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Oral History Interview mit Zdenka Becker an zwei Terminen, Audio und Video

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Oral History Interview mit Zdenka Becker, 1. Termin, Audio
Geboren 1951 in Cheb (ehemalige Tschechoslowakei, heutiges Tschechien): Migration aus der Tschechoslowakei, Journalistin, Dolmetscherin, Schriftstellerin, Mutter , Kooperation mit der Schallaburg Kulturbetriebsges.m.b.H. zur Ausstellung "80er - Grenzen waren gestern."
Mitwirkende: Becker, Zdenka [Interviewte/r] , Maier, Michael S. [Interviewer/in] , Maier, Michael S. [Kamera]
Datum: 2025.11.24 [Aufnahmedatum]
Ort: St. Pölten [Aufnahmeort]
Schlagworte: Gesellschaft ; Interview ; Alltag ; Familie ; Arbeitsbedingungen ; Kinder und Jugend ; Asyl ; Bildung und Schulwesen ; Universität ; Friede ; Kalter Krieg ; Unruhen ; Konsum ; Bekleidung und Mode ; Lyrik ; Prosa ; Marxismus und Kommunismus ; Migration ; Warschauer Pakt ; Widerstand ; Sozialismus und Sozialdemokratie ; Sprache ; Zivilgesellschaft ; Religion ; Zweite Republik ; 20. Jahrhundert - 50er Jahre ; 20. Jahrhundert - 60er Jahre ; 20. Jahrhundert - 70er Jahre ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; 21. Jahrhundert - Nullerjahre ; 21. Jahrhundert - 10er Jahre ; 21. Jahrhundert - 20er Jahre
Typ: audio
Inhalt: Gesprächsthemen: Aufwachsen – Kindheit – Großmutter – Großvater – ČSSR – ČSR – Slowakei – Tschechien – Tschechoslowakei – Cheb – Eger – Kommunismus – Sozialismus – Hierarchie – Partei – Ost-West-Konflikt – Kalter Krieg – Nachkriegszeit – Ostblock – Aussiedelung – Sudetendeutsche – Vertreibung – Sudetenland – Vertreibung der Sudetendeutschen – Bratislava – Bildung – Berufswunsch – Religion – Ausland – Fernweh – Au Pair – Gymnasium – Aufnahmetest – soziale Unterschiede – Korruption – Universitätsstudium – Prager Frühling 1968 – Schwester – Familie – Eltern – Partner – Angst – Schwangerschaft – Heirat – Ehe – Ehemann – Heiratsmigration – Migration – Studienabschluss – Eiserner Vorhang – Doppelstaatsbürgerschaft – Doppelstaatsbürgerin – Ausreise – Auswanderung – Emigration – Auswanderin – Konsum – Deutschunterricht – Wien – Familienleben – Mutter – Muttersprache – berufstätige Mutter – Dolmetschen –Sprache – Slowakisch – Deutsch – Russisch – Tschechisch – Hausfrau – Freiberuflichkeit – Wiedereinstieg ins Berufsleben – Literatur – Literaturszene – Kleidung – Mode – Deutsch als Fremdsprache – DaF – Fremdsprache – Mehrsprachigkeit – Biobewegung – Grünbewegung – Grüne Bewegung – Friedensbewegung – Wahlen – Besetzung der Hainburger Au – Arbeit – Buchautorin –Autorin – Schriftstellerin – Bücher – Lesen – Spielzeug – Digitalisierung – Technologisierung – Computer – Schreibmaschine – Disco – Diskothek – Musik – Wende 1989 – Fall des Eisernen Vorhangs – Fall des Kommunismus – Grenze – Grenzöffnung – Freude – Reisen – Kindertheater – Theater – Theaterautorin – Theaterstück – soziale Kontakte – nationale Identität – Identität – Heimat – Heimatvertriebene – Widerstand – ziviler Widerstand – Zivilgesellschaft – Flüchtlingskrise 2015 – Arbeitsbewilligung – Asyl – Fremdenfeindlichkeit – Xenophobie – Migrationspolitik – Schreiben – Zeitung – Schwiegereltern – Vergangenheitsbewältigung – NS-Aufarbeitung – Roman – Übersetzung – Übersetzerin – Dolmetschen – Dolmetscherin – Populismus – Robert Fico – Samtene Revolution , ZUSAMMENFASSUNG DES INTERVIEWS / KURZBIOGRAFIE
