Das Diktat - Die Entstehungsgeschichte eines ungewöhnlichen Bestsellers
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Hörbilder
Katalogzettel
| Titel | Das Diktat - Die Entstehungsgeschichte eines ungewöhnlichen Bestsellers |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Ruschig, Chirine [Gestaltung]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1999.01.16 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Literatur ; Feature ; Portrait ; Germanistik und Literaturwissenschaften ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung] |
| Signatur | 9-33732 |
| Gesamtwerk/Reihe | Hörbilder |
Information
Inhalt
"Von Kopf bis Fuß gelähmt, ist der Patient mit intaktem Geist in sich selbst eingesperrt, und das Schlagen des linken Augenlids ist sein einziges Kommunikationsmittel". So beschreibt der französische Journalist Jean-Dominique Bauby seinen Zustand, nachdem er am 8. Dezember 1995 auf einer Autofahrt einen Hirnschlag erlitt und die Ärzte das Locked-in-Syndrom diagnostizierten. Doch der 43-jährige Chefredakteur der Zeitschrift Elle läßt sich nicht entmutigen. Bereits ein halbes Jahr nach seinem Zusammenbruch diktiert Bauby der Verlagslektorin Claude Mendibil die einzelnen Abschnitte des Tagebuches seiner Reise auf der Stelle. Diktieren? Die Lektorin muß ihm bei jedem Buchstaben eines Wortes das gesamte Alphabet hersagen, damit er ihr mit dem Blinzeln des linken Auges anzeigen kann, welcher Buchstabe gemeint ist. Unspektakulär und präzise beschreibt Jean-Dominique Bauby seinen Zustand. Er ist ans Bett gefesselt, sein Gesicht ist von der Lähmung entstellt, ihm läuft der Speichel aus dem Mund. Geräusche nimmt er nur verzerrt wahr. Drei Tage nach der Veröffentlichung seines Buches im März 1997 stirbt Jean-Dominique Bauby. Sein Bericht "Schmetterling und Taucherglocke" wird auf Anhieb zum Bestseller und gilt - unabhängig von seiner Entstehungsgeschichte als außergewöhnliches literarisches Dokument.