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Ing. August Kastner über die Idee des Adventnests der Österreichischen Jungarbeiterbewegung

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Katalogzettel

Titel Ing. August Kastner über die Idee des Adventnests der Österreichischen Jungarbeiterbewegung
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Kastner, August [Interviewte/r]
Peturnig, C. F. [Interviewer/in]
Österreichische Jungarbeiterbewegung
Schlagworte Gesellschaft ; Radiosendung-Sendematerial
Typ audio
Format DFMP3 [Dateiformat: MP3]
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV]
TSO [Tonband auf Spule (ohne Angabe der Spuren)]
Signatur 10-31670

Information

Inhalt

Weihnachten steht vor der Tür. Die meisten Eltern sind bestrebt, für die Kinder Geschenke zu kaufen.
Aber wie kann man etwas einkaufen, ohne die Kinder mitzunehmen?
Viele Mütter und viele Väter müssen auf die Kinder aufpassen und sie beaufsichtigen.
Und sie sind gezwungen, die Kinder mitzunehmen, wenn sie etwas einkaufen.
Und nun, bei diesem Einkauf mit den Kindern, wird die Romantik des Christkindels doch irgendwie abgewertet.
Die österreichische Jungarbeiterbewegung hat einen Ausweg gefunden.
Herr Ingenieur August Kastner, Sie haben die Idee des Adventnests geboren, also Ihre Jungarbeiterbewegung. Wie schaut das aus?
Das Adventnest sagt schon Nest, weil wir die Kleinsten in das Nest haben wollen.
Und zwar in der Zeit, wo die Eltern mit dem Christkindl einkaufen gehen.
Das Christkindl selbst hat nicht gerne, wenn die Kinder dabei sind.
Deshalb haben wir dieses kleine Nest in Klagenfurt im Jugendclub in der 8.-Mai-Straße 47, für die beiden Samstage geschaffen,
wo zwei Kindergärtnerinnen zur Verfügung stehen und die Kinder betreuen, bis die Eltern sie wieder abholen.
Sie sagten, Herr Ingenieur Kastner, beiden Samstage. Welche Samstage sind das?
Das ist der Samstag, der kommende Samstag, und zwar der 12. Dezember und der nächste Samstag, der 19. Dezember.
Und zwar steht hier der Jugendclub von 9 bis 17 Uhr offen und alle Eltern können ihre Kinder hinüberbringen, währenddem sie ihre Weihnachtsbesorgungen machen.
Ja, Herr Ingenieur, das ist erstmalig in Klagenfurt. Wie sind Sie auf die Idee gekommen?
Auf die Idee bin ich ganz einfach deshalb gekommen, weil ich selbst Kinder habe und weiß, wie schwierig es für Eltern ist,
wenn sie die Kinder nicht unterbringen können und trotzdem die Besorgung machen müssen.
Einerseits. Andererseits, dass wenn man die Kinder mitnimmt, vor dem Spielwarengeschäft, ein Zug, eine Puppe,
und das muss angeschaut werden, das muss noch einmal gestehen werden, und den Kleinen wegzubringen, ist das fürchterlich schwierig.
Und deshalb habe ich mir gesagt, die Eltern werden auch viel schneller mit den Weihnachtsbesorgungen fertig werden, wenn wir diese Kinder betreuen.
Also es ist strapaziös, mit Kindern einkaufen zu gehen?
Das kann man wohl sagen, obwohl es allen für sich sehr nett ist, wenn man zuerst mit den Kindern die Auslagen ansieht und die Meinung und den Wunsch der Kinder hört.
Jedoch einkaufen müsste man doch allein gehen.
Und sind Sie der Meinung, dass die Kinder, also ich nehme Kinder bis zum 14. Lebensjahr, noch der Ansicht sind, dass das Christkindl etwas bringt,
das Romantische noch dabei ist?
Ich bin nicht der Meinung, dass die Kinder im fortgeschrittenen Alter von 14 Jahren an das Christkindl glauben,
aber Kinder haben in diesem Alter die kleine Romantik des Christkindls, und die wollen sie nicht aufgeben, die wollen sie nicht verleugnen.
Sie wissen, es ist das Christkindl nicht, es sind die Eltern, die es bringen, aber sie wollen trotzdem ihren Glauben nicht aufgeben
und wollen hoffen, dass sie doch überrascht werden und das Mystische, das Schöne des Christkindls wollen sie sich bewahren.
Also das Wesentliche ist die Überraschung, nicht?
Die Überraschung ist das Wesentliche, und Sie wissen selbst, wenn wir uns erinnern an die Christkindlzeit, wo wir immer gewusst haben,
es ist doch für uns gewesen das Christkindl.
Ja, und nun zum Adventnest. Sie wissen doch Herr Kastner, dass auch die Kinder bestrebt sind, die Eltern zu überraschen.
Regen Sie da beim Adventnest, also wenn die Kinder zusammenkommen, den Kindergärtnerinnen, die Kinder an, auch für die Eltern etwas zu machen,
oder etwas zu kaufen, zu sparen, usw.?
Das stimmt, wir regen diese Kinder an, für die Eltern eine kleine Überraschung zu machen,
und zwar in der Form, dass wir ihnen sagen, das Christkind selbst, und das ist besonders für die Kleinen, kann den Eltern nichts bringen, weil es so viele Kinder hat.
Jetzt müssen die Kinder aus Dankbarkeit zum Christkind, weil das Christkind ihnen etwas bringt,
den Eltern durch irgendeine kleine Überraschung, durch eine kleine Zeichnung, durch eine ganz kleine Handarbeit, eine kleine Christkind-Überraschung mitbringen.
Nun, Sie wissen ja, international heißt das Babysitter sein, was Sie machen. Sind Sie mehr als Babysitter?
Ich möchte das nicht nur als Babysitter betrachten, sondern der Babysitter hat die Aufgabe, auf das Kind aufzupassen.
Wir wollen in der Zeit mehr sein als Babysitter, sondern wir wollen das Kind dorthin bringen,
dass es etwas von diesen kleinen Adventnest, von diesen kleinen Samstagnachmittagen, oder von den zwei Stunden, mehr mitbringt,
weil es ist Adventzeit, Adventzeit heißt warten, das Warten auf das Christkind und Vorbereiten für das Christkind.
Trägerin dieser Aktion ist also die österreichische Jungarbeiterbewegung, das heißt der Jugendklub hier in Klagenfurt,
und Sie sagten, dass der Kindergärtner sich zur Verfügung gestellt hätte. Sind auch Mitglieder des Jugendklubs dabei?
Es sind Mitglieder des Jugendklubs auch dabei, wir haben aber mit Absicht Kindergärtnerinnen dazugenommen,
da es bei Kleinkindern unbedingt erforderlich ist, dass geschulte Kräfte in diesen Rahmen eingeschlossen werden.
Und ich würde Sie bitten, noch einmal zu sagen, wohin die Eltern an welchen Tagen, wenn sie einkaufen wollen,
die Kinder in Klagenfurt bringen könnten.
Also liebe Eltern, ich erkläre es nochmals. Samstag, den 12., das ist der kommende Samstag,
und Samstag, den 19., das ist der darauffolgende Samstag, von 9 bis 17 Uhr steht Ihnen und Ihren Kleinen der Jugendklub offen.
Der Jugendklub ist in der 8.-Mai-Straße, Nr. 47, bekannt ist dieses Haus als Haus der Bauern.
Über ein Weihnachtsfest, das eine Jugendorganisation vorbereitete, berichtete C. F. Peturnig. [Whisper-Transkript]

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