Zdenka Becker kam 1951 in Cheb/Eger (ehemalige Tschechoslowakei) als mittleres von drei Kindern auf die Welt. Ihr Vater arbeitete als Kriminalinspektor, die Mutter war ebenso arbeitstätig, zwischenzeitlich bei den Kindern zuhause. Zdenka hat kaum persönliche Erinnerungen an Cheb/Eger, die Familie zog bald darauf in die Nähe von Bratislava. Zdenka führt ihre glückliche Kindheit auf die Familie, ökonomische Stabilität, Leselust und Reisen zurück. Sie erinnert sich an ihre Großeltern als sehr warmherzig; vor allem die Großmutter als wunderbare Geschichtenerzählerin prägte Zdenka. Zdenka war eine gute Schülerin und las und schrieb liebend gerne, sie wollte ins Gymnasium. Ihr Vater war strikter Kommunist und pochte auf die Gerechtigkeit des (korrupten) Systems. Die Unterstützung für ihren Bildungsweg kam von Lehrpersonen. Zdenkas ältere Schwester flüchtete im Zuge der Lockerungen nach dem Prager Frühling nach Amerika. Die Flucht ihrer Schwester beeinflusste Zdenkas Chancen auf einen Studienplatz und ihre Studienwahl.
Zdenka studierte 1969 Finanzen an der Wirtschaftsuni Bratislava und lernte bei einem Skiurlaub ihren künftigen österreichischen Ehemann kennen. Sie hielten die Beziehung geheim. Die Unsicherheit und Angst vor negativen Konsequenzen des Regimes für Studium und ihre Eltern beschäftigten sie. 1974 schloss Zdenka ihr Studium ab, sie heiratete und war schwanger mit ihrem ersten Kind. Durch die Heirat konnte sie legal nach Österreich (Wien) emigrieren. Sie besuchte einen Deutschkurs, begann eine langsame Eingewöhnungs- und Familienbildungsphase in Wien und beschäftigte sich mit ihrer Identität als Österreicherin und Slowakin.
In den Achtzigern zog die Familie ins Elternhaus des Mannes nach Radlberg bei St. Pölten. Für Zdenka bedeutete diese Zeit ein neues Lebensgefühl und einen persönlichen Aufbruch. Sie fühlte die „grüne Welle“ der damaligen Zeit und legte Wert auf Nachhaltigkeit und Selbstanbau. Sie verbrachte einige Jahre als Hausfrau zur Kinderbetreuung zuhause. Zdenka fing an, vermehrt auf Deutsch zu schreiben und kann über einen schweren Einstieg in der Literaturszene und im Journalismus Fuß fassen. Durch eine Begegnung kam bei ihr das Thema der Sudentenvertreibung in ihrem Geburtsort Cheb/Eger auf, welches sie literarisch in ihrem ersten Buch „Berg“ verarbeitete. Der Fall des Eisernen Vorhangs 1989 war sehr einschneidend; sie erinnert sich an die Erleichterungen für ihre slowakische Familie, die freien Grenzen und den intensivierten Freundes- und Familienkontakt. Zdenka hat mittlerweile mehrere Bücher veröffentlicht und schreibt weiterhin.
