Kindersoldaten. Vom tödlichen Ernst des vermeintlichen Spiels (2)
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Hörbilder
Katalogzettel
| Titel | Kindersoldaten. Vom tödlichen Ernst des vermeintlichen Spiels (2) |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Rühl, Bettina [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2001.06.16 [Sendedatum] 2000.05.13 |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Feature ; Kinder und Jugend ; Krieg ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung] |
| Signatur | 9-33772 |
| Gesamtwerk/Reihe | Hörbilder |
Information
Inhalt
Manche von ihnen tragen Namen wie "Hitler the Killer" oder "Red Devil". Sie tragen diese Namen als Auszeichnung für besondere Grausamkeit - und mit kindlichem Stolz. Kinder gelten den Kommandanten in vielen Bügerkriegen wegen ihrer Brutalität und Skrupellosigkeit als die besten Soldaten, bei ihren Feinden sind die bewaffneten Knirpse entsprechend gefürchtet. Von ihren Familien getrennt und entwurzelt, oft unter Drogen oder voller Angst vor Strafen, führen sie ihre Befehle ohne weitere Fragen aus. Viele verstehen den tödlichen Ernst des vermeintlichen Spiels vermutlich kaum und morden oder plündern wie in Trance. Die jüngsten sind nicht älter als sechs oder sieben Jahre. Allein in den Bürgerkriegsländern Liberia und Sierre Leone waren nach Schätzungen der Vereinten Nationen an die 20.000 Kinder direkt an Gewalttaten beteiligt oder in Kämpfe verwickelt. Wobei das Ende des Kriegs keineswegs das Ende allen Übels ist. Denn viele der Kinder sind nicht mehr resozialisierbar. "Der Krieg", sagt der 14-jährige Munda, "hat mich sehr geändert. Bei der kleinsten Auseinandersetzung mit meinen Freunden will ich mich sofort mit ihnen prügeln."