Das Frankenburger Würfelspiel oder Die Schlacht der braunen Mimen
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Hörbilder
Katalogzettel
| Titel | Das Frankenburger Würfelspiel oder Die Schlacht der braunen Mimen |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Jungraithmayr, Alfred [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1996.08.03 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Literatur ; Kultur ; Feature ; Theaterwissenschaft, Filmwissenschaft und Medienwissenschaft ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung] |
| Signatur | 9-33667 |
| Gesamtwerk/Reihe | Hörbilder |
Information
Inhalt
Am 2. August 1936 wird mit einem Stück, das keiner kennt, das Kulturprogramm der Olympischen Spiele in Berlin eröffnet. Der Titel: "Das Frankenburger Würfelspiel". Spielort ist die "Dietrich-Eckart-Bühne", die heute Waldbühne heißt. Der Autor: Goebbels' Referent für Spielplangestaltung und Dramaturgie Eberhard Wolfgang Möller. Der Stoff spielt im Jahr 1625, im "Land ob der Enns", dem heutigen Oberösterreich. Aufständische Bauern, die gegen die Feudalherrschaft ankämpfen, müssen vor einem Schiedsgericht um ihr Leben würfeln. In der Folge wird die Hälfte von ihnen gehenkt. Ein Stoff, der die "Kulturfähigkeit der arischen Rasse" unter Beweis stellen sollte. Werner Pleister, der zusammen mit Matthias Wiemann Regie führt, kündigt "eine Entscheidungsschlacht für das nationalsozialistische Theater" an. Wieder einmal wird Geschichte uminterpretiert und vereinnahmt. Aus dem Kampf von damals, der sich gegen "alle Schinderei und Tyrannei" richtet, wird 300 Jahre später ein "gemeinsamer Freiheitskampf", der in ein totalitäres Regime mündet.