Oral History Interview mit Zdenka Becker, 1. Termin, Video
Geboren 1951 in Cheb (ehemalige Tschechoslowakei, heutiges Tschechien): Migration aus der Tschechoslowakei, Journalistin, Dolmetscherin, Schriftstellerin, Mutter , Kooperation mit der Schallaburg Kulturbetriebsges.m.b.H. zur Ausstellung "80er - Grenzen waren gestern."
Mitwirkende: Becker, Zdenka [Interviewte/r] , Maier, Michael S. [Interviewer/in] , Maier, Michael S. [Kamera]
Datum: 2025.11.24 [Aufnahmedatum]
Ort: St. Pölten [Aufnahmeort]
Schlagworte: Gesellschaft ; Interview ; Alltag ; Familie ; Arbeitsbedingungen ; Kinder und Jugend ; Asyl ; Bildung und Schulwesen ; Universität ; Friede ; Kalter Krieg ; Konsum ; Bekleidung und Mode ; Lyrik ; Prosa ; Marxismus und Kommunismus ; Migration ; Warschauer Pakt ; Widerstand ; Sozialismus und Sozialdemokratie ; Sprache ; Zivilgesellschaft ; Religion ; Zweite Republik ; 20. Jahrhundert - 50er Jahre ; 20. Jahrhundert - 60er Jahre ; 20. Jahrhundert - 70er Jahre ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; 21. Jahrhundert - Nullerjahre ; 21. Jahrhundert - 10er Jahre ; 21. Jahrhundert - 20er Jahre
Typ: audio
Inhalt: Gesprächsthemen: Aufwachsen – Kindheit – Großmutter – Großvater – ČSSR – ČSR – Slowakei – Tschechien – Tschechoslowakei – Cheb – Eger – Kommunismus – Sozialismus – Hierarchie – Partei – Ost-West-Konflikt – Kalter Krieg – Nachkriegszeit – Ostblock – Aussiedelung – Sudetendeutsche – Vertreibung – Sudetenland – Vertreibung der Sudetendeutschen – Bratislava – Bildung – Berufswunsch – Religion – Ausland – Fernweh – Au Pair – Gymnasium – Aufnahmetest – soziale Unterschiede – Korruption – Universitätsstudium – Prager Frühling 1968 – Schwester – Familie – Eltern – Partner – Angst – Schwangerschaft – Heirat – Ehe – Ehemann – Heiratsmigration – Migration – Studienabschluss – Eiserner Vorhang – Doppelstaatsbürgerschaft – Doppelstaatsbürgerin – Ausreise – Auswanderung – Emigration – Auswanderin – Konsum – Deutschunterricht – Wien – Familienleben – Mutter – Muttersprache – berufstätige Mutter – Dolmetschen –Sprache – Slowakisch – Deutsch – Russisch – Tschechisch – Hausfrau – Freiberuflichkeit – Wiedereinstieg ins Berufsleben – Literatur – Literaturszene – Kleidung – Mode – Deutsch als Fremdsprache – DaF – Fremdsprache – Mehrsprachigkeit – Biobewegung – Grünbewegung – Grüne Bewegung – Friedensbewegung – Wahlen – Besetzung der Hainburger Au – Arbeit – Buchautorin –Autorin – Schriftstellerin – Bücher – Lesen – Spielzeug – Digitalisierung – Technologisierung – Computer – Schreibmaschine – Disco – Diskothek – Musik – Wende 1989 – Fall des Eisernen Vorhangs – Fall des Kommunismus – Grenze – Grenzöffnung – Freude – Reisen – Kindertheater – Theater – Theaterautorin – Theaterstück – soziale Kontakte – nationale Identität – Identität – Heimat – Heimatvertriebene – Widerstand – ziviler Widerstand – Zivilgesellschaft – Flüchtlingskrise 2015 – Arbeitsbewilligung – Asyl – Fremdenfeindlichkeit – Xenophobie – Migrationspolitik – Schreiben – Zeitung – Schwiegereltern – Vergangenheitsbewältigung – NS-Aufarbeitung – Roman – Übersetzung – Übersetzerin – Dolmetschen – Dolmetscherin – Populismus – Robert Fico – Samtene Revolution , ZUSAMMENFASSUNG DES INTERVIEWS / KURZBIOGRAFIE
