Geboren 1947 in Linz-Bindermichl (Oberösterreich): Rumäniendeutscher Familienhintergrund, Nachkriegskindheit, aufgewachsen im DP-Lager 55 (Spallerhof/Wasserwald), Friseurlehre, kaufmännische Angestellte, Büroarbeit, Hausfrau, Mutter, Pensionistin
Mitwirkende:
R., Hella [Interviewte/r]
, Pessl, Lisa [Interviewer/in]
Datum:
2025.12.05 [Aufnahmedatum]
Ort:
Leonding [Aufnahmeort]
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Schlagworte:
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Gesellschaft
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Interview
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Alltag
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Familie
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Frauen
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Arbeitsbedingungen
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Bildung und Schulwesen
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Bildung und Schulwesen
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Bildung und Schulwesen
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Christentum
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Religion
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Freikirchen
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Faschismus und Nationalsozialismus
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Freizeit
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Kalter Krieg
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Kinder und Jugend
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Reise
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Senioren
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Soziales
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Technik
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Zweite Republik
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20. Jahrhundert - 40er Jahre
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20. Jahrhundert - 50er Jahre
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20. Jahrhundert - 60er Jahre
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20. Jahrhundert - 70er Jahre
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20. Jahrhundert - 80er Jahre
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20. Jahrhundert - 90er Jahre
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21. Jahrhundert - Nullerjahre
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21. Jahrhundert - 10er Jahre
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21. Jahrhundert - 20er Jahre
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Rumänien
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Deutschland
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Typ:
audio
Inhalt:
Gesprächsthemen: Alltag – Barackenlager – Übergangslager- Displaced Persons (DP) – Bindermichl – Linz – Oberösterreich - Kindheit – Glück - Nachkriegskindheit – Familienzusammenführung – Herkunft - Aufwachsen – Schüchternheit - deutsche Minderheit – Volksdeutsche - soziale Kontakte - soziale Unterschiede – Sozialleben - Flucht – Familie – Flüchtlinge – Armut - Geldprobleme / Geldnot / finanzielle Probleme – Geldsorgen - Assimilierung / Assimilation – Dialekt - amerikanische Besatzung - Geschwister - Rumänien – Rumäniendeutsche – Donauschwaben - Schule – Friseurlehre - Büroschule / Bürokurs – Arbeit – Arbeiterfamilie - Arbeiterkind - Arbeiterschicht – Arbeitermilieu – Arbeiterklasse - sozialer Aufstieg – VÖEST - Coca Cola - Buchhaltung – Buchhalterin – Familiengründung - Kinder – junge Mutter – Mutter – Mutterschaft - Heirat – Hochzeit - Ehemann – Hochzeitsreise - Hausarbeit – Hausfrau – Familienleben – Pfingstbewegung – Konfessionsänderung – Konfessionswechsel - Freikirche – Christentum – gottgläubig – christlich - christlich-konservativ - Reise - Osteuropa – Nicolae Ceaușescu - Verwandtschaft – Eltern – Großeltern - DDR - Westdeutschland - Eiserner Vorhang – Grenzkontrolle – Grenze - Ausreise – Migration - Fall des Eisernen Vorhangs – Grenzöffnung – Reisefreiheit - China - Achtzigerjahre - Schulgeld – Schulbuchaktion - Kindererziehung – Familie und Beruf – Familientreffen –Pflege von Angehörigen - Wiedereinstieg ins Berufsleben- Kassiererin - Firma - Hausbau – Einfamilienhaus – Eigenheim – Frauenarbeit – Frauenvolksbegehren – Ungleichbehandlung – Ungleichberechtigung – Lohnschere - Computerisierung - NS-Aufarbeitung - Zweiter Weltkrieg – Familiengeschichte - Enkelkinder – Aufwachsen – Zufriedenheit - Nachkriegszeit – Politikverdrossenheit – Sechzigerjahre – Siebzigerjahre - Achtzigerjahre
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ZUSAMMENFASSUNG DES INTERVIEWS / KURZBIOGRAFIE
Hella R. wurde 1946 in Linz geboren. Ihre Mutter kam zusammen mit ihren Eltern gegen Ende des Zweiten Weltkrieg nach Oberösterreich, ihr Vater war in US-Kriegsgefangenschaft in Oberösterreich. Beide Elternteile sind rumäniendeutscher Herkunft. Die Eltern lernten sich im DP-Lager Asten kennen. Hella wuchs zusammen mit ihren Eltern und ihrer älteren Schwester im DP-Lager 55 in Linz Bindermichl auf. Dort gehörten alle der Gruppe der „Volksdeutschen“, der deutsche Minderheiten, an. Ihre Kindheit im DP-Lager beschreibt sie trotz der Armut der Familie als sehr schöne Zeit. Sie erzählt von ihren Eltern und anderen Bewohnern, über die Verhältnisse im Lager, den Freizeitaktivitäten, der Verwaltung durch die US-Besatzung, Einrichtungen und Berufe.
Hella R. absolvierte eine Lehre bei einem Friseursalon und legte einen Bürokurs ab. Sie arbeitete als Buchhalterin in Linz. Als Jugendliche war sie in der Freikirche „Freie Christengemeinde“, Teil der Pfingstbewegung, sehr aktiv. Über die Jugendgruppe der Kirche lernte sie ihren zukünftigen Ehemann kennen. Die beiden heirateten sehr jung, Hella war erst 19 Jahre alt. Sie bekam drei Kinder. Hella habe ihre Arbeitsstelle auf und widmete sich die nächsten Jahre der Hausarbeit und Kinderbetreuung. Sie spricht von den hohen Kosten für die junge Familie, über die Sparsamkeit und persönlichen Verzicht. Wichtig war ihr, den Kindern Bildung und Freizeitaktivitäten zu ermöglichen.
Als die Kinder im Hauptschulalter waren, stieg sie wieder als Buchhalterin in die Lohnarbeit ein. In ihrer Arbeit im Büro veränderte sich im Laufe der Jahrzehnte ihr Berufsfeld durch Digitalisierung und Technologisierung. Hella R. kritisiert die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen und spricht das Frauenvolksbegehren von 1997 an.
Hella R. war die Aufrechterhaltung des Kontakts mit ihren Verwandten in Rumänien und der DDR sehr wichtig. Sie erzählt von den Besuchen bei diesen während der Zeit des eisernen Vorhangs. In ihrer Pension erfüllten sie und ihr Mann sich den Wunsch nach einem Eigenheim. Hella spricht über den beruflichen Werdegang ihrer Kinder und blickt zufrieden auf ihr Leben zurück.