Wir fahren nach Enzko
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Hörbilder
Katalogzettel
| Titel | Wir fahren nach Enzko |
| Titelzusatz |
Eine Reise nach Ostböhmen mit Jiří Gruša |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Jeismann, Ilona [Gestaltung]
[GND
]
Gruša, Jiří [Interviewte/r] [GND ] ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1999.04.05 1996.05.25 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Natur ; Feature ; Reise ; Landschaft ; Radiosendung-Sendematerial |
| Örtliche Einordnung |
Ostböhmen
|
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung] |
| Signatur | 9-33661 |
| Gesamtwerk/Reihe | Hörbilder |
Information
Inhalt
Seit 1998 ist Jiří Gruša tschechischer Botschafter in Österreich. Doch ähnlich wie sein Präsident, Vaclav Havel, hat Jiří Gruša noch eine zweite Karriere vorzuweisen: Als Schriftsteller, Lyriker, Poet. Geboren wurde Gruša 1938 in Pardubice in Ostböhmen, einer Landschaft nordöstlich von Prag. Seinerzeit Schlachtfeld während der Hussitenkriege und Heimat des Feldherren Wallenstein. Noch in Pardubice veröffentlicht Jiří Gruša seine ersten Gedichte und erfuhr sein erstes Schreibverbot. Nach dem kurzen Prager Frühling begann für ihn, wie für viele seiner Freunde und Kollegen, der lange Winter. Seit 1970 durfte er offiziell nicht mehr schreiben und veröffentlichen. Um der Überwachung wenigstens tageweise zu entkommen, suchte er sich ein Haus auf dem Land. Er fand es in Ostböhmen, in einer Gegend, die man das "böhmische Paradies" nennt, einer Märchenlandschaft mit riesigen Wäldern, mit Schlössern, Burgen und Burgruinen. 1978 wurde Jiří Gruša wegen eines in der "Prager Edition verbotener Literatur" veröffentlichten Romans verhaftet und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, 1980 wurde er zur Ausreise gezwungen, ein Jahr später ausgebürgert. Seit Beginn der achtziger Jahre lebte er in Deutschland. Vaclav Havel ernannte ihn zunächst zum Botschafter der Tschechoslowakei in Deutschland, später zum Vertreter seines Landes in Wien. Immer noch schreibt er Gedichte; er schreibt sie jetzt in deutscher Sprache. Und immer wieder spiegeln sie seine ostböhmische Heimat. Dieser Tage ist Jiří Grušas jüngstes Buch erschienen: Eine "Gebrauchsanweisung für Tschechien."