Zdenka Becker kam 1951 in Cheb/Eger (ehemalige Tschechoslowakei) als mittleres von drei Kindern auf die Welt. Ihr Vater arbeitete als Kriminalinspektor, die Mutter war ebenso arbeitstätig, zwischenzeitlich bei den Kindern zuhause. Zdenka hat kaum persönliche Erinnerungen an Cheb/Eger, die Familie zog bald darauf in die Nähe von Bratislava. Zdenka führt ihre glückliche Kindheit auf die Familie, ökonomische Stabilität, Leselust und Reisen zurück. Sie erinnert sich an ihre Großeltern als sehr warmherzig; vor allem die Großmutter als wunderbare Geschichtenerzählerin prägte Zdenka. Zdenka war eine gute Schülerin und las und schrieb liebend gerne, sie wollte ins Gymnasium. Ihr Vater war strikter Kommunist und pochte auf die Gerechtigkeit des (korrupten) Systems. Die Unterstützung für ihren Bildungsweg kam von Lehrpersonen. Zdenkas ältere Schwester flüchtete im Zuge der Lockerungen nach dem Prager Frühling nach Amerika. Die Flucht ihrer Schwester beeinflusste Zdenkas Chancen auf einen Studienplatz und ihre Studienwahl.
Zdenka studierte 1969 Finanzen an der Wirtschaftsuni Bratislava und lernte bei einem Skiurlaub ihren künftigen österreichischen Ehemann kennen. Sie hielten die Beziehung geheim. Die Unsicherheit und Angst vor negativen Konsequenzen des Regimes für Studium und ihre Eltern beschäftigten sie. 1974 schloss Zdenka ihr Studium ab, sie heiratete und war schwanger mit ihrem ersten Kind. Durch die Heirat konnte sie legal nach Österreich (Wien) emigrieren. Sie besuchte einen Deutschkurs, begann eine langsame Eingewöhnungs- und Familienbildungsphase in Wien und beschäftigte sich mit ihrer Identität als Österreicherin und Slowakin.
In den Achtzigern zog die Familie ins Elternhaus des Mannes nach Radlberg bei St. Pölten. Für Zdenka bedeutete diese Zeit ein neues Lebensgefühl und einen persönlichen Aufbruch. Sie fühlte die „grüne Welle“ der damaligen Zeit und legte Wert auf Nachhaltigkeit und Selbstanbau. Sie verbrachte einige Jahre als Hausfrau zur Kinderbetreuung zuhause. Zdenka fing an, vermehrt auf Deutsch zu schreiben und kann über einen schweren Einstieg in der Literaturszene und im Journalismus Fuß fassen. Durch eine Begegnung kam bei ihr das Thema der Sudentenvertreibung in ihrem Geburtsort Cheb/Eger auf, welches sie literarisch in ihrem ersten Buch „Berg“ verarbeitete. Der Fall des Eisernen Vorhangs 1989 war sehr einschneidend; sie erinnert sich an die Erleichterungen für ihre slowakische Familie, die freien Grenzen und den intensivierten Freundes- und Familienkontakt. Zdenka hat mittlerweile mehrere Bücher veröffentlicht und schreibt weiterhin.
Oral History Interview mit Zdenka Becker, 2. Termin, Audio
Geboren 1951 in Cheb (ehemalige Tschechoslowakei, heutiges Tschechien): Migration aus der Tschechoslowakei, Journalistin, Dolmetscherin, Schriftstellerin, Mutter , Kooperation mit der Schallaburg Kulturbetriebsges.m.b.H. zur Ausstellung "80er - Grenzen waren gestern."
