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Die Zeitverzögerer

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Hörbilder

Katalogzettel

Titel Die Zeitverzögerer
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Huainigg, Franz-Joseph [Gestaltung] [GND ]
Heintel, Peter [Interviewte/r] [GND ]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt]
Datum 1993.09.25 [Sendedatum]
1993.01.01 [Erst-Sendedatum]
Schlagworte Wirtschaft ; Feature ; Philosophie ; Radiosendung-Sendematerial
Typ audio
Format DFMP3 [Dateiformat: MP3]
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV]
TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung]
Signatur 9-33565
Gesamtwerk/Reihe Hörbilder

Information

Inhalt

"Immer mehr Menschen haben trotz Arbeitszeitverkürzung immer weniger Zeit für das, was sie wollen. Auch im großen gewinnt man den Eindruck, daß sich das Rad der Geschichte immer schneller zu drehen beginnt, daß es immer weniger die Möglichkeit für ein betrachtendes Innehalten gibt. Kopfüber stürzen wir uns aktivistisch in den Lauf der Zeit; Pausen sind Ablenkung, unproduktiv und kosten überdies Geld. Wir leben in einer Epoche einer sich immer schneller beschleunigenden Zeit", heißt es im Statut des seit zwei Jahren bestehenden Vereins zur Zeitverzögerung, dem inzwischen 136 Mitglieder und 424 "zeitverzögernde" Interessenten aus Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz beigetreten sind. Mit Ideen, wie man auf die Problematik beschleunigter Zeit hinweisen kann, wird im Verein nicht gegeizt: Öffentliche Uhren sollen gebührenpflichtig werden wie öffentliche Toiletten. Zur Aufklärung über die Notwendigkeit einer Zeitverzögerung wird für Schulen ein "Zeitverzögerungskoffer" erfunden. Oder man schlägt vor, den Begriff der Zeit am besten aus den Physikbüchern zu entfernen. Denn Leistung wird dort als Arbeit in der Zeit definiert. Entfernt man die Zeit, würde dies eine Rückkehr zum mittelalterlichen Arbeitsbegriff bedeuten, der noch weitgehend frei war von der linearen Zeit der industrialisierten Gesellschaft. Der Verein, eine Selbsttherapie für gestreßte Menschen? Ein Ort schöngeistigen Überlegungen ohne Auswirkung auf die Realität? Oder etwa der Ausgangspunkt einer neuen Denkströmung? Besonders an diesem Tag mit 25 Stunden.

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