Josef Hoffmann - Auf der Suche nach Schönheit
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Katalogzettel
| Titel | Josef Hoffmann - Auf der Suche nach Schönheit |
| Titelzusatz |
Kulturdoku |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Stadler, Clarissa [Moderation]
[GND
]
Hoffmann, Josef [GND ] ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2021.12.13 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Kultur ; Portrait ; Architektur ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-26615 |
Information
Inhalt
[Senderinformation] Raffiniertes Inventar und kühne Bauten, radikale Schlichtheit und verspielt Ziseliertes, revolutionärer Erneuerer von konservativer Weltsicht, bedingungsloser Ästhet, Bonvivant, die Wiener Secession und die Wiener Werkstätte, das Palais Stoclet und das Sanatorium Purkersdorf, „Quadratl“-Hoffmann, Universalgenie – denkt man an Josef Hoffmann mögen einem die Assoziationen kaum ausgehen. Heuer jährte sich sein Todestag zum 65. Mal. Das Wiener MAK richtet ihm ab Mitte Dezember die Schau „Josef Hoffmann. Fortschritt durch Schönheit“ aus. Vorab zeichnet Rudolf Klingohr in seinem Film „Josef Hoffmann - Auf der Suche nach Schönheit“ ein vielschichtiges Porträt des wegweisenden Architekten und Designers.
Die Schönheit hat ihre Konjunkturen. War sie in der Kunst lange verpönt, sagt man ihr nun ein Comeback nach. Für Josef Hoffmann war sie gar Triebfeder. Mit der Ästhetisierung des Alltags wollte er das Leben verbessern – nicht bedenkend, dass Schönheit auch Luxusgut ist. Seine Bauten, Designs und Entwürfe unterliegen allerdings scheinbar keiner Konjunktur – sie sind zeitlos. Wer etwa seiner Besteckentwürfe oder Möbel ansichtig wird, kann nur staunen, wie radikal modern sie geblieben sind.
Geboren wurde Josef Hoffmann in eine Bürgermeisterfamilie im mährischen Pirniz. 1892 beginnt er sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien in der Meisterklasse des Ringstraßenarchitekten Hasenauer, die von Otto Wagner übernommen wird. Ein Glücksfall für Josef Hoffmann: Wagner lehrt ihn den Mut sich selbst und stets Neues auszuprobieren, macht ihn zum Mitarbeiter in seinem Büro und hätte ihn gerne als Schwiegersohn.
Hoffmann verpflichtete sich der Idee des Gesamtkunstwerks, entwarf und gestaltete von Grund auf und bis ins kleinste Detail: Keine Bauaufgabe war ihm zu groß, kein Gebrauchsgegenstand zu klein. In seinem architektonischen Hauptwerk, dem für einen Brüsseler Industriellen erbauten Palais Stoclet, manifestiert sich dieses Credo in aller Virtuosität bis zum Exzess.
Von den Möbeln bis zum Briefpapier, von den Lampen bis zur Haarbürste war darin alles original und einzigartig gestaltet. Das Palais ist ein Monument der Wiener Werkstätte, jene Produktionsgemeinschaft, die Hoffmann 1903 gemeinsam mit Koloman Moser und dem Industriellen und Kunstmäzen Fritz Waerndorfer gründete und die zur wegweisenden Institution in Sachen Wiener Design wurde.
Rudolf Klingohr präsentiert in seinem Film neueste Erkenntnisse der Forschung und zeigt Highlights des umfangreichen Schaffens von Josef Hoffman. Die ehemaligen Räumlichkeiten der Wiener Werkstätte in der Neustiftgasse 32–34 im 7. Wiener Gemeindebezirk gehören genauso zu den Schauplätzen der Dokumentation wie die Villenkolonie auf der Hohen Warte mit der Villa Ast, die nach längerem Dornröschenschlaf derzeit restauriert wird.
Gezeigt wird außerdem sein Frühwerk in Niederösterreich: das Landhaus Paul Wittgenstein Senior, das Forstamt der Wittgensteinschen Forstverwaltung und die Waldkirche in St. Aegyd am Neuwalde, sein einziges sakrales Bauwerk.
Josef Hoffmann verschloss sich auch dem Industriedesign nicht. Neben den ÖBB stattete er die Stadt Wien mit öffentlichen Abfalleimern aus.
Die Schönheit hat ihre Konjunkturen. War sie in der Kunst lange verpönt, sagt man ihr nun ein Comeback nach. Für Josef Hoffmann war sie gar Triebfeder. Mit der Ästhetisierung des Alltags wollte er das Leben verbessern – nicht bedenkend, dass Schönheit auch Luxusgut ist. Seine Bauten, Designs und Entwürfe unterliegen allerdings scheinbar keiner Konjunktur – sie sind zeitlos. Wer etwa seiner Besteckentwürfe oder Möbel ansichtig wird, kann nur staunen, wie radikal modern sie geblieben sind.
Geboren wurde Josef Hoffmann in eine Bürgermeisterfamilie im mährischen Pirniz. 1892 beginnt er sein Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien in der Meisterklasse des Ringstraßenarchitekten Hasenauer, die von Otto Wagner übernommen wird. Ein Glücksfall für Josef Hoffmann: Wagner lehrt ihn den Mut sich selbst und stets Neues auszuprobieren, macht ihn zum Mitarbeiter in seinem Büro und hätte ihn gerne als Schwiegersohn.
Hoffmann verpflichtete sich der Idee des Gesamtkunstwerks, entwarf und gestaltete von Grund auf und bis ins kleinste Detail: Keine Bauaufgabe war ihm zu groß, kein Gebrauchsgegenstand zu klein. In seinem architektonischen Hauptwerk, dem für einen Brüsseler Industriellen erbauten Palais Stoclet, manifestiert sich dieses Credo in aller Virtuosität bis zum Exzess.
Von den Möbeln bis zum Briefpapier, von den Lampen bis zur Haarbürste war darin alles original und einzigartig gestaltet. Das Palais ist ein Monument der Wiener Werkstätte, jene Produktionsgemeinschaft, die Hoffmann 1903 gemeinsam mit Koloman Moser und dem Industriellen und Kunstmäzen Fritz Waerndorfer gründete und die zur wegweisenden Institution in Sachen Wiener Design wurde.
Rudolf Klingohr präsentiert in seinem Film neueste Erkenntnisse der Forschung und zeigt Highlights des umfangreichen Schaffens von Josef Hoffman. Die ehemaligen Räumlichkeiten der Wiener Werkstätte in der Neustiftgasse 32–34 im 7. Wiener Gemeindebezirk gehören genauso zu den Schauplätzen der Dokumentation wie die Villenkolonie auf der Hohen Warte mit der Villa Ast, die nach längerem Dornröschenschlaf derzeit restauriert wird.
Gezeigt wird außerdem sein Frühwerk in Niederösterreich: das Landhaus Paul Wittgenstein Senior, das Forstamt der Wittgensteinschen Forstverwaltung und die Waldkirche in St. Aegyd am Neuwalde, sein einziges sakrales Bauwerk.
Josef Hoffmann verschloss sich auch dem Industriedesign nicht. Neben den ÖBB stattete er die Stadt Wien mit öffentlichen Abfalleimern aus.