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Oral History Interview mit Anna No (Pseudonym), 1. Termin

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Dieses Medium ist Teil des Gesamtwerks Oral History Interview mit Anna No (Pseudonym) am zwei Terminen

Katalogzettel

Titel Oral History Interview mit Anna No (Pseudonym), 1. Termin
Titelzusatz Geboren 1932 in Stiefern bei Schönberg am Kamp (Niederösterreich): Zeitzeugin Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit, Fleischermeisterin, Unternehmerin in einem Elektronikfachbetrieb, Café-Inhaberin, Witwe, Mutter
Urheber/innen und Mitwirkende Grubner, Melanie [Interviewte/r]
No, Anna [Interviewer/in]
Österreichische Mediathek [Produzent]
Datum 2025.10.15 [Aufnahmedatum]
Ort Krems an der Donau [Aufnahmeort]
Schlagworte Gesellschaft ; Interview ; Alltag ; Familie ; Arbeitsbedingungen ; Besatzung ; Christentum ; Diktaturen und totalitäre Regime ; Faschismus und Nationalsozialismus ; Frauen ; Kinder und Jugend ; Senioren ; Zweite Republik ; Zweiter Weltkrieg
20. Jahrhundert - 30er Jahre
20. Jahrhundert - 40er Jahre
20. Jahrhundert - 50er Jahre
20. Jahrhundert - 60er Jahre
20. Jahrhundert - 70er Jahre
20. Jahrhundert - 80er Jahre
20. Jahrhundert - 90er Jahre
21. Jahrhundert - Nullerjahre
21. Jahrhundert - 10er Jahre
21. Jahrhundert - 20er Jahre
Typ audio
Format DFMP3 [Dateiformat: MP3]
DFWAV [Dateiformat: Broadcast WAV]
Gesamtwerk/Reihe Oral History Interview mit Anna No (Pseudonym) am zwei Terminen

