Oral-History-Interview mit Kadriye
Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Vielsprachiges Gedächtnis der Migration
Katalogzettel
| Titel | Oral-History-Interview mit Kadriye |
| Urheber/innen und Mitwirkende |
Kadriye, ... [Interviewte/r]
M.E. [Interviewer/in] Körpe, Gülcin [Übersetzer/in/Dolmetscher/in] Traska, Georg [Tontechniker/in] [GND ] Traska, Georg [Kamera] [GND ] Institut für Kulturwissenschaften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften [Veranstalter] Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung [Fördergeber] |
| Datum |
2024.06.13 [Aufnahmedatum] |
| Ort |
Wien [Aufnahmeort]
|
| Schlagworte | Gesellschaft ; Kultur ; Migration ; Interview ; Geschichtswissenschaft ; Bildung und Schulwesen ; Religion ; Islam ; Unveröffentlichte Aufnahme |
| Typ | video |
| Format |
DOV [Digitales Original Video] |
| Sprache |
Türkisch |
| Gesamtwerk/Reihe | Vielsprachiges Gedächtnis der Migration |
Information
Inhalt
Kadriye wurde von Efe, einem Schüler des ORG Antonkriegergasse (Wien) 2024 im Rahmen des Projekts „Vielsprachiges Gedächtnis der Migration“ (Institut für Kulturwissenschaften der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, unter der Leitung von Georg Traska, gefördert im Programm „Sparkling Science 2.0“ und finanziert vom BMBWF) interviewt. Die Interviewpartnerin wurde dem Projekt durch die „Station Wien“ vermittelt. Hier fand das Interview statt und hier hatte Kadriye Unterstützung beim Deutschlernen und in ihrer Arbeitssuche erhalten – Aspekte, die auch in das Gespräch einfließen.
Kadriye kam 2014 im Alter von 46 Jahren aus der Türkei nach Wien, wo sie mit ihrem zweiten Mann lebt, der schon in seiner Jugend nach Österreich ging und erwachsene Kinder hat. Ihr Mann ist verschlossener, zurückgezogener und weniger unternehmungslustig als sie. Kadriye ist kommunikativ und sozial offen, hat ein aktives Arbeitsleben, tut sich jedoch beim Sprachlernen schwer. Trotz ihrer Anstrengungen fiel sie bei Sprachprüfungen durch, wodurch sie keine dauerhafte Aufenthaltsbewilligung erhält und Strafzahlungen leisten musste. Die Situation ist sehr belastend für sie und verhindert eine stabile Lebensgrundlage.
Sie erzählt viel von ihrer ausgedehnten Verwandtschaft in der Türkei, von ihrer Kindheit in Ankara und der versäumten schulischen Bildung, von Träumen und Wünschen. Sie spricht über ihr emotionales Wesen, vergleicht aber auch die gesellschaftlichen Verhaltensweisen der Menschen in der Türkei und in Österreich.
Kadriye kam 2014 im Alter von 46 Jahren aus der Türkei nach Wien, wo sie mit ihrem zweiten Mann lebt, der schon in seiner Jugend nach Österreich ging und erwachsene Kinder hat. Ihr Mann ist verschlossener, zurückgezogener und weniger unternehmungslustig als sie. Kadriye ist kommunikativ und sozial offen, hat ein aktives Arbeitsleben, tut sich jedoch beim Sprachlernen schwer. Trotz ihrer Anstrengungen fiel sie bei Sprachprüfungen durch, wodurch sie keine dauerhafte Aufenthaltsbewilligung erhält und Strafzahlungen leisten musste. Die Situation ist sehr belastend für sie und verhindert eine stabile Lebensgrundlage.
Sie erzählt viel von ihrer ausgedehnten Verwandtschaft in der Türkei, von ihrer Kindheit in Ankara und der versäumten schulischen Bildung, von Träumen und Wünschen. Sie spricht über ihr emotionales Wesen, vergleicht aber auch die gesellschaftlichen Verhaltensweisen der Menschen in der Türkei und in Österreich.