Mitwirkende: Becker, Zdenka [Interviewte/r] , Maier, Michael S. [Interviewer/in] , Maier, Michael S. [Kamera]
Datum: 2025.12.15 [Aufnahmedatum]
Ort: St. Pölten [Aufnahmeort]
Schlagworte: Gesellschaft ; Interview ; Alltag ; Familie ; Arbeitsbedingungen ; Kinder und Jugend ; Asyl ; Bildung und Schulwesen ; Universität ; Friede ; Kalter Krieg ; Unruhen ; Konsum ; Bekleidung und Mode ; Lyrik ; Prosa ; Marxismus und Kommunismus ; Migration ; Warschauer Pakt ; Widerstand ; Sozialismus und Sozialdemokratie ; Sprache ; Zivilgesellschaft ; Religion ; Zweite Republik ; 20. Jahrhundert - 50er Jahre ; 20. Jahrhundert - 60er Jahre ; 20. Jahrhundert - 70er Jahre ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; 21. Jahrhundert - Nullerjahre ; 21. Jahrhundert - 10er Jahre ; 21. Jahrhundert - 20er Jahre
Typ: audio
Inhalt: Gesprächsthemen: Aufwachsen – Kindheit – Großmutter – Großvater – ČSSR – ČSR – Slowakei – Tschechien – Tschechoslowakei – Cheb – Eger – Kommunismus – Sozialismus – Hierarchie – Partei – Ost-West-Konflikt – Kalter Krieg – Nachkriegszeit – Ostblock – Aussiedelung – Sudetendeutsche – Vertreibung – Sudetenland – Vertreibung der Sudetendeutschen – Bratislava – Bildung – Berufswunsch – Religion – Ausland – Fernweh – Au Pair – Gymnasium – Aufnahmetest – soziale Unterschiede – Korruption – Universitätsstudium – Prager Frühling 1968 – Schwester – Familie – Eltern – Partner – Angst – Schwangerschaft – Heirat – Ehe – Ehemann – Heiratsmigration – Migration – Studienabschluss – Eiserner Vorhang – Doppelstaatsbürgerschaft – Doppelstaatsbürgerin – Ausreise – Auswanderung – Emigration – Auswanderin – Konsum – Deutschunterricht – Wien – Familienleben – Mutter – Muttersprache – berufstätige Mutter – Dolmetschen –Sprache – Slowakisch – Deutsch – Russisch – Tschechisch – Hausfrau – Freiberuflichkeit – Wiedereinstieg ins Berufsleben – Literatur – Literaturszene – Kleidung – Mode – Deutsch als Fremdsprache – DaF – Fremdsprache – Mehrsprachigkeit – Biobewegung – Grünbewegung – Grüne Bewegung – Friedensbewegung – Wahlen – Besetzung der Hainburger Au – Arbeit – Buchautorin –Autorin – Schriftstellerin – Bücher – Lesen – Spielzeug – Digitalisierung – Technologisierung – Computer – Schreibmaschine – Disco – Diskothek – Musik – Wende 1989 – Fall des Eisernen Vorhangs – Fall des Kommunismus – Grenze – Grenzöffnung – Freude – Reisen – Kindertheater – Theater – Theaterautorin – Theaterstück – soziale Kontakte – nationale Identität – Identität – Heimat – Heimatvertriebene – Widerstand – ziviler Widerstand – Zivilgesellschaft – Flüchtlingskrise 2015 – Arbeitsbewilligung – Asyl – Fremdenfeindlichkeit – Xenophobie – Migrationspolitik – Schreiben – Zeitung – Schwiegereltern – Vergangenheitsbewältigung – NS-Aufarbeitung – Roman – Übersetzung – Übersetzerin – Dolmetschen – Dolmetscherin – Populismus – Robert Fico – Samtene Revolution , ZUSAMMENFASSUNG DES INTERVIEWS / KURZBIOGRAFIE
