommerreprise beschäftigt sich mit der vor einem Monat zu Ende gegangenen Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich.
Fußballweltmeisterschaft 2010, es ist Montag, der 14. Juni, 20.30 Uhr, Kapstadt, Südafrika, Green-Point-Stadion, 64.000 Zuschauer, ausverkauft. Der italienische Nationaltorhüter Gianluigi Buffon schließt die Augen, wirft den Kopf nach hinten und schreit in den Nachthimmel, er sei bereit für den Tod.
Keiner singt sie so laut wie Gigi Buffon und oft ist er aus dem Takt. Er trifft auch nicht immer den richtigen Ton. Italiens Goalie singt die italienische Nationalhymne so, wie wenn es das letzte Mal wäre. Man spürt, wie sehr sein Herz für Italien blutet. Er singt seine Teamkollegen an die Wand. Jeder italienische Heldentenor würde ihn dabei um die gigantische Bühne beneiden. Im Stadion und weltweit werden die italienischen Tifosi aufstehen und mitsingen. „Fratelli d’Italia“ – „Brüder Italiens“ – so heißt die italienische Nationalhymne.
Es gibt freilich länderspezifische Besonderheiten beim Abspielen einer Nationalhymne. So wird zum Beispiel in den Vereinigten Staaten und in mittel- und südamerikanischen Ländern die rechte Hand aufs Herz gelegt. So wird es kaum am 18. August 1969 gewesen sein. Beim Woodstock-Festival verzögert sich witterungsbedingt der Auftritt der Band Gypsy Sun & Rainbows. Die Musiker treten erst am frühen Montagmorgen auf, als das Festival eigentlich schon vorbei sein sollte. Von den 500.000 Besuchern waren zu diesem Zeitpunkt gerade noch rund 25.000 anwesend.
Der Gitarrist Jimi Hendrix intoniert die amerikanische Nationalhymne „The Star-Spangled Banner“. Durch seine Spieltechnik und den Einsatz von Effekten verfremdet er sie derart, daß zwischen den bekannten Motiven der Hymne auch Kriegsszenen hörbar werden, Maschinengewehrsalven, Fliegerangriffe und Geschosseinschläge. Es war seine persönliche akustische Stellungnahme, sein musikalischer Protest zum Kriegsgeschehen in Vietnam.
Engländer schrieb die Hymne der USA
The „Star-Spangled Banner“, auf Deutsch „Das sternenbesetzte Banner“ ist seit 1931 die offizielle Hymne der Vereinigten Staaten. Sie stammt eigentlich von einem Engländer, John Stafford Smith, der das populäre englische Trinklied um 1800 geschrieben hat. Bei offiziellen Anlässen wird normalerweise nur die erste Strophe gesungen, die dritte und vierte Strophe werden wegen ihrer stark antibritischen Tendenz nicht zur Nationalhymne gezählt. Neben der Originalversion gibt es an die 400 Bearbeitungen.
Nationalhymnen sind Lieder, Gesänge, Märsche oder Musikstücke eines Staates, mit dem er sich zu besonderen Anlässen präsentiert. Sie bilden eine Einheit von Sprache und Musik, Text und Melodie. In der Regel hat das musikalisch-rhythmische Element das Übergewicht. Warum? Es prägt sich beim Abspielen oder Singen am stärksten ein. Es hat den höchsten Wiedererkennungswert und vor allem erzeugt es jene Stimmungen und Emotionen, von denen das patriotische Ritual der Nationalhymne lebt.
Es wird an nationalen Gedenktagen, bei Staatsbesuchen zelebriert, heute besonders gern bei Sportveranstaltungen und Siegerehrungen. Solche symbolischen Akte dienen dazu, Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit erlebbar zu machen, Gefühle des Stolzes, aber auch der Opferbereitschaft zu wecken.
Verfassungsrechtlicher Rang
Nationalhymnen haben häufig verfassungsrechtlichen Rang und spielen so eine ähnliche Rolle wie die Staatsflaggen. Ihre Texte enthalten oft politische Lyrik. Wie diese will sie aufrütteln, Bekenntnis ablegen, die eigene Sache preisen und sie kann kämpferisch klingen. Als Beispiel mag die „Marseillaise“ dienen, sie ist die Nationalhymne Frankreichs seit 1795. Text und Musik stammen von Claude Joseph Rouget de l’Isle. Er war Hauptmann in einem Pionierkorps.
