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Wilder Wolf, gefräßiger Otter: Zu viel Schutz für Räuber?

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Talk im Hangar-7

Katalogzettel

Titel Wilder Wolf, gefräßiger Otter: Zu viel Schutz für Räuber?
Urheber/innen und Mitwirkende Fleischhacker, Michael [Diskussionsleiter/in] [GND ]
Servus TV [Sendeanstalt]
Datum 2022.11.03 [Sendedatum]
Schlagworte Politik Österreich ; Diskussion ; Tiere ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-29877
Gesamtwerk/Reihe Talk im Hangar-7

Information

Inhalt

[Senderinformation] Der Wolf steht in Österreich seit rund 50 Jahren unter strengem Schutz – eine Regelung, gegen die sich zunehmend Widerstand formiert. Denn das Raubtier jagt immer öfter auf Almen und in der Nähe von Siedlungen, über 600 Nutztiere sind ihm heuer bereits zum Opfer gefallen. Besonders in Tirol und Kärnten liegen die Nerven der Schafbauern mittlerweile blank, bei einer groß angelegten Protestaktion gegen die aktuelle Wolfspolitik in Lienz war am Wochenende sogar von „Wolfsterror“ die Rede.

Wenig Freunde hat sich zuletzt auch der Fischotter gemacht. Angler und Fischzüchter machen das Raubtier für den schwindenden Bestand heimischer Fische in Flüssen und Teichen verantwortlich. Während ein gezielter Abschuss dieser und weiterer geschützter Tierarten heftig diskutiert wird, bescheinigt eine aktuelle Studie Österreich schwere Versäumnisse beim Artenschutz und warnt vor verheerenden Folgen. Wie umgehen mit Wolf, Fischotter und Biber, die mittlerweile Landwirtschaft und Tourismus bedrohen? Sind manche Tierarten schützenswerter als andere? Oder fehlt gewissen Arten einfach die Lobby? Und was tun, wenn Artenschutz wichtige Infrastruktur-Projekte blockiert? Die Gäste bei Michael Fleischhacker: Der Tiroler Schafbauer Hermann Hammerl berichtet von einer starken Zunahme von Wolfsrissen – Wölfe würden mittlerweile bereits in der Nähe von Siedlungen und Spielplätzen gesichtet. Der Unternehmer und Naturfreund Peter Schröcksnadel warnt vor falsch verstandenem Artenschutz und spricht sich für eine gezielte Bejagung von Wolf und Fischotter aus. Sascha Müller-Kraenner, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, freut sich über die Rückkehr der großen Beutegreifer, sie seien ein wichtiger Teil des Ökosystems. Die Bedenken hält er großteils für übertrieben. Der Verhaltensforscher und Wolfsexperte Kurt Kotrschal geht noch einen Schritt weiter: Österreich tue nicht annähernd genug für den Artenschutz – und der größte „Artenvernichter“ seien die Jäger. Die Wildbiologin und Jägerin Christine Miller dagegen plädiert für einen sachlicheren Umgang mit dem Thema Artenschutz, die Diskussion um Wolf und Bär verschleiere den Blick auf wirklich gefährdete Tierarten.

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