Zdenka Becker kam 1951 in Cheb/Eger (ehemalige Tschechoslowakei) als mittleres von drei Kindern auf die Welt. Ihr Vater arbeitete als Kriminalinspektor, die Mutter war ebenso arbeitstätig, zwischenzeitlich bei den Kindern zuhause. Zdenka hat kaum persönliche Erinnerungen an Cheb/Eger, die Familie zog bald darauf in die Nähe von Bratislava. Zdenka führt ihre glückliche Kindheit auf die Familie, ökonomische Stabilität, Leselust und Reisen zurück. Sie erinnert sich an ihre Großeltern als sehr warmherzig; vor allem die Großmutter als wunderbare Geschichtenerzählerin prägte Zdenka. Zdenka war eine gute Schülerin und las und schrieb liebend gerne, sie wollte ins Gymnasium. Ihr Vater war strikter Kommunist und pochte auf die Gerechtigkeit des (korrupten) Systems. Die Unterstützung für ihren Bildungsweg kam von Lehrpersonen. Zdenkas ältere Schwester flüchtete im Zuge der Lockerungen nach dem Prager Frühling nach Amerika. Die Flucht ihrer Schwester beeinflusste Zdenkas Chancen auf einen Studienplatz und ihre Studienwahl.
Zdenka studierte 1969 Finanzen an der Wirtschaftsuni Bratislava und lernte bei einem Skiurlaub ihren künftigen österreichischen Ehemann kennen. Sie hielten die Beziehung geheim. Die Unsicherheit und Angst vor negativen Konsequenzen des Regimes für Studium und ihre Eltern beschäftigten sie. 1974 schloss Zdenka ihr Studium ab, sie heiratete und war schwanger mit ihrem ersten Kind. Durch die Heirat konnte sie legal nach Österreich (Wien) emigrieren. Sie besuchte einen Deutschkurs, begann eine langsame Eingewöhnungs- und Familienbildungsphase in Wien und beschäftigte sich mit ihrer Identität als Österreicherin und Slowakin.
In den Achtzigern zog die Familie ins Elternhaus des Mannes nach Radlberg bei St. Pölten. Für Zdenka bedeutete diese Zeit ein neues Lebensgefühl und einen persönlichen Aufbruch. Sie fühlte die „grüne Welle“ der damaligen Zeit und legte Wert auf Nachhaltigkeit und Selbstanbau. Sie verbrachte einige Jahre als Hausfrau zur Kinderbetreuung zuhause. Zdenka fing an, vermehrt auf Deutsch zu schreiben und kann über einen schweren Einstieg in der Literaturszene und im Journalismus Fuß fassen. Durch eine Begegnung kam bei ihr das Thema der Sudentenvertreibung in ihrem Geburtsort Cheb/Eger auf, welches sie literarisch in ihrem ersten Buch „Berg“ verarbeitete. Der Fall des Eisernen Vorhangs 1989 war sehr einschneidend; sie erinnert sich an die Erleichterungen für ihre slowakische Familie, die freien Grenzen und den intensivierten Freundes- und Familienkontakt. Zdenka hat mittlerweile mehrere Bücher veröffentlicht und schreibt weiterhin.
Oral History Interview mit Zdenka Becker, 2. Termin, Video
Geboren 1951 in Cheb (ehemalige Tschechoslowakei, heutiges Tschechien): Migration aus der Tschechoslowakei, Journalistin, Dolmetscherin, Schriftstellerin, Mutter , Kooperation mit der Schallaburg Kulturbetriebsges.m.b.H. zur Ausstellung "80er - Grenzen waren gestern."
