Atlantis in den Hallen
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Katalogzettel
| Titel | Atlantis in den Hallen |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Grützbach, Frank
Grützbach, Frank [Regie] Bock, Curt Böll, Clemens Böll, Victor Brundiers, Ludwig Gaus, Werner Göhnermeier, Lutz Gonschior, Simone Hagen, Jens Hellenkenper, Nina Henke, Rolf Hillebrand, Karl-Heinz Kahlenborn, Michael Kamps, Johann M. Klenke, Klaus Korp, Christian Krietsch, Hans Joachim [GND ] Kromer, Mechthild Künster, Hans Kurnoth, Aggi Mayen, Gerd [GND ] Mück, Ferdinand Neuneier, Peter Pachl, Heinrich Postel, Sabine [GND ] Pragua, Christoph Rackel, Achim Rosenbaum, Uwe Rogler, Richard Rupp, Klaus Schieffer, Anton Santoro, Cosima Schulat, Reinhart [GND ] Schultes, Wilhelm Schürmann, Oswin Urbanek, Heinz Vogel, Martin M. WDR [Produzent] |
| Datum |
1981.05.19 |
| Schlagworte | Literatur ; Hörspiel ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung] |
| Signatur | 9-24730 |
Information
Inhalt
Teil der Sammlung Franz Hiesel
In einer großen Stadt steht eine alte geräumte Fabrik, die nur noch ihr Grundstück wert ist und nun abgerissen werden soll. Doch am Abend vor dem Abriß wird die Fabrik von mehreren hundert jungen Leuten besetzt. Der Behördenapparat reagiert sofort: Der Strom wird abgestellt, die Polizei verschafft sich geheimes Kartenmaterial über das Sanierungsgelände, Hundertschaften fahren auf, umstellen das Gebäude, warten vergeblich auf ihren Einsatz, oberservieren, filmen, während Parteipolitiker noch schwanken, welcher Seite ihre Sympathien gelten sollen und Abrißunternehmer um ihre Pfründe fürchten. Das Geschehen ist geprägt von Unsicherheit, gleicht einem Chaos, das zu durchschauen unmöglich scheint. Diesem Zustand entspricht die dramaturgische Form, die der Autor für sein Hörspiel gefunden hat: Sämtliche Dialoge bestehen aus Telefonaten und Funksprüchen in raschem Wechsel. Sichtbar werden die unterschiedlichen Interessenlagen, alle Beteiligten wittern Geld oder Macht oder die Chance auf Bestätigung. Einige Figuren werden deutlich in ihren Charakteren und in ihrem Handeln verfolgt, andere bleiben Protagonisten in einem dubiosen Machtspiel, das keiner beherrscht und doch vielen zum Nachteil wird. Die anschließende Diskussion wird die Frage nach der Besetzung als Mittel der politischen Auseinandersetzung aufwerfen und vor allem auf das Geschehen um die Stollwerk-Fabrik in Köln eingehen, das als Vorbild für dieses Hörspiel gelten kann.