Wenn ihr noch lebt, vergesst uns nicht. Die Kinder von Tschernobyl (2)
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Katalogzettel
| Titel | Wenn ihr noch lebt, vergesst uns nicht. Die Kinder von Tschernobyl (2) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Franke, Frank [Gestaltung]
[GND
]
Vinzens, Peter [Gestaltung] [GND ] ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1996.04.27 [Sendedatum / Wiederholung] 1995.04.22 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Medizin ; Politik ; Feature ; Atomenergie ; Kinder und Jugend ; Hilfe ; Gesundheitswesen und medizinische Versorgung ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung] |
| Signatur | 9-33628 |
| Gesamtwerk/Reihe | Hörbilder |
Information
Inhalt
Der Schrecken der Radioaktivität ist die Stille, die sie begleitet. Doch Stille herrscht auch, wenn es um die Folgen geht. Niemand, der Krankenhäuser besucht und zu verstrahlten, aber immer noch bewohnten Dörfern fährt, kann verstehen, warum die Regierungen in Weißrußland und der Ukraine mit der Evakuierung der Gebiete abwarten. Auch die Internationale Atomenergieagentur in Wien beschwichtigt, indem sie erklärt, die gesundheitliche Beeinträchtigung der Bevölkerung sei statistisch zu vernachlässigen. Frank Franke und Peter Vinzens, die Autoren der Sendung "Wenn ihr noch lebt, vergeßt uns nicht", haben an Ort und Stelle mit Kranken und "Noch-Gesunden" gesprochen. Sie redeten mit Kindern und Erwachsenen über ihre Ängste und die Schwierigkeiten, saubere Lebensmittel zu bekommen. 1991 glaubte man noch "lediglich" 50 % des Landes sei verseucht, heute haben Radiochemiker Schwierigkeiten, überhaupt noch saubere Landstriche zu finden. Die Krankheitszahlen steigen stark. Krebs, Schilddrüsenerkrankungen und die Zweigeschlechtlichkeit von Neugeborenen sind inzwischen an der Tagesordnung. Während der Ukraine und Weißrußland die Mittel fehlen, um angemessen auf die Folgen der Katastrophe zu reagieren, ist bei uns Tschernobyl mittlerweilen in Vergessenheit geraten. Dabei dauerte es nur zwei Tage, bis die Verseuchung auch bei uns war. Doch das ist lange her.