Mitwirkende: Becker, Zdenka [Interviewte/r] , Maier, Michael S. [Interviewer/in] , Maier, Michael S. [Kamera]
Datum: 2025.12.15 [Aufnahmedatum]
Ort: St. Pölten [Aufnahmeort]
Schlagworte: Gesellschaft ; Interview ; Alltag ; Familie ; Arbeitsbedingungen ; Kinder und Jugend ; Asyl ; Bildung und Schulwesen ; Universität ; Friede ; Kalter Krieg ; Unruhen ; Konsum ; Bekleidung und Mode ; Lyrik ; Prosa ; Marxismus und Kommunismus ; Migration ; Warschauer Pakt ; Widerstand ; Sozialismus und Sozialdemokratie ; Sprache ; Zivilgesellschaft ; Religion ; Zweite Republik ; 20. Jahrhundert - 50er Jahre ; 20. Jahrhundert - 60er Jahre ; 20. Jahrhundert - 70er Jahre ; 20. Jahrhundert - 80er Jahre ; 20. Jahrhundert - 90er Jahre ; 21. Jahrhundert - Nullerjahre ; 21. Jahrhundert - 10er Jahre ; 21. Jahrhundert - 20er Jahre
Typ: audio
Inhalt: Gesprächsthemen: Aufwachsen – Kindheit – Großmutter – Großvater – ČSSR – ČSR – Slowakei – Tschechien – Tschechoslowakei – Cheb – Eger – Kommunismus – Sozialismus – Hierarchie – Partei – Ost-West-Konflikt – Kalter Krieg – Nachkriegszeit – Ostblock – Aussiedelung – Sudetendeutsche – Vertreibung – Sudetenland – Vertreibung der Sudetendeutschen – Bratislava – Bildung – Berufswunsch – Religion – Ausland – Fernweh – Au Pair – Gymnasium – Aufnahmetest – soziale Unterschiede – Korruption – Universitätsstudium – Prager Frühling 1968 – Schwester – Familie – Eltern – Partner – Angst – Schwangerschaft – Heirat – Ehe – Ehemann – Heiratsmigration – Migration – Studienabschluss – Eiserner Vorhang – Doppelstaatsbürgerschaft – Doppelstaatsbürgerin – Ausreise – Auswanderung – Emigration – Auswanderin – Konsum – Deutschunterricht – Wien – Familienleben – Mutter – Muttersprache – berufstätige Mutter – Dolmetschen –Sprache – Slowakisch – Deutsch – Russisch – Tschechisch – Hausfrau – Freiberuflichkeit – Wiedereinstieg ins Berufsleben – Literatur – Literaturszene – Kleidung – Mode – Deutsch als Fremdsprache – DaF – Fremdsprache – Mehrsprachigkeit – Biobewegung – Grünbewegung – Grüne Bewegung – Friedensbewegung – Wahlen – Besetzung der Hainburger Au – Arbeit – Buchautorin –Autorin – Schriftstellerin – Bücher – Lesen – Spielzeug – Digitalisierung – Technologisierung – Computer – Schreibmaschine – Disco – Diskothek – Musik – Wende 1989 – Fall des Eisernen Vorhangs – Fall des Kommunismus – Grenze – Grenzöffnung – Freude – Reisen – Kindertheater – Theater – Theaterautorin – Theaterstück – soziale Kontakte – nationale Identität – Identität – Heimat – Heimatvertriebene – Widerstand – ziviler Widerstand – Zivilgesellschaft – Flüchtlingskrise 2015 – Arbeitsbewilligung – Asyl – Fremdenfeindlichkeit – Xenophobie – Migrationspolitik – Schreiben – Zeitung – Schwiegereltern – Vergangenheitsbewältigung – NS-Aufarbeitung – Roman – Übersetzung – Übersetzerin – Dolmetschen – Dolmetscherin – Populismus – Robert Fico – Samtene Revolution , ZUSAMMENFASSUNG DES INTERVIEWS / KURZBIOGRAFIE
Zdenka Becker kam 1951 in Cheb/Eger (ehemalige Tschechoslowakei) als mittleres von drei Kindern auf die Welt. Ihr Vater arbeitete als Kriminalinspektor, die Mutter war ebenso arbeitstätig, zwischenzeitlich bei den Kindern zuhause. Zdenka hat kaum persönliche Erinnerungen an Cheb/Eger, die Familie zog bald darauf in die Nähe von Bratislava. Zdenka führt ihre glückliche Kindheit auf die Familie, ökonomische Stabilität, Leselust und Reisen zurück. Sie erinnert sich an ihre Großeltern als sehr warmherzig; vor allem die Großmutter als wunderbare Geschichtenerzählerin prägte Zdenka. Zdenka war eine gute Schülerin und las und schrieb liebend gerne, sie wollte ins Gymnasium. Ihr Vater war strikter Kommunist und pochte auf die Gerechtigkeit des (korrupten) Systems. Die Unterstützung für ihren Bildungsweg kam von Lehrpersonen. Zdenkas ältere Schwester flüchtete im Zuge der Lockerungen nach dem Prager Frühling nach Amerika. Die Flucht ihrer Schwester beeinflusste Zdenkas Chancen auf einen Studienplatz und ihre Studienwahl.
