Frühstück bei mir [2025.03.02] - Robert Dornhelm
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Katalogzettel
| Titel | Frühstück bei mir [2025.03.02] - Robert Dornhelm |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Stöckl, Claudia [Moderation]
[GND
]
Dornhelm, Robert [Interviewte/r] [GND ] ORF Radio Österreich 3 [Sendeanstalt] |
| Datum |
2025.03.02 [Sendedatum] |
| Schlagworte | Musik ; U-Musik ; Interview ; Nachrichten ; Klima und Wetter ; Radiosendung-Mitschnitt |
| Typ | audio |
| Format |
DFMP2 [Dateiformat: MP2] |
| Sprache |
Deutsch |
| Signatur | E53-05478 |
Information
Inhalt
[Senderinformation] Der österreichische Star-Regisseur sprach auf Ö3 über die bevorstehende Oscar-Vergabe - im Zeichen der Brandkatastrophe von Los Angeles und der Politik von Donald Trump
Auch das Anwesen von ihm und seiner Frau wurde im Jänner ein Opfer der Flammen
Im großen Interview der Woche ging es u.a. auch um seine Visionen vom Hollywood-Business der Zukunft
Die 97. Oscar-Verleihung diesen Sonntag „soll dafür stehen, dass aus Asche etwas wachsen kann“, so bekräftigt die Academy die Wichtigkeit der glanzvollen Filmpreis-Gala auch nach den schweren Bränden in Los Angeles. Hollywood-Regisseur Robert Dornhelm war zu Gast in Ö3-„Frühstück bei mir“ und sagte: „Aus dieser Asche wird nicht Neues entstehen. Aber es hätte natürlich niemandem geholfen, die Oscar-Gala abzusagen.“
Dornhelm selbst ist auch schwer getroffen von der Feuerkatastrophe – am 7. Jänner dieses Jahres kurz vor Mitternacht haben seine Frau und er ihr Haus in Malibu verlassen, die Behörden drängten zur Evakuierung. Wenige Stunden später war das Haus komplett abgebrannt. Dornhelm auf Ö3: „Ich habe nicht dran geglaubt, dass es abbrennen wird. Meine Frau und ich haben noch eine Dose Kaviar aus dem Kühlschrank genommen und genüsslich gegessen, bevor wir das Haus verließen. Wir scherzten, dass es schade darum wäre, den Kaviar den Flammen zu überlassen. Innerlich aber waren wir überzeugt davon, zurückkehren zu können.“ Besonders leid tut es ihm heute „um alle meine Auszeichnungen, die verbrannt sind und alte Filmplakate. Und eine Flasche Château Pétrus aus dem Jahr 1982. Die war schon 15.000 Euro wert. Und ich hatte sie mir leider für einen ganz besonderen Moment aufgehoben.“
Heute weiß der Star-Regisseur, dass er im Falle eines Wiederaufbaus seines Hauses 2,5 Mio. Dollar bekommen würde, wie er in Ö3-„Frühstück bei mir“ erzählte. „Das ist die Hälfte von dem, was ein Wiederaufbau kosten würde. Ich lasse aber meine Frau und ihren Sohn bestimmen, was passieren wird. Das Grundstück haben wir ja aus ihrer Familie bekommen. Ich denke nicht, dass ich jemals wieder dort leben werde. Denn bis dieses Haus wieder steht, bin ich ein noch älterer Mann, als ich sowieso schon bin. Ob ich mit 85 einziehen will, weiß ich nicht“, sagte der heute 77-Jährige. „Vielleicht ist es ja auch kein Zufall, dass jetzt ein Schlussstrich unter mein Leben in Amerika gezogen wurde – mit dieser ganzen Entwicklung mit Trump und Musk. Im Dezember bin ich in die USA gefahren und da hab ich gespürt: Unter dieser neuen Regierung hier zu sein, ist für mich eher unappetitlich.“
In seinem Haus in Wien-Hernals sprach Dornhelm, der selbst 1978 für einen Oscar nominiert war, über die Vergabe der Oscars und die Veränderung des Hollywood-Business: „Durch KI werden bald dutzende Berufe überflüssig sein.“ Er redete über die Beauty-Eingriffe von Schauspieler:innen („Ich besetze weder Mann noch Frau, der oder die wegen zu viel Botox keine Mimik mehr hat, oder künstlich gemachte Lippen.“) und ob er sich eine Rückkehr nach Österreich vorstellen könnte: „Wenn ich hierher zurückkäme mit eingezogenem Schwanz, fühlt es sich für mich an, als wäre doch nichts mit Hollywood gewesen. Natürlich stimmt das so nicht. Aber die Wiederkehr an einen Ort, den man verlassen hat, ist für mich das Eingeständnis einer Niederlage. Ich möchte einen Platz am Meer finden, mit blauem Himmel und viel Natur. Nach Tieren und Natur sehne ich mich.“
