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Lustbarkeiten auf Esterhaza oder Kein Feierabend für Joseph Haydn

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Hörbilder

Katalogzettel

Titel Lustbarkeiten auf Esterhaza oder Kein Feierabend für Joseph Haydn
Titelzusatz Szenen aus einem Schloß in Westungarn
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Jeismann, Ilona [Gestaltung] [GND ]
Avar, Peter [Gestaltung] [GND ]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt]
Datum 1996.09.07
1998.06.01 [Sendedatum]
Schlagworte Kultur ; Feature ; Radiosendung-Sendematerial
Örtliche Einordnung Fertöd, Schloss Esterhazy
Typ audio
Format DFMP3 [Dateiformat: MP3]
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV]
TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung]
Signatur 9-33670
Gesamtwerk/Reihe Hörbilder

Information

Inhalt

In ganz Europa sprach man von dem "ungarischen Versailles" und Reisende, die zum ersten Mal nach Esterhaza kamen, wähnten sich vor einer Fata Morgana: Mitten im Sumpf am Neusiedler See in Westungarn hatte Nikolaus I. Fürst Esterházy de Galantha ein Märchenschloß samt Opernhaus errichten lassen. Sein Hofkapellmeister Joseph Haydn bediente ihn unermüdlich: mit Kirchen- und Kammermusik, mit Sinfonien und Opern. Fast ein Vierteljahrhundert lang lebte er vom Frühjahr bis zum Spätherbst in der Einöde, die er zuweilen verfluchte; die Isolation habe ihm aber auch, so urteilte er später, dabei geholfen, seinen ganz eigenen, "haydnischen" Ton zu finden. 1790 starb Fürst Nikolaus. Haydn verließ das Schloß am Neusiedler See so fluchtartig, daß er nicht einmal seine Manuskripte mitnahm. Er war fast 60 Jahre alt und zum ersten Mal frei. Für ihn begann nun das Leben in der großen Welt. Nikolaus Esterhazys Zauberwelt löste sich indessen auf wie ein Phantasmagorie. Die Bauten verfielen im Nu; in den fürstlichen Gärten wuchsen Kartoffeln. Und bald wurde es wieder still auf Esterhaza - fast so still wie damals, als es hier weit und breit nichts gab als Sümpfe. Seit knapp 50 Jahren wird das Schloß von einer Kustodin gehütet; sie fand in der Arbeit für Esterhaza ihre Lebensaufgabe, und sie kann von seiner Geschichte und seinen Geschichten so lebendig erzählen, als hätte sie sie miterlebt. Mit ihr berichten Augen- und Ohrenzeugen von den "Lustbarkeiten auf Esterhaza".

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