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Ich war doch mal berühmt, ich war sogar berüchtigt

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Hörbilder

Katalogzettel

Titel Ich war doch mal berühmt, ich war sogar berüchtigt
Titelzusatz Ein Porträt des Kabarettisten Wolfgang Neuss
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Huber, Helmut
Braun, Inge
Neuss, Wolfgang [GND ]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt]
Datum 1999.10.23 [Sendedatum]
Schlagworte Gesellschaft ; Portrait ; Radiosendung-Sendematerial
Typ audio
Format TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung]
Signatur 9-33741
Gesamtwerk/Reihe Hörbilder

Information

Inhalt

Seine Geschichte klingt fast wie ein Märchen: Fleischergeselle aus Breslau, HJ-Trommler, Soldat an der Ostfront, Frontkomiker im Lazarett. Das "Wunderkind Wolfgang" ist im Wirtschaftswunder-Deutschland mit Filmen wie "Das Wirtshaus im Spessart" und deutschen Musicals wie "Schieß mich Tell" im Handumdrehen der Liebling der Nation. Bald schon wird er vom Star zur Skandalfigur, zum "Staatsquerulanten". Neuss bekennt sich zur APO, bricht mit seinem Film "Wir Kellerkinder" und seinen scharf-satirischen Soloprogrammen "Das jüngste Gerücht" und "Neuss Testament" die Tabus der Adenauerzeit. Doch der Clown will kein Hofnarr sein. Er steigt aus dem Kabarettgeschäft aus und predigt Askese und Hanfkonsum: "Auf deutschem Boden darf nie wieder ein Joint ausgehen". Neuss lebt von Sozialhilfe, wird zum Drogenwrack abgestempelt, kriminalisiert. Er stirbt am 5. Mai 1989.

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