Oral History Interview mit Brigitta Pauser, 1. Termin
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Oral History Interview mit Brigitta Pauser an zwei Terminen
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Information
Inhalt
Gesprächsthemen: Wiener Neustadt – Krieg – Zweiter Weltkrieg – Bombenangriffe – Evakuierung - Wien-Film – Tanzen – Tanzschule – Tanzlehrerin –Beziehung – Ehe - Krankheit – Tod – Alter – Großmutter – russische Besatzung / sowjetische Besatzung –Besatzungssoldaten - Vater – Mutter – Alleinerzieherin – Alleinverdienerin – Nationalsozialismus – BDM – Jungmädel – Fahrrad – Radfahren - Fliegeralarm – Fliegerangriff – Luftschutzkeller - Heim – Semmering – Geras - Angst – Vergewaltigung – sexuelle Gewalt – Juden / Jüdinnen – Kohle – Job- Verdienst - Erziehungsmethoden – Gewalt – Schule – Onkel – Statistin – Film – Schauspieler / Schauspielerin – Beziehungslosigkeit – Kränkung – Ernährung – Armut - Arbeitsuche – Hausmädchen – Putzen - Tante – Liebe – Affäre – Beziehung – Liebesbeziehung - Geheimnis – Turniertanzen – Turniertänzer / Turniertänzerin - Onkel – Tanzschule Elmayer - Anstand – Benehmen - Benimmregeln – Ball – Neffe – Musik – Schallplatten – Hochzeitsreise – Venedig – Pensionierung – Pension – Nachfolge - Zuverdienst - Konflikt – Israel – Reise – Fotos
Brigitta Pauser wurde 1931 in Wiener Neustadt geboren. Ihre Kindheitserzählung ist geprägt von den Bombenangriffen zu Kriegsende 1945 in Wiener Neustadt und Wien. Sie wuchs mit der Mutter, Schwester und Bruder auf, zuerst bei der Großmutter, dann kurz mit dem Vater zusammen, zu dem sie keine Beziehung hatte. Ansonsten wird eine sehr gute familiäre Verbindung geschildert. Die negativen Erinnerungen an die russischen Besatzungssoldaten in Wien sind zentrales Thema, ebenso die Armut der Familie - die Mutter musste als Putzfrau die Familie erhalten. Als eindeutig schönste Zeit des Lebens bewertet sie die 1950er- und 60er Jahre, geprägt durch das Tanzen- ihre Leidenschaft und ihr Beruf. Sie wurde Tanzlehrerin und Turniertänzerin in der Tanzschule Pauser, und fand in deren Leiter, Franz Pauser, ihre große Liebe. Nach langer Geheimhaltung heirateten sie, doch bald erkrankte der Mann schwer und zehn schwierige Jahre der Pflege folgten. Nach seinem Tod wurde die Schule geschlossen, zum Leidwesen von Frau Pauser. Die 94jährige lebt allein, benötigt nach zwei Stürzen erst seit kurzem einen Rollstuhl. Sie wird von ihrem Neffen versorgt. Das Interview lenkt sie von Schmerzen ab, ist aber auch anstrengend.