Der Maler Georg Chaimowicz
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Hörbilder Spezial
Katalogzettel
| Titel | Der Maler Georg Chaimowicz |
| Titelzusatz |
Die Geschichte eines Lebenskünstlers, Zeitzeugen und streitbaren Zeitgenossen |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Derman, Sabine [Gestaltung]
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2001.08.15 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Bildende Kunst ; Feature ; Portrait ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP3 [Dateiformat: MP3] DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV] TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung] |
| Signatur | 9-33817 |
| Gesamtwerk/Reihe | Hörbilder Spezial |
Information
Inhalt
Schurli, Georg, George, Juan. - Georg Chaimowicz, als Kind jüdischer Eltern aus Wien, vertrieben, hört auf viele Namen, muss auf viele Namen hören. Bevor er mit seiner Familie 1939 nach Kolumbien emigriert, sieht er von seinem Elternhaus im 3. Wiener Gemeindebezirk direkt auf die Residenz des deutschen Botschafters Von Papen. Damals schon, mit frecher Zunge, rufen er und seine beiden älteren Geschwister von ihrem Balkon hinüber: "Papen, Papen halt die Pappen!" Georg war das Nesthäkchen der Familie. Zart, klein, ein bisschen kränkelnd wie er damals immer war, nannten ihn alle nur "Schurli". Um ihn in einer Zeit stark aufkeimenden Antisemitismus den andauernden Demütigungen zu entziehen, nimmt ihn seine Mutter bald aus der öffentlichen Volksschule und schickt ihn in die Montessori-Schule im 9. Wiener Gemeindebezirk. Hier wird Georgs Talent und Neigung zur Malerei entdeckt und gefördert. 1939 muss die Familie überstürzt mit wenig Gepäck Österreich verlassen. Brünn, Prag, Amsterdam werden Zwischenstationen auf der Flucht nach Kolumbien. 1949 kehrt Georg Juan Chaimowicz nach Wien zurück und studiert an der Akademie der Bildenden Künste Malerei. Seit Anfang der 1960er-Jahre ist sein zweiter Lebensmittelpunkt Vence in Südfrankreich. - Ein kleine Stadt, in der schon Picasso, Matisse, Chagall lebten. Dort heißt er selbstverständlich George, der Georg-Schurli Chaimowicz aus Wien.