Softworlds
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Kunstradio - Radiokunst
Katalogzettel
| Titel | Softworlds |
| Spieldauer | |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Ujvary, Liesl
[GND
]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt] |
| Datum |
1999.06.10 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Kultur ; Radiosendung-Sendematerial |
| Typ | audio |
| Format |
TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung] |
| Signatur | 9-35782 |
| Gesamtwerk/Reihe | Kunstradio - Radiokunst |
Information
Inhalt
Mit "Softworlds" setzt Liesl Ujvary ihre künstlerische Auseinadersetzung mit akustischer Körpersprache fort - diesmal allerdings mit einem Bezug in Richtung elektronischer Klangsynthese. In Softworlds macht L. Ujvary deutlich, welche verblüffenden Ähnlichkeiten bzw. Isomorphismen zwischen der menschlichen Sprachentstehung und der analogen Klangsynthese bestehen. Ausgehend von Roman Jakobsons grundlegender Arbeit "Kindersprache, Aphatie und allgemeine Lautgesetze", welche die menschliche Sprachentstehung aufgrund von sich immer mehr entfaltenden Differenzierungen beim Formen und Lauten erklärt, sollen Paralellen zur analogen (subtraktiven) Klangsynthese hergestellt werden. Liesl Ujvary: "Da ich seit langem mit einem analogen Synthesizer arbeite, ist mir die analoge Klangsynthese auch theoretisch sehr vertraut geworden. Die Physis der Sprachentwicklung ist mit dem Resonanzverhalten in der Musik vergleichbar". Denn - so die Autorin - sowohl Musik als auch Sprache formt sich durch Filterungen in der Laut- und Klangbildung. Oder - man könnte auch sagen, Sprache ist Musik mit anderen Mitteln und viceversa. "Softworlds" - ein Radioereignis mit speziellem akustischen Environment.