Auch das Anwesen von ihm und seiner Frau wurde im Jänner ein Opfer der Flammen
Im großen Interview der Woche ging es u.a. auch um seine Visionen vom Hollywood-Business der Zukunft
Die 97. Oscar-Verleihung diesen Sonntag „soll dafür stehen, dass aus Asche etwas wachsen kann“, so bekräftigt die Academy die Wichtigkeit der glanzvollen Filmpreis-Gala auch nach den schweren Bränden in Los Angeles. Hollywood-Regisseur Robert Dornhelm war zu Gast in Ö3-„Frühstück bei mir“ und sagte: „Aus dieser Asche wird nicht Neues entstehen. Aber es hätte natürlich niemandem geholfen, die Oscar-Gala abzusagen.“
Dornhelm selbst ist auch schwer getroffen von der Feuerkatastrophe – am 7. Jänner dieses Jahres kurz vor Mitternacht haben seine Frau und er ihr Haus in Malibu verlassen, die Behörden drängten zur Evakuierung. Wenige Stunden später war das Haus komplett abgebrannt. Dornhelm auf Ö3: „Ich habe nicht dran geglaubt, dass es abbrennen wird. Meine Frau und ich haben noch eine Dose Kaviar aus dem Kühlschrank genommen und genüsslich gegessen, bevor wir das Haus verließen. Wir scherzten, dass es schade darum wäre, den Kaviar den Flammen zu überlassen. Innerlich aber waren wir überzeugt davon, zurückkehren zu können.“ Besonders leid tut es ihm heute „um alle meine Auszeichnungen, die verbrannt sind und alte Filmplakate. Und eine Flasche Château Pétrus aus dem Jahr 1982. Die war schon 15.000 Euro wert. Und ich hatte sie mir leider für einen ganz besonderen Moment aufgehoben.“
Heute weiß der Star-Regisseur, dass er im Falle eines Wiederaufbaus seines Hauses 2,5 Mio. Dollar bekommen würde, wie er in Ö3-„Frühstück bei mir“ erzählte. „Das ist die Hälfte von dem, was ein Wiederaufbau kosten würde. Ich lasse aber meine Frau und ihren Sohn bestimmen, was passieren wird. Das Grundstück haben wir ja aus ihrer Familie bekommen. Ich denke nicht, dass ich jemals wieder dort leben werde. Denn bis dieses Haus wieder steht, bin ich ein noch älterer Mann, als ich sowieso schon bin. Ob ich mit 85 einziehen will, weiß ich nicht“, sagte der heute 77-Jährige. „Vielleicht ist es ja auch kein Zufall, dass jetzt ein Schlussstrich unter mein Leben in Amerika gezogen wurde – mit dieser ganzen Entwicklung mit Trump und Musk. Im Dezember bin ich in die USA gefahren und da hab ich gespürt: Unter dieser neuen Regierung hier zu sein, ist für mich eher unappetitlich.“
In seinem Haus in Wien-Hernals sprach Dornhelm, der selbst 1978 für einen Oscar nominiert war, über die Vergabe der Oscars und die Veränderung des Hollywood-Business: „Durch KI werden bald dutzende Berufe überflüssig sein.“ Er redete über die Beauty-Eingriffe von Schauspieler:innen („Ich besetze weder Mann noch Frau, der oder die wegen zu viel Botox keine Mimik mehr hat, oder künstlich gemachte Lippen.“) und ob er sich eine Rückkehr nach Österreich vorstellen könnte: „Wenn ich hierher zurückkäme mit eingezogenem Schwanz, fühlt es sich für mich an, als wäre doch nichts mit Hollywood gewesen. Natürlich stimmt das so nicht. Aber die Wiederkehr an einen Ort, den man verlassen hat, ist für mich das Eingeständnis einer Niederlage. Ich möchte einen Platz am Meer finden, mit blauem Himmel und viel Natur. Nach Tieren und Natur sehne ich mich.“