Verklärte Nacht op. 4 [Beginn]
Katalogzettel
| Titel | Verklärte Nacht op. 4 [Beginn] |
| Spieldauer | 00:04:20 |
| Urheber/innen |
Schönberg, Arnold [Komponist/in]
[GND]
|
| Mitwirkende |
Schönberg, Arnold [Dirigent]
[GND
]
Staatskapelle Berlin [Orchester] |
| Datum |
1928 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Berlin, Studio Ultraphon AG / Studio at Ultraphon AG [Ortsbezug]
|
| Schlagworte | Musik ; E-Musik ; Unveröffentlichte Aufnahme |
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20. Jahrhundert - 20er Jahre
|
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| Typ | audio |
| Format |
SCS [Schallplatte, Schellack] |
| Sprache |
Deutsch |
| Link |
Verklärte Nacht op. 4 auf der Website des Arnold Schönberg Center |
| Signatur | Österreichische Mediathek, e11-00197_b01_k02 |
| Medienart | Mp3-Audiodatei |
Brief. Arnold Schönberg Center, CC BY-SA 3.0 AT
Information
Inhalt
Im August 1925 wurde die Deutsche Ultraphon AG in Berlin Lichtenberg gegründet, die sich auf den Vertrieb von Grammophonen und Radios spezialisierte. Arnold Schönberg war von der Qualität eines Abspielgerätes, das man ihm zur Verfügung gestellt hatte, beeindruckt: „Der Apparat ist wirklich ganz ausgezeichnet. Man kann wirklich alles sehr deutlich und schön hören und ich kann das deswegen vergleichen, weil ich einige Stücke zuerst auf einem anderen Apparat und dann auf dem Ihrigen gehört habe: der Unterschied ist kaum zu glauben.“ (Brief vom 4. Dezember 1929) Darüber hinaus baute die Ultraphon eine Aufnahmeabteilung auf, die mit Künstler:innen wie Marlene Dietrich und Erich Kleiber zusammenarbeitete. Schönberg wurde für eine Produktion der „Verklärten Nacht“ op. 4 mit der Staatskapelle Berlin unter Vertrag genommen. 1928 erfolgte in einem ehemaligen Tanzsaal die Aufnahme der ersten 200 Takte. Rechtliche Probleme seitens des Orchesters verhinderten den Abschluss des Projekts, sodass Schönberg lediglich drei Probe-Platten mit dem bereits produzierten Abschnitt erhielt.
Bereits in den ersten Takten der Aufnahme überrascht Schönbergs nach heutigen Maßstäben ungewöhnlich langsames Tempo. Das tiefe d in den tiefen Streichern wird bei jeder Wiederholung verändert artikuliert. Sein starkes Rubato dient allerdings keiner subjektiven Gefühlsästhetik, sondern der Hervorhebung struktureller Ankerpunkte. Für Hörende ergibt diese Interpretationspraxis gleichwohl einen ausgesprochen expressiv wirkenden Gesamteindruck. (Text: Arnold Schönberg Center)
Bereits in den ersten Takten der Aufnahme überrascht Schönbergs nach heutigen Maßstäben ungewöhnlich langsames Tempo. Das tiefe d in den tiefen Streichern wird bei jeder Wiederholung verändert artikuliert. Sein starkes Rubato dient allerdings keiner subjektiven Gefühlsästhetik, sondern der Hervorhebung struktureller Ankerpunkte. Für Hörende ergibt diese Interpretationspraxis gleichwohl einen ausgesprochen expressiv wirkenden Gesamteindruck. (Text: Arnold Schönberg Center)