Er verfasste die Marseillaise in der Nacht vom 24. auf den 25. April 1792, als sich Franz II. von Österreich und Friedrich Wilhelm II. von Preußen verbündeten. Frankreich erklärte darauf den beiden den Krieg. Mit großer Geschwindigkeit verbreitete sich das Lied über das ganze Land, vor allem nach Süden und als ein Freiwilligenbataillon von Paris nach Marseille verlegt wurde, erhielt es seinen heutigen Namen.
Religiös-feierlich mit Heimatbezug
Eine weitere Gruppe von Nationalhymnen läßt sich zusammenfassen, die sich durch einen ausgeprägten sakralen, choralartigen Charakter auszeichnen. Sie klingen religiös-feierlich und haben heimatverklärende Texte. Dazu gehört der „Schweizerpsalm“, die Hymne unseres Nachbarlandes. Das Lied ist übrigens sowohl in den evangelischen als auch katholischen Gesangsbüchern des Landes abgedruckt. Das getragene Lied lobt vor allem die Naturschönheiten der Schweiz.
Ähnlich im Stil die Hymne der tschechischen Republik. Auch sie preist die Schönheit der Heimat und die Liebe zum Vaterland. Sie hat den Titel „Kde domov muj“, „Wo ist mein Heimatland“, Frantisek Jan Skroup hat sie komponiert. Die tschechoslowakische Staatshymne entstand durch die Verbindung eines tschechischen und eines slowakischen Liedes. Beide Lieder wurden mit der Teilung der Tschechoslowakei im Jänner 1993 wieder voneinander getrennt, um als Nationalhymnen zweier souveräner Staaten weiter zu leben. Alexander Moyzes ist der Komponist der Hymne der slowakischen Republik.
Die „Internationale“
In einer Hymnensendung darf sie einfach nicht fehlen. „Die Internationale“. Sie ist ja eigentlich keine Hymne, sondern ein Kampflied, ein Arbeiterlied der sozialistischen Arbeiterbewegung. Sie sieht sich ideologisch dem proletarischen Internationalismus verpflichtet und wurde von der Sowjetunion bis 1943 als Nationalhymne benutzt. Der ursprünglich französische Text stammt von Eugène Pottier, einem Dichter, der ihn unmittelbar nach der gewaltsamen Niederschlagung der Pariser Kommune 1871 schrieb. Die Melodie des Liedes komponierte der Belgier Pierre Degeyter 17 Jahre später.
Die Internationale gilt weltweit als Hymne des Sozialismus und Kommunismus und wurde in die meisten Sprachen der Welt übersetzt. In einigen kommunistisch regierten Staaten nahm sie einen gleichrangigen Platz wie die jeweilige Nationalhymne ein, wie zum Beispiel in der ehemaligen DDR. Degeyter hat davon nichts gehabt, er hatte sich sein Urheberrecht nicht sichern lassen.
Hymnen ohne Text
Es gibt auch Nationalhymnen, die offiziell keinen Text haben. Dazu gehören der Zwergstaat San Marino innerhalb des italienisches Staatsgebietes, Bosnien-Herzegowina, das 1992 aus dem Staatsverband Jugoslawien ausgetreten war und Spanien. „Marcha real“ – „Königlicher Marsch“ ist der Titel der spanischen Hymne, die zu den ältesten in Europa zählt. Inoffiziell wurde dem Marsch häufig ein Text unterlegt, der oft große Popularität erlangte. Zuletzt wurde im Januar 2008 ein Text vorgestellt, der das Ergebnis eines Wettbewerbes des spanischen Nationalen Olympischen Komitees war. Anlass für den Wettbewerb war, daß das NOK der Meinung war, die Fußballer müssten vor einem Spiel die Hymne mitsingen können. Das können sich die weiterhin ersparen, aufgrund weitgehend negativer Reaktionen in Politik und Öffentlichkeit wurde dieser Vorschlag nach wenigen Tagen diskret zurückgezogen.
Eine Nationalhymne wird offiziell nie mehr zu hören sein: die der Deutschen Demokratischen Republik, die es seit der Wiedervereinigung mit der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr gibt. Der Text der Hymne stammt von Johannes Becher. Ihm lag daran, eine volksliedhafte „Friedenshymne“ zu dichten, die „von allen Schichten unseres Volkes mit leidenschaftlicher Anteilnahme gesungen werden konnte und auch die deutschen Menschen, die im Westen wohnen“ ansprechen sollte. Genannt hat er das Lied „Auferstanden aus Ruinen“. Die Melodie hingegen komponierte der Österreicher Hanns Eisler.
Im Rahmen der Reihe „Lust aufs Leben Sommerreprisen“ werden an vier Augustsonntagen Produktionen wiederholt, die bei den Hörern das meiste Echo gefunden haben. Die erste Sendung passt noch zur Fußball-EM: Ungewöhnliches von und über Nationalhymnen.
