Wasser für die Kaiserstadt - Die Wiener Hochquellenleitung
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Katalogzettel
| Titel | Wasser für die Kaiserstadt - Die Wiener Hochquellenleitung |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Macho, Thomas [Gestaltung]
ORF 2 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2023.10.25 [Sendedatum] 2023 [Jahr des Copyright] |
| Schlagworte | Gesellschaft ; Dokumentation ; TV-Mitschnitt |
| Typ | video |
| Format |
DFMPG [Dateiformat: MPG] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E52-33877 |
Information
Inhalt
[Senderinformation] Am 24. Oktober 1873 schoss zum ersten Mal eine hohe Wasserfontäne aus dem Hochstrahlbrunnen am Wiener Schwarzenbergplatz – das war das Startsignal für die Inbetriebnahme der Ersten Wiener Hochquellenleitung. Nach unzähligen Diskussionen im Gemeinderat, nach Intrigen und Problemen während des Baus war dieses technische Meisterwerk endlich vollendet. Die Zeiten, zu denen die Wiener Wasserversorgung als eine der ungesündesten der Welt galt, waren damit endgültig vorbei.
In der TV-Dokumentation erzählt Thomas Macho wie es zur Errichtung dieser epochalen Innovation kam: wiederholte Cholera-Ausbrüche, politische Querelen, wissenschaftliche Auseinandersetzungen und gegensätzliche wirtschaftliche Interessen spielten dabei ebenso eine Rolle wie die großen Persönlichkeiten dieser Geschichte: der Geologe und Mastermind Eduard Suess, Bürgermeister Cajetan Felder, und die Ärzte Carl v. Rokitansky und Josef v. Skoda.
Insbesondere der Kampf gegen die Cholera weist zahlreiche Parallelen zu dem prägenden Ereignis aus jüngster Vergangenheit auf, der Corona-Pandemie: Schon damals lautete das Match „Wissenschaft gegen Wirtschaft“; es gab Proteste gegen die Einschränkung der persönlichen Freiheit und diffuse Fortschrittsängste; politische Befindlichkeiten, Fake News und das Leugnen von Tatsachen verzögerten den Bau.
In Kampf gegen die Cholera spielte aber nicht nur die Herkunft des Trinkwassers, sondern auch dessen Entsorgung eine wesentliche Rolle: Die Stadt „verdankt“ der Cholera also auch die Entstehung ihres modernen Kanalnetzes. Und sind es nicht die Abwässer, aus denen Wissenschaftler heute wichtige Erkenntnisse über Art und Menge der in der Stadt zirkulierenden Viren erlangen?
Erzählt und vorgespielt wird all das von Erwin Steinhauer. Er begibt sich auf die historischen und die physischen Spuren der Hochquellenleitung und ihrer Protagonisten und lässt Aufregungen, Elend, Ignoranz, Intrigen, Komik und Euphorie dieser wichtigen Etappe auf dem Weg Wiens zur Weltstadt erleben. Fachleute aus den Bereichen der Stadt- und Medizingeschichte, der Wasserversorgung und der Autor Alexander Bartl, dessen Buch „Walzer in Zeiten der Cholera“ als Inspiration für den Film diente, geben viel Aufschlussreiches über diese Zeit preis.
In der TV-Dokumentation erzählt Thomas Macho wie es zur Errichtung dieser epochalen Innovation kam: wiederholte Cholera-Ausbrüche, politische Querelen, wissenschaftliche Auseinandersetzungen und gegensätzliche wirtschaftliche Interessen spielten dabei ebenso eine Rolle wie die großen Persönlichkeiten dieser Geschichte: der Geologe und Mastermind Eduard Suess, Bürgermeister Cajetan Felder, und die Ärzte Carl v. Rokitansky und Josef v. Skoda.
Insbesondere der Kampf gegen die Cholera weist zahlreiche Parallelen zu dem prägenden Ereignis aus jüngster Vergangenheit auf, der Corona-Pandemie: Schon damals lautete das Match „Wissenschaft gegen Wirtschaft“; es gab Proteste gegen die Einschränkung der persönlichen Freiheit und diffuse Fortschrittsängste; politische Befindlichkeiten, Fake News und das Leugnen von Tatsachen verzögerten den Bau.
In Kampf gegen die Cholera spielte aber nicht nur die Herkunft des Trinkwassers, sondern auch dessen Entsorgung eine wesentliche Rolle: Die Stadt „verdankt“ der Cholera also auch die Entstehung ihres modernen Kanalnetzes. Und sind es nicht die Abwässer, aus denen Wissenschaftler heute wichtige Erkenntnisse über Art und Menge der in der Stadt zirkulierenden Viren erlangen?
Erzählt und vorgespielt wird all das von Erwin Steinhauer. Er begibt sich auf die historischen und die physischen Spuren der Hochquellenleitung und ihrer Protagonisten und lässt Aufregungen, Elend, Ignoranz, Intrigen, Komik und Euphorie dieser wichtigen Etappe auf dem Weg Wiens zur Weltstadt erleben. Fachleute aus den Bereichen der Stadt- und Medizingeschichte, der Wasserversorgung und der Autor Alexander Bartl, dessen Buch „Walzer in Zeiten der Cholera“ als Inspiration für den Film diente, geben viel Aufschlussreiches über diese Zeit preis.