2) "Hörsturz" von Bernhard Loibner, 3) "The short monologue" von Tom Sherman, 1) Familie Auer: Restlessen
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Kunstradio - Radiokunst
Katalogzettel
| Titel | 2) "Hörsturz" von Bernhard Loibner, 3) "The short monologue" von Tom Sherman, 1) Familie Auer: Restlessen |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Loibner, Bernhard
Woelfl, Robert [Komponist/in] [GND ] Rennert, Konrad [GND ] Rennert, Manon-Liu [Komponist/in] Sherman, Tom Grundmann, Heidi [Moderation] [GND ] ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1996.05.30 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Kultur ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung] |
| Signatur | 9-35716 |
| Gesamtwerk/Reihe | Kunstradio - Radiokunst |
Information
Inhalt
1) "Familie Auer" - Eine-Sit-Com. 2) "Hörsturz" von Bernhard Loibner und Robert Woelfl. Wir lauschen den Stimmen zweier Personen, eine Frau und ein Mann: sie sprechen miteinander in der Hoffnung, vom jeweiligen Gegenüber gehört zu werden. Das Gehörtwerden erscheint als einzigartige Chance, das eigene Dasein zu fühlen, zu erleben. An diese Hoffnung klammern sich die beiden. Die Frage, ob Sprache das einzige geeignete Mittel sein kann, um sich der eigenen Gegenwart zu vergewissern, wird von dem Paar nicht in Zweifel gezogen: "Ich möchte dich zuhören hören wenn die Körperlichkeit meines Sprechens spricht". Die akustisch wahrnehmbare Enge der Gemeinsamkeit läßt den "Hör"-Platz, den Raum einer Wohnung, zum Kampfplatz sprachlichen Ringens um Macht und/oder Begehrtwerden mutieren. Solchermaßen ineinanderverkrallt "ballt sich der Körper - in der Angst, im Ekel vor dem anderen Körper, in seiner Einsamkeit - zur Stimme, zum Ohr. Sprache erscheint als das einzige Mittel Vernichtung oder Liebe zu erzwingen" (B. Loibner/R. Woelfl). Ungewiß bleibt der Ausgang dieser "Schlacht": wer von den beiden wird den entscheidenden Schritt tun? Wird es mit einem Totschlag oder mit einer Umarmung enden? Bernhard Loibner, geb. 1965 in St.Veit/Glan, arbeitet seit fast zehn Jahren im Bereich Computer, Musik und Medien (akustische Kompositionen, u.a.). Robert Woelfl, geb. 1965 in Villach, arbeitet ebenfalls im Bereich Medienkunst.