Die erste Sommerreprise beschäftigt sich mit der vor einem Monat zu Ende gegangenen Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich.
Fußballweltmeisterschaft 2010, es ist Montag, der 14. Juni, 20.30 Uhr, Kapstadt, Südafrika, Green-Point-Stadion, 64.000 Zuschauer, ausverkauft. Der italienische Nationaltorhüter Gianluigi Buffon schließt die Augen, wirft den Kopf nach hinten und schreit in den Nachthimmel, er sei bereit für den Tod.
Keiner singt sie so laut wie Gigi Buffon und oft ist er aus dem Takt. Er trifft auch nicht immer den richtigen Ton. Italiens Goalie singt die italienische Nationalhymne so, wie wenn es das letzte Mal wäre. Man spürt, wie sehr sein Herz für Italien blutet. Er singt seine Teamkollegen an die Wand. Jeder italienische Heldentenor würde ihn dabei um die gigantische Bühne beneiden. Im Stadion und weltweit werden die italienischen Tifosi aufstehen und mitsingen. „Fratelli d’Italia“ – „Brüder Italiens“ – so heißt die italienische Nationalhymne.
Es gibt freilich länderspezifische Besonderheiten beim Abspielen einer Nationalhymne. So wird zum Beispiel in den Vereinigten Staaten und in mittel- und südamerikanischen Ländern die rechte Hand aufs Herz gelegt. So wird es kaum am 18. August 1969 gewesen sein. Beim Woodstock-Festival verzögert sich witterungsbedingt der Auftritt der Band Gypsy Sun & Rainbows. Die Musiker treten erst am frühen Montagmorgen auf, als das Festival eigentlich schon vorbei sein sollte. Von den 500.000 Besuchern waren zu diesem Zeitpunkt gerade noch rund 25.000 anwesend.
Der Gitarrist Jimi Hendrix intoniert die amerikanische Nationalhymne „The Star-Spangled Banner“. Durch seine Spieltechnik und den Einsatz von Effekten verfremdet er sie derart, daß zwischen den bekannten Motiven der Hymne auch Kriegsszenen hörbar werden, Maschinengewehrsalven, Fliegerangriffe und Geschosseinschläge. Es war seine persönliche akustische Stellungnahme, sein musikalischer Protest zum Kriegsgeschehen in Vietnam.
Engländer schrieb die Hymne der USA
The „Star-Spangled Banner“, auf Deutsch „Das sternenbesetzte Banner“ ist seit 1931 die offizielle Hymne der Vereinigten Staaten. Sie stammt eigentlich von einem Engländer, John Stafford Smith, der das populäre englische Trinklied um 1800 geschrieben hat. Bei offiziellen Anlässen wird normalerweise nur die erste Strophe gesungen, die dritte und vierte Strophe werden wegen ihrer stark antibritischen Tendenz nicht zur Nationalhymne gezählt. Neben der Originalversion gibt es an die 400 Bearbeitungen.
Nationalhymnen sind Lieder, Gesänge, Märsche oder Musikstücke eines Staates, mit dem er sich zu besonderen Anlässen präsentiert. Sie bilden eine Einheit von Sprache und Musik, Text und Melodie. In der Regel hat das musikalisch-rhythmische Element das Übergewicht. Warum? Es prägt sich beim Abspielen oder Singen am stärksten ein. Es hat den höchsten Wiedererkennungswert und vor allem erzeugt es jene Stimmungen und Emotionen, von denen das patriotische Ritual der Nationalhymne lebt.
Es wird an nationalen Gedenktagen, bei Staatsbesuchen zelebriert, heute besonders gern bei Sportveranstaltungen und Siegerehrungen. Solche symbolischen Akte dienen dazu, Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit erlebbar zu machen, Gefühle des Stolzes, aber auch der Opferbereitschaft zu wecken.
Verfassungsrechtlicher Rang
Nationalhymnen haben häufig verfassungsrechtlichen Rang und spielen so eine ähnliche Rolle wie die Staatsflaggen. Ihre Texte enthalten oft politische Lyrik. Wie diese will sie aufrütteln, Bekenntnis ablegen, die eigene Sache preisen und sie kann kämpferisch klingen. Als Beispiel mag die „Marseillaise“ dienen, sie ist die Nationalhymne Frankreichs seit 1795. Text und Musik stammen von Claude Joseph Rouget de l’Isle. Er war Hauptmann in einem Pionierkorps.
