zurück

Später Triumph - Renate Bertlmann

Mediathek

Dieses Medium ist nur vor Ort im Publikumsbetrieb der Österreichischen Mediathek verfügbar.

Katalogzettel

Titel Später Triumph - Renate Bertlmann
Titelzusatz KulturDoku
Urheber/innen und Mitwirkende Stadler, Clarissa [Moderation] [GND ]
Bertlmann, Renate [Gefeierte Person] [GND ]
Riegler, Susanne [Gestaltung]
ORF 2 [Sendeanstalt]
Datum 2023.02.27 [Sendedatum]
Schlagworte Natur ; Dokumentation ; Portrait ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-31048

Information

Inhalt

[Senderinformation] Regisseurin Susanne Riegler blickt in ihrer Dokumentation auf eine Frau, die sich mit Leidenschaft und Humor der feministischen Kunst verschrieben hat.

Renate Bertlmann ist eine Pionierin der österreichischen Performancekunst. Jahrzehntelang wurde ihr Schaffen von heimischen Galerien und Museen ignoriert. Nun sind ihre Werke in großen internationalen Museen zu sehen und erzielen Spitzenpreise. Seit den 1960er Jahren arbeitete sie beharrlich und unbeirrt an ihren Themen wie Liebe, Sexualität und Geschlechterrolle. Von ihren subversiv-ironischen und „schamlosen“ Enthüllungen traditioneller Rollenbilder fühlten sich manche Männer auf den Schlips getreten.

2017 erhielt sie den Österreichischen Staatspreis. Renate Bertlmann war die erste Frau in der über 100-jährigen Geschichte der Teilnahme Österreichs an der Biennale in Venedig, die den Österreich-Pavillon mit einer Solo-Schau bespielen durfte. Die Künstlerin präsentierte bei der 58. Venedig-Biennale im Innenhof des Pavillons einen Rosengarten mit 312 Rosen aus Murano-Glas, aus denen eine scharfe Klinge ragte.

Als Zeichen der Liebe aber auch des Widerstands: „Ich wehre mich, ich bin widerständig, ich lasse mir nichts mehr gefallen“, sagt Renate Bertlmann mit leidenschaftlichem Unterton in dem Filmporträt. Reinhold Bertlmann, seit 52 Jahren mit der Künstlerin verheiratet, hat als Quantenphysiker einen unbestechlichen Blick auf ihr Werk. Für ihn war es klar, dass ihr Werk einmal explosionsartig hinausmusste: „Wie bei einer halbdurchlässigen Membran, wo der molekulare Druck zu groß wird“, so der Physiker.

Wesentlich für Renate Bertlmanns Reüssieren am internationalen Kunstmarkt war die Sammlungstätigkeit von Gabriele Schor, der Direktorin der „Sammlung Verbund“, die als eine der ersten Werke von Bertlmann kaufte. Auch die Kunsthistorikerin und Biennale-Kuratorin Felicitas Thun-Hohenstein und Stella Rollig, die Direktorin des Belvederes erzählen über die kunsthistorische Bedeutung von Renate Bertlmann als wesentliche Protagonistin der ‚Feministischen Avantgarde‘.

Anlässlich Bertlmanns 80. Geburtstags würdigt im Herbst das Belvedere 21 das Œuvre der Wienerin mit einer ersten umfassenden Retrospektive. 50 Prozent der Arbeiten wurden noch nie ausgestellt. Für die Künstlerin ist es tatsächlich wie ein Geschenk: „Ich werde das erste Mal in meinem Künstlerinnenleben, viele meiner Werke in einem anderen Ambiente - außerhalb des Ateliers - genießen können“.

Download


Metadaten
Mediathek Logo