Komödie der Eitelkeit
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Information
Inhalt
Der Ausrufer Wenzel Wondrak: Alfred Rupprecht ; Fräulein Mai: Doris Weiner ; Witwe Weihrauch: Hertha Schell ; Schwester Luise: Johanna Mertinz ; Barloch, Packer: Ronald Seboth ; Anna Barloch, seine Frau: Inge Altenburger ; Francois Fant, Sohn: Hannes Gastinger ; Franzl Nada, ein alter Dienstmann: Heinz Petters ; Franzi Nada, seine Schwester: Brigitte Swoboda ; Hedi: Elisabeth Gassner ; Fritz Schakerl, Lehrer: Toni Böhm ; Emilie Fant, Mutter: Elke Claudius ; Heinrich Föhn: Thomas Stolzeti ; Leda Frisch: Elfriede Schüsseleder ; Egon Kaldaun: Roger Murbach ; Lya, seine Frau: Brigitte Neumeister ; Marie, das Mädchen für alles: Viktoria Schubert ; Der Prediger Brosam: Robert Hauer-Riedl ; Therese Kreiss, Gemischtwarenhändlerin: Erika Mottl ; Milli Kreiss, ihre Tochter: Susanne Holl ; Fitz Held, Friseur: Erwin Ebenbauer ; Josef Garaus, Direktor: Peter Uray ; S. Bleiss: Manfred Jaksch ; Fußballspieler/Zeitungsjunge/Kaldauns Kind: Rafael Schuchter
[https://emmywerner.at/volkstheater/daten/eingang/index.html] Ein autoritäres Regime verbietet jede Abbildung des Menschen.
Auf den Besitz oder die Herstellung von Spiegeln, Fotos, Filmen und gemalten Portraits steht die Todesstrafe.
Elias Canetti entwirft eine Grundsituation und läßt Bühnenfiguren auf das Gedankenexperiment reagieren - von der volksfestartigen Bilderverbrennung bis zum langsam fortschreitenden Identitätsverlust, von der Fanatisierung einzelner Vertreter der neuen Heilslehre bis zu einem rege blühenden Schwarzmarkt.
Der Verlust des Spiegelbildes wird zum Symbol der Verhinderung von Selbstreflexion.
Der Versuch der gänzlichen Auslöschung des Individuums scheitert an der Gier des menschlichen Ich-Bewußtseins nach Bestätigung.
Canetti entnimmt die Kandidaten für sein philosophisches Experiment einer vertrauten Wiener Theatertradition von Nestroy, Kraus und Horváth. Seine Figuren sind der Querschnitt durch die Masse: es sind Bürger und Kleinbürger – Greißler, Friseure, Lehrer, Dienstleute, Hausangestellte.
Seine theatralischen Mittel sind die der Komödie und die der „akustischen Masken“, des Aufzeigens der jedem eigenen Sprache und Sprechweise.
Auf den Besitz oder die Herstellung von Spiegeln, Fotos, Filmen und gemalten Portraits steht die Todesstrafe.
Elias Canetti entwirft eine Grundsituation und läßt Bühnenfiguren auf das Gedankenexperiment reagieren - von der volksfestartigen Bilderverbrennung bis zum langsam fortschreitenden Identitätsverlust, von der Fanatisierung einzelner Vertreter der neuen Heilslehre bis zu einem rege blühenden Schwarzmarkt.
Der Verlust des Spiegelbildes wird zum Symbol der Verhinderung von Selbstreflexion.
Der Versuch der gänzlichen Auslöschung des Individuums scheitert an der Gier des menschlichen Ich-Bewußtseins nach Bestätigung.
Canetti entnimmt die Kandidaten für sein philosophisches Experiment einer vertrauten Wiener Theatertradition von Nestroy, Kraus und Horváth. Seine Figuren sind der Querschnitt durch die Masse: es sind Bürger und Kleinbürger – Greißler, Friseure, Lehrer, Dienstleute, Hausangestellte.
Seine theatralischen Mittel sind die der Komödie und die der „akustischen Masken“, des Aufzeigens der jedem eigenen Sprache und Sprechweise.
Sammlungsgeschichte
Anmerkungen zum Inhalt
Premiere war am [1999.05.02]