Er verfasste die Marseillaise in der Nacht vom 24. auf den 25. April 1792, als sich Franz II. von Österreich und Friedrich Wilhelm II. von Preußen verbündeten. Frankreich erklärte darauf den beiden den Krieg. Mit großer Geschwindigkeit verbreitete sich das Lied über das ganze Land, vor allem nach Süden und als ein Freiwilligenbataillon von Paris nach Marseille verlegt wurde, erhielt es seinen heutigen Namen.
Religiös-feierlich mit Heimatbezug
Eine weitere Gruppe von Nationalhymnen läßt sich zusammenfassen, die sich durch einen ausgeprägten sakralen, choralartigen Charakter auszeichnen. Sie klingen religiös-feierlich und haben heimatverklärende Texte. Dazu gehört der „Schweizerpsalm“, die Hymne unseres Nachbarlandes. Das Lied ist übrigens sowohl in den evangelischen als auch katholischen Gesangsbüchern des Landes abgedruckt. Das getragene Lied lobt vor allem die Naturschönheiten der Schweiz.
Ähnlich im Stil die Hymne der tschechischen Republik. Auch sie preist die Schönheit der Heimat und die Liebe zum Vaterland. Sie hat den Titel „Kde domov muj“, „Wo ist mein Heimatland“, Frantisek Jan Skroup hat sie komponiert. Die tschechoslowakische Staatshymne entstand durch die Verbindung eines tschechischen und eines slowakischen Liedes. Beide Lieder wurden mit der Teilung der Tschechoslowakei im Jänner 1993 wieder voneinander getrennt, um als Nationalhymnen zweier souveräner Staaten weiter zu leben. Alexander Moyzes ist der Komponist der Hymne der slowakischen Republik.
Die „Internationale“
In einer Hymnensendung darf sie einfach nicht fehlen. „Die Internationale“. Sie ist ja eigentlich keine Hymne, sondern ein Kampflied, ein Arbeiterlied der sozialistischen Arbeiterbewegung. Sie sieht sich ideologisch dem proletarischen Internationalismus verpflichtet und wurde von der Sowjetunion bis 1943 als Nationalhymne benutzt. Der ursprünglich französische Text stammt von Eugène Pottier, einem Dichter, der ihn unmittelbar nach der gewaltsamen Niederschlagung der Pariser Kommune 1871 schrieb. Die Melodie des Liedes komponierte der Belgier Pierre Degeyter 17 Jahre später.
Die Internationale gilt weltweit als Hymne des Sozialismus und Kommunismus und wurde in die meisten Sprachen der Welt übersetzt. In einigen kommunistisch regierten Staaten nahm sie einen gleichrangigen Platz wie die jeweilige Nationalhymne ein, wie zum Beispiel in der ehemaligen DDR. Degeyter hat davon nichts gehabt, er hatte sich sein Urheberrecht nicht sichern lassen.
Hymnen ohne Text
Es gibt auch Nationalhymnen, die offiziell keinen Text haben. Dazu gehören der Zwergstaat San Marino innerhalb des italienisches Staatsgebietes, Bosnien-Herzegowina, das 1992 aus dem Staatsverband Jugoslawien ausgetreten war und Spanien. „Marcha real“ – „Königlicher Marsch“ ist der Titel der spanischen Hymne, die zu den ältesten in Europa zählt. Inoffiziell wurde dem Marsch häufig ein Text unterlegt, der oft große Popularität erlangte. Zuletzt wurde im Januar 2008 ein Text vorgestellt, der das Ergebnis eines Wettbewerbes des spanischen Nationalen Olympischen Komitees war. Anlass für den Wettbewerb war, daß das NOK der Meinung war, die Fußballer müssten vor einem Spiel die Hymne mitsingen können. Das können sich die weiterhin ersparen, aufgrund weitgehend negativer Reaktionen in Politik und Öffentlichkeit wurde dieser Vorschlag nach wenigen Tagen diskret zurückgezogen.
Eine Nationalhymne wird offiziell nie mehr zu hören sein: die der Deutschen Demokratischen Republik, die es seit der Wiedervereinigung mit der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr gibt. Der Text der Hymne stammt von Johannes Becher. Ihm lag daran, eine volksliedhafte „Friedenshymne“ zu dichten, die „von allen Schichten unseres Volkes mit leidenschaftlicher Anteilnahme gesungen werden konnte und auch die deutschen Menschen, die im Westen wohnen“ ansprechen sollte. Genannt hat er das Lied „Auferstanden aus Ruinen“. Die Melodie hingegen komponierte der Österreicher Hanns Eisler.