Wieso spricht man hier Deutsch? Südtirol. Lektion über einen Nationalitätenkonflikt (2)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Hörbilder
Katalogzettel
| Titel | Wieso spricht man hier Deutsch? Südtirol. Lektion über einen Nationalitätenkonflikt (2) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Wolf, Claudia [Gestaltung]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1990.06.30 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Politik ; Gesellschaft ; Feature ; Minderheiten ; Radiosendung-Sendematerial |
| Örtliche Einordnung |
Südtirol
|
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung] |
| Signatur | 9-33444 |
| Gesamtwerk/Reihe | Hörbilder |
Information
Inhalt
Südtirol, bis 1919 österreichisch, danach zu Italien geschlagen. Seitdem Schauplatz eines verbissen geführten Kulturkampfes zwischen "italianita" und "Deutschtum", der sich in neurotischen Reflexen bis in die Gegenwart hält. Die Autorin geht den Ursprüngen dieser Neurose nach: Da ist einmal die rabiate Italianisierungspolitik der Faschisten. Da ist bei der deutschsprachigen Bevölkerung die Hoffnung aufs nationalsozialistische Deutschland. Schließlich in den siebziger und achtziger Jahren die wiedergutmachende Gerechtigkeit, den Deutsch-Südtirolern hilft sie, ohne jedoch kulturseparatistische Verkrampfung zu lösen. Ergebnis: Die Italienisch-Südtiroler handeln sich ihrerseits einen Inferioritätskomplex ein, der neofaschistischen Partei eine leichte Beute. Das Karussell der Geschichte?