Die kleinen Opfer und die großen Verführer
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Hörbilder
Katalogzettel
| Titel | Die kleinen Opfer und die großen Verführer |
| Titelzusatz |
Die Inszenierung eines Einkaufszentrums |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Angerer, Peter [Gestaltung]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2000.12.09 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Wirtschaft ; Feature ; Konsum ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung] |
| Signatur | 9-33791 |
| Gesamtwerk/Reihe | Hörbilder |
Information
Inhalt
Die Einkaufszentren waren zuerst in Amerika die Antwort auf Verteilungsprobleme und eine zunehmende Mobilisierung, für die eine neue Architektur erfunden werden musste. Mit bizarren Nachbildungen alter Marktplätze und riesigen Parkplätzen wurde Los Angeles zur Modellstadt für Shopping Center. Die 50er Jahre waren die Ära des endgültigen Pioniers der Einkaufszentren. Der Wiener Architekt Victor Gruen, der 1938 aus Österreich fliehen musste, entwarf ganze Städte, um Massenkonsum, Verkehr und Industrie unter einen Plan zu bringen. Immerhin haben amerikanische Einkaufszentren eine Tagesfrequenz von bis zu 150.000 Besuchern. Relativ spät - in den 70er Jahren - und bescheidener beginnt die Geschichte der heimischen Einkaufszentren. Aber die Vorgaben sind ähnlich: Management und Architekten haben das Theater entdeckt. Das neue Einkaufszentrum ist eine Bühne, das "sinnliche Einkaufserlebnis folgt der Inszenierung", der "Umsatz ist der Applaus für die Kaufleute". Jugendliche und Pensionisten, die bisher ihre Zeit totgeschlagen haben, nutzen diese Bühne zunehmend häufiger als Lebensraum. Als Statisten im großen Theater werden sie zunehmend akzeptiert. Keinesfalls aber soll der Eindruck des "Herumlungerns" entstehen.