Prison Blues. Die US-amerikanische Gefängnisindustrie
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| Titel | Prison Blues. Die US-amerikanische Gefängnisindustrie |
| Titelzusatz |
Feature über einen Megatrend |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Weingartner, Katharina [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2000.03.11 [Sendedatum / Wiederholung] 1997.11.29 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Wirtschaft ; Feature ; Justiz und Rechtswesen ; Radiosendung-Sendematerial |
| Örtliche Einordnung |
Vereinigte Staaten von Amerika
|
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung] |
| Signatur | 9-33701 |
| Gesamtwerk/Reihe | Hörbilder |
Information
Inhalt
Die einen sprechen von einer Art moderner Sklaverei, die anderen von einer sozialpolitischen Revolution: Immer mehr amerikanische Gefängnisse werden ausgelagert, privatisiert und - der billigen Arbeitskräfte wegen - zu Produktions- und Dienstleistungsbetrieben umfunktioniert. So läßt etwa die amerikanische Fluggesellschaft TWA ihr gesamtes internationales Buchungssystem via Computer- und Telefonterminals von den Insassen einer Jugendbesserungsanstalt abwickeln, die Häftlinge des Washington State Prison versenden kostengünstig die Software von Microsoft und in einem Gefängnisbetrieb in Oregon hat sich vor Jahren bereits die profitable Jeansfabrik "Prison Blues" etabliert. An willigen Arbeitskräften herrscht freilich kein Mangel. Die USA haben derzeit mit 1,5 Millionen Menschen die weltweit höchste Häftlingsquote. Tendenz: weiter steigend. Zudem, sagt einer der Fabriksmanager, bringen eingesperrte Häftlinge ohne Frage jede Menge Vorteile mit: Sie sind immer pünktlich, nie verkatert, nie verhindert und, vor allem billig: 100 bis 200 Dollar bleiben den Häftlingen je nach Leistung im Monat. Freilich erst nach Abzug von Steuern, Kost und Logis.