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Der Mann mit der kleinen Kamera (2/2) - Wie ein Amateurfilmer Frieden im Krieg inszenierte

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Katalogzettel

Titel Der Mann mit der kleinen Kamera (2/2) - Wie ein Amateurfilmer Frieden im Krieg inszenierte
Urheber/innen und Mitwirkende Kurz, Andreas [Gestaltung] [GND ]
3sat [Sendeanstalt]
Datum 2025.10.28 [Sendedatum]
Schlagworte Gesellschaft ; Dokumentation ; Fotografie ; Zweiter Weltkrieg ; TV-Mitschnitt
Typ video
Format DFMPG [Dateiformat: MPG]
Sprache Deutsch
Signatur E52-43339

Information

Inhalt

[Senderinformation] Acht Rollen Amateurmaterial aus den 30er-50er Jahren. In Teil 2 des Dokumentarfilms erfahren wir, wer diese Bilder gemacht hat und welche bitteren Wahrheiten hinter den idyllischen Aufnahmen stecken.

Nach dem Eintritt in den "Reichsarbeitsdienst" dokumentiert der Amateurfilmer die NS-Besatzung in West- und Osteuropa. In seinen Aufnahmen inszeniert er seinen Dienst als fröhliches Ferienlager. Was darf man den Bildern glauben?

Als die Dienstaufenthalte in Frankreich und Böhmen beendet sind, wird die Einheit des Arbeitsführers Otto P. nach Osten verlegt. Der nationalsozialistische "Reichsarbeitsdienst" (RAD) ist im Gebiet der heutigen Südostukraine für die Instandsetzung von Brücken und Bahnhöfen verantwortlich und bewerkstelligt teilweise auch die Treibstoffversorgung der NS-Streitkräfte.

Immer tiefer gerät der RAD, der ursprünglich als paramilitärische Infrastruktur-Einheit gegründet wurde, ins direkte Kriegsgeschehen.

In der Zeit, als die Schlacht von Stalingrad wütet und das deutsche Besatzungsregime die sowjetische Zivilbevölkerung terrorisiert, filmt Otto P. fröhliche Paraden und scheinbar friedlich arbeitende Männer.

Die acht gefundenen Filmrollen werden so zum Selbstzeugnis eines durchschnittlichen Kleinbürgers, der das Unrechtsregime, inmitten dessen er sich befindet, verharmlosend dokumentiert und ein verschobenes Bild dieser schwierigsten Phase unserer Zeitgeschichte zeichnet.

Im zweiteiligen Dokumentarfilm "Der Mann mit der kleinen Kamera" begibt sich Filmemacher Andreas Kurz auf eine spannende Suche nach den Hintergründen des Materials, rekonstruiert mithilfe von Historikerinnen die Orte und Umstände, unter denen die Filme entstanden sind und versucht zu verstehen, was zur Zeit der Aufnahmen an den entsprechenden Orten außerhalb der harmlosen Bilder geschah und vom Amateurfilmer nicht gefilmt wurde.

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