Information

Inhalt

Gesprächsthemen: „Schwarzhören“ – Alter – Altern – Arbeit – autoritäre Erziehung – Beruf – Berufswunsch – Besatzung – bürgerlicher Familienhintergrund – Bürgermeister – Café – Christentum – Dialekt – Diktaturen und totalitäre Regime – Ehe – Ehefrau – Elektrotechnik – Eltern – Endphaseverbrechen – Erwachsenwerden – Familie – Familienbetrieb – Familiengeschichte – Familienunternehmen – Fallschirmspringen – Fallschirmsprung – Fleischerin – Fleischerei – Fleischermeisterin – Frauenbilder – Frauenrollen – Freizeit – Geburt – Geschäft – Geschäftsinhaberin – Geschäftsfrau – Geschäftsübernahme – Geschäftsreise – Geschlechterrollen – Geselligkeit – Gneixendorf bei Krems – Handarbeit – Großmutter – Handelsschule – Hauptschule – Hitlerjugend – Identität – Jugend – Jungmädchenführerin – Jungmädel – Jungmädelbund – Kamptal – katholisch – katholische Kirche – Katholizismus – Kenia – Kind – Kindheit – Kindheit im Nationalsozialismus – Krems – Krems an der Donau – Krieg – Kriegsende – Kriegskindheit – Kochschule – Konzentrationslager Dachau – Land – Meisterprüfung – Modernisierung – Mundart – Mutter – Nachkriegszeit – Nationalsozialismus – Nebenwohnsitz – Niederösterreich – NS – NS-Erziehung –NS-Propaganda – NS-Vergangenheit – NS-Zeit – Pension – Pensionierung – Pensionist – Politik – Reisen – Religion – Religiösität – russische / sowjetische Besatzung – Safari – Schönberg am Kamp – Schwiegermutter – selbstständig – Selbstständige – Selbstständigkeit – Senioren – soziale Unterschiede – soziale Schicht – Stiefern – technischer Fortschritt – Tod– Unternehmerin – Urlaub – Veränderung/Wandel – Verkauf – verheiratet – Verwandtschaft – Vorfahren –Witwe – – Wohnsituation – Zeitzeugin – Ziehharmonika – Zweiter Weltkrieg – Zweitwohnsitz – Elektrogeschäft/Elektrohandel – Caféinhaberin – Stalag Krems-Gneixendorf
Zusammenfassung des Interviews: Anna No (Pseudonym) wird als Anna Amon 1932 in Stiefern, heute Gemeinde Schönberg am Kamp, als Tochter von Fleischhauer*innen geboren. Sie hat einen älteren Bruder. Ihr Vater stammt aus der Amon-Familie der Hammerherren Lunz. Während der NS-Zeit ist Annas Vater Bürgermeister des Ortes Stiefern. Anna gründet einen Jungmädelbund (HJ) im Ort und wird deren „Führerin“. Als Kind spielt sie darüber hinaus gerne Ziehharmonika und fühlt sich wohl vor Publikum Volks- und Wienerlieder zu singen. Die Mutter ist Zeit ihres Lebens kränklich, was für Anna eine große Belastung darstellt. Zu Kriegsende 1945 kann Anna ihre Hauptschule in Langenlois nicht mehr mit dem Zug erreichen, weshalb sie der Vater in der Hauptschule Krems-Stein einschreibt. Anschließend besucht sie zwei Jahre lang die Handelsschule in Krems. Während dieser Zeit lebt sie bei einer Tante. Anna hat den Wunsch ein Feinkostgeschäft zu eröffnen. Sie absolviert die Lehre zur Fleischhauerin im elterlichen Betrieb in Stiefern und Krems. 1951 zieht Annas Familie nach Krems und übernimmt dort den Fleischereibetrieb eines Onkels. 1953 macht Anna die Meisterprüfung zur Fleischhauerin. Sie ist nach eigenen Angaben die jüngste und zu dieser Zeit auch einzige Fleischhauerin Österreichs. Danach führt Anna ihre eigene Fleischhauerei. Diese Zeit beschreibt sie als „herrlich“, denn sie konnte völlig selbstbestimmt leben und arbeiten. In dieser Zeit lernt sie ihren späteren Ehemann Franz kennen. Er führt ein Elektrogeschäft mit Reparaturwerkstatt unweit von Annas Fleischerei. Nach der Heirat 1956 hat Anna eine schwere Zeit sich im Unternehmen des Ehemanns einzubringen, da es mit der Schwiegermutter häufig Schwierigkeiten gibt. Ihr eigenes Geschäft übergibt sie an ihre Eltern. 1958 kommt die erste Tochter Romana zur Welt. Die Vereinbarung von Kinderbetreuung und Arbeit im Geschäft gestaltet sich für Anna als sehr schwierig. Sie stellt ein Kindermädchen ein. 1960 kommt Tochter Martina zur Welt. In den 1960ern wird neben dem Geschäft ein Espresso-Café frei, dass die Novotnys übernehmen und das von Anna mehrere Jahre geführt wird. Durch ihren beruflichen Erfolg erlebt Anna viele „Highlights“, wie sie erzählt: sie fährt nach Deutschland und besucht Messen, im Espresso wird sie von Künstler*innen wie Roy Black oder Peter Alexander besucht. In ihrer Freizeit besucht sie Bälle oder macht Urlaube. 2003 stirbt Annas Ehemann sehr überraschend nach der Silvesterfeier an Neujahr und reißt ein tiefes Loch in Annas Leben. Sie macht hernach viele Reisen, um sich „Höhepunkte“ zu schaffen und „das Leben zu meistern“. Bis zu ihrem 80. Geburtstag im Jahr 2012 steht Anna in ihrem Geschäft, dass sie in den 2000ern an ihre Tochter Martina übergeben hatte. Jahre nach dem Tod ihres Ehemannes geht Anna wieder eine Beziehung ein. Annas 80er und 90er sind geprägt von aufregenden Erlebnissen wie Safaris oder einem Fallschirmsprung zu ihrem 80. Geburtstag.

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