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Elfriede Jelinek - Ein Porträt

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Titel Elfriede Jelinek - Ein Porträt
Titelzusatz Kulturdoku
Urheber/innen und Mitwirkende Stadler, Clarissa [Moderation] [GND ]
Jelinek, Elfriede [Gefeierte Person] [GND ]
Schwarzer, Susanna [Gestaltung]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2021.11.18 [Sendedatum]
Schlagworte Kultur ; Kunstwissenschaft ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-25997

Information

Inhalt

[Senderinformation] Elfriede Jelinek ist die erste österreichische Schriftstellerin, die mit dem Literaturnobelpreis ausgezeichnet worden ist. Eine kompromisslose Künstlerin, die zeit ihres Lebens provoziert und polarisiert, die gnadenlos radikal über Sexualität, Gewalt, Massenkultur und den verdrängten Faschismus in Österreich schreibt. Für Literaturkritikerin Sigrid Löffler ist sie die „kälteste und erbarmungsloseste Moralistin, die Österreich je gegen sich aufgebracht hat“. Geboren am 20.Oktober 1946 in der Steiermark wird sie von der „dämonischen Mutter“ zum Wunderkind gedrillt. Mit drei Jahren lernt sie Ballett, mit sieben Geige, mit acht Klavier, mit dreizehn Orgel, nach der Matura bricht sie zusammen und beginnt zu schreiben.

Für sie eine Art Überlebensstrategie. Ihr erster Gedichtband „Lisas Schatten“ erscheint 1967, ihr erster Roman „wir sind lockvögel, baby“ 1970, das erste Theaterstück „Was geschah, nachdem Nora ihren Mann verlassen hat oder Stützen der Gesellschaft“ wird 1979 uraufgeführt.

Bis heute kommentiert Elfriede Jelinek literarisch die Missstände unserer Gesellschaft, sie mahnt, mischt sich ein und das mit einer einzigartigen Sprache, mit der sie jongliert, wie kaum eine andere. In ihren Texten verknüpft sie scheinbar spielerisch Sprichwörter, Werbeslogans und aktuelle Schlagzeilen, verwendet Umgangssprache und komponiert Wortbilder und neue Wortkreationen. „Die Kassandra der zeitgenössischen Literatur“, wie sie genannt wird, hat die Übertreibung perfektioniert, mit Zorn und Leidenschaft fordert sie die Welt heraus.

2004 verwies die Königlich-Schwedische Akademie in Stockholm in ihrer Begründung auf den „musikalischen Fluss von Stimmen und Gegenstimmen in ihren Dramen und Romanen“. Nach dem Nobelpreis hat sich Elfriede Jelinek fast vollständig aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Anlässlich ihres 75. Geburtstag sprechen jetzt u.a. Claus Peymann und Stefanie Reinsperger über die Ausnahmeliteratin.

Ein Versuch einer Annäherung an den Kosmos der Elfriede Jelinek von
Susanna Schwarzer.

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