Ende der Wende?
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Katalogzettel
| Titel | Ende der Wende? |
| Titelzusatz |
Dok1 |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Settele, Hanno [Reporter/in]
[GND
]
ORF 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2022.11.02 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Dokumentation ; fossile Energieträger ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-29730 |
Information
Inhalt
[Senderinformatio] Kommt das Ende der Energiewende noch bevor sie überhaupt richtig begonnen hat?
Verheissungsvoll klingt es: “Europa wird klimaneutral!” Von nachhaltigen Energiequellen befeuert, will der reichste und wohlhabendste Kontinent der Erde in Zukunft Vorbild und Vorreiter für den gesamten Planeten sein.
Peter Hinterhoger ist einer der letzten Kohlenhändler in Wien. Er steht mit einem Lastenfahrzeug vor seinem Geschäft. Als Aufdruck ist zu lesen: Kohlen, Holz und Heizöl. Mittlerweile verkauft er mehr Holz als Kohle.
Nachhaltig müssen sie sein, die Energiequellen der Zukunft, heisst es unisono aus Wien, Berlin und Brüssel. Jedenfalls CO2-neutral. Spätestens 2040 solle es in der EU soweit sein: Keine fossilen Brennstoffe mehr.
Mitten in diesem langwierigen Prozess dreht Russlands Präsident Vladimir Putin nun das konkurrenzlos billige russische Gas ab. Jenes Gas, mit dem Millionen von europäischen Wohnungen und Häusern seit vielen Jahren im Winter geheizt und im Sommer gekühlt wurden. Jenes konkurrenzlos billige russische Gas, auf dessen Kleinstpreisen zig-tausende österreichische Betriebe in allen Größen seit vielen Jahren ihre Business-Pläne aufbauen.
Putin weiss um seine Macht: 45 Prozent der europäischen Gas-Importe stammen aus Russland. Das ist nun Geschichte - aber: Was jetzt?
Wird uns Putins Taktik, fossile Energiequellen als Kriegs-Waffe zu verwenden, von unseren ambitionierten Plänen zur Eindämmung des Klimawandels abbringen? Bedeutet der von Vladimir Putin einseitig verordnete kalte Entzug vom Gas gar das Ende der europäischen Energiewende? Oder könnte der russische Autokrat seine Rechnung ohne den Wirt gemacht haben, und seine unverhohlenen Drohungen Europas mühsamen Weg aus der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern sogar beschleunigen?
Verheissungsvoll klingt es: “Europa wird klimaneutral!” Von nachhaltigen Energiequellen befeuert, will der reichste und wohlhabendste Kontinent der Erde in Zukunft Vorbild und Vorreiter für den gesamten Planeten sein.
Peter Hinterhoger ist einer der letzten Kohlenhändler in Wien. Er steht mit einem Lastenfahrzeug vor seinem Geschäft. Als Aufdruck ist zu lesen: Kohlen, Holz und Heizöl. Mittlerweile verkauft er mehr Holz als Kohle.
Nachhaltig müssen sie sein, die Energiequellen der Zukunft, heisst es unisono aus Wien, Berlin und Brüssel. Jedenfalls CO2-neutral. Spätestens 2040 solle es in der EU soweit sein: Keine fossilen Brennstoffe mehr.
Mitten in diesem langwierigen Prozess dreht Russlands Präsident Vladimir Putin nun das konkurrenzlos billige russische Gas ab. Jenes Gas, mit dem Millionen von europäischen Wohnungen und Häusern seit vielen Jahren im Winter geheizt und im Sommer gekühlt wurden. Jenes konkurrenzlos billige russische Gas, auf dessen Kleinstpreisen zig-tausende österreichische Betriebe in allen Größen seit vielen Jahren ihre Business-Pläne aufbauen.
Putin weiss um seine Macht: 45 Prozent der europäischen Gas-Importe stammen aus Russland. Das ist nun Geschichte - aber: Was jetzt?
Wird uns Putins Taktik, fossile Energiequellen als Kriegs-Waffe zu verwenden, von unseren ambitionierten Plänen zur Eindämmung des Klimawandels abbringen? Bedeutet der von Vladimir Putin einseitig verordnete kalte Entzug vom Gas gar das Ende der europäischen Energiewende? Oder könnte der russische Autokrat seine Rechnung ohne den Wirt gemacht haben, und seine unverhohlenen Drohungen Europas mühsamen Weg aus der Abhängigkeit von fossilen Energieträgern sogar beschleunigen?