Zdenka studierte 1969 Finanzen an der Wirtschaftsuni Bratislava und lernte bei einem Skiurlaub ihren künftigen österreichischen Ehemann kennen. Sie hielten die Beziehung geheim. Die Unsicherheit und Angst vor negativen Konsequenzen des Regimes für Studium und ihre Eltern beschäftigten sie. 1974 schloss Zdenka ihr Studium ab, sie heiratete und war schwanger mit ihrem ersten Kind. Durch die Heirat konnte sie legal nach Österreich (Wien) emigrieren. Sie besuchte einen Deutschkurs, begann eine langsame Eingewöhnungs- und Familienbildungsphase in Wien und beschäftigte sich mit ihrer Identität als Österreicherin und Slowakin.
In den Achtzigern zog die Familie ins Elternhaus des Mannes nach Radlberg bei St. Pölten. Für Zdenka bedeutete diese Zeit ein neues Lebensgefühl und einen persönlichen Aufbruch. Sie fühlte die „grüne Welle“ der damaligen Zeit und legte Wert auf Nachhaltigkeit und Selbstanbau. Sie verbrachte einige Jahre als Hausfrau zur Kinderbetreuung zuhause. Zdenka fing an, vermehrt auf Deutsch zu schreiben und kann über einen schweren Einstieg in der Literaturszene und im Journalismus Fuß fassen. Durch eine Begegnung kam bei ihr das Thema der Sudentenvertreibung in ihrem Geburtsort Cheb/Eger auf, welches sie literarisch in ihrem ersten Buch „Berg“ verarbeitete. Der Fall des Eisernen Vorhangs 1989 war sehr einschneidend; sie erinnert sich an die Erleichterungen für ihre slowakische Familie, die freien Grenzen und den intensivierten Freundes- und Familienkontakt. Zdenka hat mittlerweile mehrere Bücher veröffentlicht und schreibt weiterhin.

Katalogzettel

Titel Oral History Interview mit Zdenka Becker an zwei Terminen, Audio und Video
Titelzusatz Geboren 1951 in Cheb (ehemalige Tschechoslowakei, heutiges Tschechien): Migration aus der Tschechoslowakei, Journalistin, Dolmetscherin, Schriftstellerin, Mutter
Kooperation mit der Schallaburg Kulturbetriebsges.m.b.H. zur Ausstellung "80er - Grenzen waren gestern."
Urheber/innen und Mitwirkende Becker, Zdenka [Interviewte/r] [GND ]
Maier, Michael S. [Interviewer/in]
Maier, Michael S. [Kamera]
Österreichische Mediathek [Produzent]
Datum 2025.11.24 [Aufnahmedatum]
2025.12.15 [Aufnahmedatum]
Ort St. Pölten [Aufnahmeort]
Schlagworte Gesellschaft
Typ audio

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