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wieder.sprechen.lernen

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Kunstradio - Radiokunst

Katalogzettel

Titel wieder.sprechen.lernen
Spieldauer
Urheber/innen und Mitwirkende Piringer, Jörg [GND ]
ORF Radio Österreich 1 [Sendeanstalt]
Datum 2001.04.29 [Sendedatum]
Schlagworte Kultur ; Radiosendung-Sendematerial
Typ audio
Format TKAo [Tonband auf Kern (AEG); Ohne nähere Beschreibung]
Signatur 9-35828
Gesamtwerk/Reihe Kunstradio - Radiokunst

Information

Inhalt

Im Mittelpunkt des Radiostückes "wieder.sprechen.lernen" von Jörg Pieringer steht die gesprochene Sprache, als Kampffeld der Ideologien und gesellschaftlichen Interessen. "Mit der Erfindung der elektronischen Medien wurde gesprochene Sprache in massenmedialer Weise "verbreitbar" und somit effizienter und leichter steuerbar. Die Propagandasendungen des Nazi-Regimes sind frühe Beispiele für bewusste Sprachmanipulation und Gestaltung zur Erreichung bestimmter Ziele. Seitdem wurden Methodik und Zielrichtung ständig weiterentwickelt, verfeinert und gewissermaßen "privatisiert": jeder Kommunikationstrainer und jede Werbeagentur setzt auf bewusste Beeinflussung durch Sprache." In seinem Stück geht Jörg Pieringer diesen Einflüssen auf die gesprochene Sprache nach und erforscht ihre Wirkung. Bereits der Dadaist Hugo Ball, wollte, so Pieringer, die vom Journalismus bedrängte Sprache zurückgewinnen, "der Dichtung ihren "letzten heiligsten Bezirk" bewahren". Mit seiner Arbeit versucht Pieringer genauso wie Ball eine "Repoetisierung" der medialen Umwelt. Mittels lautpoetischer Verfremdung reduziert er Sprachaufnahmen von Werbespots, Nachrichtensprechern, Managern, Politikern, Medienstars etc. auf ihr Innerstes und kehrt somit das Grundsätzliche der Sprache nach außen: den Laut, den Klang, die Schallwelle.

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